Ein bildschöner Hund, und eigentlich klingt doch alles super, aber am Tagesprogramm würde ich auch noch ein bißchen feilen. Ihr habe noch ein ganzes, langes Hundeleben zum Wachsen, Spielen und Lernen vor euch, da braucht ihr euch jetzt keinerlei Aktivitäts-Druck zu machen.
Knabbern würde ich auch reduzieren, wenn du weg bist. Einmal, damit sie sich nicht angewöhnt, durch Haus zu tigern und zu suchen - die ewige Erwartungshaltung könnte sie irgendwann mit dem Anknabbern von Unerwünschtem abreagieren. Und natürlich mit Pinkeln - auch so eine Anspannung geht einem so jungen Hund auf die Blase.
Zum anderen aus einem ganz praktischen Grund: je mehr geknabbert wird, desto mehr trinkt der Hund, zumal bei Trockenkram - ergibt also noch mehr unerwünschten Druck auf die Blase.
So ähnlich dürfte das mit der Bettpinkelei auch angefangen haben: die Kleine hat, allein und unter Druck, einfach den aus ihrer Sicht optimalen Ort gesucht: Das Bett riecht an intensivsten nach Herrchen, das signalisiert Sicherheit, und Sicherheit ist einem so jungen Hund beim Pinkeln superwichtig - er will ja keine Freßfeinde anlocken! Dazu ist es noch so schön weich, so dass man sich nicht unangenehm auf die Pfoten pinkelt.
Aus Trotz hat sie das auf keinen Fall gemacht, so tickt ein Hund einfach nicht. Ich würde sie, wenn möglich, erstmal aus dem Schlafzimmer aussperren, bevor da eine Gewohnheit draus wird.
Für dieses Begrüßungspinkeln brauchst du, wie die anderen schon geschrieben haben, Ruhe und Geduld - das verwächst sich meist, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass der Hund sehr unter Strom steht.