Beiträge von terriers4me

    Hier hat mit der Wärme wieder die "Wir betteln vor der Haustür"-Saison begonnen:

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    Dabei wird auch gerne mal ins Haus geschlüpft, wenn die Tür für den Hund offen ist. Der sitzt davor allerdings stramm Wache und schiebt die Hühner mit dem Kopf weg, wenn sie vor ihm reinwitschen wollen. Also schleicht die clevere Jugendliche jetzt einfach hintenrum. Aber gaaaanz vorsichtig - man beachte den Augenkontakt zwischen Terrier und Huhn:

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    Wenn genug Deckung da ist (Hühner als Waldrandvögel mögen keine großen offenen Flächen!), würde ich auch versuchen, ihnen mit Gras und Klee eine leckere kleine Weide einzusäen.
    Wenn du den Auslauf lieber mehr strukturieren möchtest, vielleicht ein paar robuste Johannisbeersträucher? Gibt recht schnell die geschätzte Deckung, und den Hühnern später beim Ernten zuzusehen, ist ein Riesenspaß!

    "Während der Dicke 1x täglich höflich anfragt und es einfach so hinnimmt, wenn sie nicht will (sie ist kastriert), haben andere schon versucht, sie mit Gewalt zu besteigen."

    Wenn das wirklich ständig, täglich so ist, dann ist Mausi krank - Probleme mit den Analdrüsen oder eine chronische Entzündung, die sie läufig riechen läßt. Das ist, zu allem anderen, auch noch ein Riesenstreß für die Hündin, die dauerbedrängt wird, und für den Rüden, der glaubt, alleingelassen eine läufige Hündin verteidigen zu müssen.

    Ich kann mich nur dem Rat anschließen, sie schleunigst einem Tierarzt vorzustellen - das könnte schon einiges leichter machen.

    Meiner Erfahrung nach ist das völlig vom individuellen Hund abhängig.

    Nach drei eher gemäßigten Hunden war meine erste Russellhündin eine extreme Umstellung: Die wäre am liebsten 24/7/365 beschmust worden und forderte ihre Massageeinheiten regelrecht ein: Sobald ich mich hinsetzte, sprang sie dazu, machte mit dem Rücken zu mir so eine Art Männchen und ließ sich rückwärts umkippen, damit der Bauch in perfekter Kraulpositur war. So:

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    Das hätte sie stundenlang haben können - ich hab jedenfalls nie erlebt, dass sie das Vergnügen von sich aus abbrach.

    Ihre Nachfolgerin - gleiche Rasse, gleiche Blutlinie - holt sich so etwa einmal die Woche gern ein paar gründliche Krauleinheiten ab. Ansonsten findet sie Schmusen und jede Art von Begrabbeltwerden total überflüssig und quittiert das prompt mit Schütteln und Weggehen.

    Ist schon ein toller kleiner Hund, so, wie sich das liest - was sie da an Alleinbleibezeit meistert, ist in dem Alter wirklich nicht ohne.

    Was das Futterstehenlassen angeht: Wenn du so große, leckere Portionen PLUS Kauartikel fütterst, ist sie vermutlich manchmal einfach pappsatt.

    Mein letzter Welpe, eigentlich auf der sehr gefräßigen Seite, hat mit vier Monaten angefangen, das bis dahin gern genommene Frühstück stehenzulassen. Sie brauchte einfach nicht mehr so viel Futter, wie ich ihr da noch angeboten habe. Ich hab dann die Mengen jeweils so weit reduziert, dass der Napf immer blankgeleckt wurde.

    Normalerweise haben die Kleinen einen ganz guten Sinn dafür, wann's zuviel wird und zeigen das dann auch. Labbis und Beagles vielleicht mal ausgenommen....

    Ein bildschöner Hund, und eigentlich klingt doch alles super, aber am Tagesprogramm würde ich auch noch ein bißchen feilen. Ihr habe noch ein ganzes, langes Hundeleben zum Wachsen, Spielen und Lernen vor euch, da braucht ihr euch jetzt keinerlei Aktivitäts-Druck zu machen.

    Knabbern würde ich auch reduzieren, wenn du weg bist. Einmal, damit sie sich nicht angewöhnt, durch Haus zu tigern und zu suchen - die ewige Erwartungshaltung könnte sie irgendwann mit dem Anknabbern von Unerwünschtem abreagieren. Und natürlich mit Pinkeln - auch so eine Anspannung geht einem so jungen Hund auf die Blase.

    Zum anderen aus einem ganz praktischen Grund: je mehr geknabbert wird, desto mehr trinkt der Hund, zumal bei Trockenkram - ergibt also noch mehr unerwünschten Druck auf die Blase.

    So ähnlich dürfte das mit der Bettpinkelei auch angefangen haben: die Kleine hat, allein und unter Druck, einfach den aus ihrer Sicht optimalen Ort gesucht: Das Bett riecht an intensivsten nach Herrchen, das signalisiert Sicherheit, und Sicherheit ist einem so jungen Hund beim Pinkeln superwichtig - er will ja keine Freßfeinde anlocken! Dazu ist es noch so schön weich, so dass man sich nicht unangenehm auf die Pfoten pinkelt.

    Aus Trotz hat sie das auf keinen Fall gemacht, so tickt ein Hund einfach nicht. Ich würde sie, wenn möglich, erstmal aus dem Schlafzimmer aussperren, bevor da eine Gewohnheit draus wird.

    Für dieses Begrüßungspinkeln brauchst du, wie die anderen schon geschrieben haben, Ruhe und Geduld - das verwächst sich meist, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass der Hund sehr unter Strom steht.

    Früher hieß das immer, möglichst aus weiter Entfernung: "Das regeln die schon!"

    Ein Spruch, den ich denselben Leuten dann mit Wonne zurückgegeben habe, nachdem ich mir Nachbars griffigen Airedale ausgeliehen hatte, der meinem bedrängten kleinen Russell dann beim Regeln half. Ganz erstaunlich, wie das die Sitten verbessert hat - würde einem heute aber wohl Post vom Ordnungsamt einbringen.

    Sehe ich auch so. Du wirst die anderen einfach nicht ändern können, aber du kannst deinem jungen Hund jetzt entweder vermitteln: "Oh Gott, unmöglich sowas - also Anspannung bis HASS!" oder, "Guckmal, mal wieder ein Tutnix, also hallo, tschüß - und nichts Dramatisches war los."

    Das überträgt sich, glaub mir. Seit ich einem kleinen Hund habe, gehört Anbretterndes zum Alltag - wenn ich das irgendwie dramatisch nehmen würde, würde ich uns ja den ganzen Spaziergang versauen. Stattdessen begrüße ich den anderen Hund kurz und freundlich, versuche ihn dabei einzubremsen, es wird kurz geschnüffelt, und weiter geht's. Da das für meine Hündin Routine ist, steckt sie inzwischen auch die gelegentliche Begegnung mit Rüpeln ohne große Folgen weg.

    Sonntag hatten wir zum Beispiel einen "der macht nichts"-Schäferhund voll im Kreuz. Der "machte" wirklich nichts, war aber einfach ein Flegel. Da sind wir dann beide sehr sauer geworden - aber der nächste Tutnix wurde trotzdem wieder halbwegs entspannt begrüßt. Mehr, fürchte ich, kann man in sehr belebten Gegenden nicht erreichen.

    Ich spreche übrigens aus Erfahrung: als ich nach drei normal fressenden Hunden plötzlich mit einer Extrem-Mäklerin dastand, habe ich, mit besten Absichten, am Anfang auch so viel Druck reingebracht, dass der Hund irgendwann nur noch rückwärts ging, sobald ich den Napf hinstellte, in Normalzeiten aber immerhin noch fraß, sobald ich die Küche verlassen hatte. Aber eben nur dann - was ja auch eine ganz klare Aussage war, bei wem das Hauptproblem lag.

    In den ganze krassen Mäkelzeiten während der Scheinschwangerschaften half dann nur noch Trick 17: Da hab ich überhaupt nicht mehr aus dem Napf gefüttert, wenn es sein mußte, tagelang nicht. Dafür hatte ich, wenn ich selber aß, ein Schälchen Hundefutter dabeistehen (Hack mit Hundeflocken) und habe auf massives Betteln gnädig mal die eine oder andere Kugel rausgerückt. Man kann wirklich psycho werden bei sowas, aber die Methode "Essen nur auf Anfrage" half gut, bis das schlimmste Hormonchaos überstanden war.

    Heute, schlauer geworden, würde ich von einem sehr mäkelnden Hund übrigens erstmal ein Blutbild ziehen lassen. Besagte Hündin, mein einziger Mäkler unter mehreren Hunden, wurde später schwer stoffwechsel- und leberkrank, kann also immer schon ein unterschwelliges Problem mitgeschleppt haben - trotz der Tierarztaussagen: "Alles OK, die mäkelt nur".