Beiträge von terriers4me

    Meine erste Russellhündin hat das auch gemacht, als sie mit fast sechs Monaten zu mir kam. Zuhause, im Garten, und sogar bei Pausen unterwegs - sie setzte sich immer wieder hin, legte den Kopf zurück und sah mir lange ins Gesicht, richtig mit Augenkontakt. Ich habe das nie als "aufdringlich" oder "aggressiv" empfunden, ich hatte dabei immer das Gefühl, sie möchte einfach genau wissen, bei wem sie da gelandet ist - also eine Art intensiven Kennenlernens.

    Und ich könnte richtig gelegen haben: Je besser wir uns kennenlernten, desto weniger wurde das intensive Ansehen. Nach etwa zwei Wochen war es vorbei. Ich hatte sowas vorher noch nie so erlebt und fand es faszinierend, dass sich dieser kleine Hund offenbar genauso für mich interessierte wie ich mich für ihn. Auf die Idee, dass es sich da um irgendwas Anmaßendes oder gar Korrigierenswertes gehandelt haben könnte, bin ich gar nicht gekommen.

    24 Jahre sind ja echt sagenhaft, und dann noch für einen Schäfer - toll! Der älteste Hund, den ich persönlich kannte, ein DJT, wurde knapp 20 und fraß täglich rohes Rinderhack, Haferflocken. Petersilie und ein Ei obendrauf. Für den Aufwand wurde Frauchen damals viel belächelt, aber es scheint ja was gebracht zu haben.


    Unser bisher ältester Hund, Settermix, verunglückte mit 15 /2 Jahren und war da noch ziemlich fit. Bis dahin hat er vorwiegend von Latzflocken und dem legendären Loyal gelebt, ab und zu als Highlight mal eine Dose Pedigree Pal. Was anderes gab's damals schlicht noch nicht, wenn man mal von Frolic absieht.
    Erst in seinen letzten Lebensjahren gab's das erste frische Futterfleisch zu kaufen, da kriegte er dann öfter mal Fleisch/Reis/Karotten gekocht.

    Ich hab mir - wenn schon, denn schon - diesen Welpenauslauf gegönnt:

    Bromet GmbH - Elemente für Hundezwinger - Welpenelement

    ..mit Unterschale, beliebig vergrößerbar, einzelne Teile kann man gut als Trenngitter, sogar mit Tür, verwenden.

    Darauf lief es bei uns dann raus: nachdem der Terrierzwerg das Einmetergitter auf Anhieb locker überwand, hab ich den Auslauf dann sozusagen umgekehrt benutzt und mit den Teilen die Ecken samt Kabel & Co abgesperrt. Ging auch prima.

    Was mir auch nicht ganz unwichtig war: das Teil ist derart hochwertig, dass es noch einen richtig guten Wiederverkaufswert hat.

    Ich hab's dann aber letztlich doch behalten, schon mehrfach verliehen, und es hat uns nach bisher zwei OPs gute Dienste getan - da war dem Hund nicht nach Springen.

    Meine Hündin neigt auch sehr zu Zahnstein, und leider ist es ziemlich wurscht, ob wir putzen oder nicht. Das Einzige, was da hilft, ist Knochenabkauen. Heute zum Beispiel hat sie einen Markknochen mit reichlich Fleisch dran bekommen, eine Stunde damit verbracht, das Fleisch abzuknabbern und -raspeln, und die Zähne sehen wieder ziemlich gut aus. Anderer Kaukram, wenn sie ihn denn überhaupt nimmt, hat da keinerlei Effekt.

    Aber egal was, der Zahnstein ist fix wieder da. Wir lassen inzwischen alle paar Monate beim TA ohne Narkose einmal rundum kratzen - gottseidank ist sie da supergutmütig und geduldig.

    Es muß wohl auch irgendwas mit dem Stoffwechsel zu tun haben. Ihre Vorgängerin bekam plötzlich heftig Zahnstein, als sie stoffwechselkrank wurde. Narkose wäre nicht gegangen, weil sie so krank war. Da half dann ein ganzes Kalbsgelenk einmal im Monat. Um von diesem runden, glatten Riesending die Knochenhaut abzuschrappen, muß ein kleiner Hund mit vollem Gebißeinsatz arbeiten, und danach blitzten die Beißer regelrecht. Da muß man wg. Knochenkot natürlich vorsichtig sein - es gab das Riesenteil drei Tage nacheinander für etwa zwanzig Minuten, das reichte.

    Meine jetzige Hündin ist für so eine Superzahnbürste leider zu kaufaul - aber die läßt sich, wie gesagt, auch problemlos behandeln.

    Ich wär mir angesichts der eher bizarren Gesetzeslage heute nicht mal sicher, ob die HSH einen Wolf ernsthaft angehen dürften. Würde da einer von Hunden schwer verletzt aufgefunden, und sei es auf der eigenen Weide, würde ich drauf wetten, dass es prompt Anzeigen für den Hundehalter hageln würde. Hochgeschützte Tierart verletzt - und so weiter....

    Unsere derzeitige Rottweiler Freundin ist topfitte zehn Jahre alt - aber tatsächlich auch der bisher einzige Rotti in dem Alter, den ich bisher kennengelernt habe. Vielleicht spielt es eine Rolle dass es eine eher kleine, zierliche Hündin ist, die ihre Leute immer deutlich schlanker gehalten haben als den bulligen Durchschnitt?

    Das Russell-Durchschnittsalter von 13 scheint mir auch arg niedrig, da kenne ich inzwischen reichlich Exemplare, die sehr alt geworden sind. Aber vielleicht ist in der Statistik ja der generelle Wahnsinn dieser Hunde berücksichtigt - tödliche Unfälle in jungen Jahren sind leider auch nicht gerade selten.