Beiträge von terriers4me

    Bist du dir sicher, dass der Hund wirklich noch so jung ist? Immerhin machen Welpen erst mit drei Wochen überhaupt die Augen auf, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass irgendjemand so verantwortungslos ist, die eine Woche später schon abzugeben oder zu kaufen?

    Falls dem allerdings wirklich so wäre, würde ich auch ernsthaft über eine Anzeige nachdenken. Eigentlich nicht so mein Stil, aber ein Wurf derart aufgezogener Pitbulls grenzt echt ans Kriminelle.

    Probier's doch einfach mal aus mit einem breiten, weichen Halsband - wenn der Hund gut daran geht, also nicht ständig ruppig zieht und sich so den Hals zusammendrückt, kann auch nichts passieren. Du mußt dann einfach vorsichtiger führen, aber muß man das bei einem Mini nicht ohnehin?

    Ich habe bei meinen beiden das Gefühlt gehabt, die mögen einfach jede Art von Riemenzeugs am Körper nicht. Woher sonst eine so deutlich positive Reaktion auf das Halsband?

    Es gibt einfach Hunde, vor allem kleine, die Geschirre schlichtweg hassen. Ich hab hier die zweite Kandidatin in Folge, die Riemenzeug aller Art am Körper einfach nur zum Abhauen findet, während sie bei Halsbändern keinerlei Einwände hat. Zeig ihr ein Halsband, und sie kommt freudig an, zeig ihr ein Geschirr, egal, welches, und sie ist weg.

    Geschirr gibt es hier nur noch, wenn es absolut nicht anders geht, und dann muß der Hund da einfach durch. Ein weiches, ledernes Norwegergeschirr akzeptiert sie noch am ehesten, alles andere verstaubt inzwischen im Keller. Ansonsten war für uns die Lösung der Wahl ein superbreites Windhundehalsband. Damit hat der Hund keinerlei Probleme, und wenn er mal reinspringt, geht es lange nicht so auf den Hals wie das schmale Modell.

    Das hört sich für mich ziemlich normal an für eine erwachsene Hündin, die auf deinem Avatar nach Terrier aussieht. Sie hat einfach schlicht keine Lust mehr, sich belästigen zu lassen, und steht auch nicht mehr wie ein Junghund auf Hallo-Sagen. Dazu kommt, dass viele Terrier recht "same sex aggressive" sind, also als Erwachsene nicht mehr groß auf Gleichgeschlechtliche stehen. Warum auch?

    Ich würde das schlicht akzeptieren und dir und dem Hund lästige Begegnungen möglichst ersparen. Warum zum Beispiel muß sie sich unbedingt mit einer Hündin beschnuppern, mit der sie sich am Zaun ständig anzickt? Zumal, wenn du weißt, dass sie ziemlich sicher abwehrend reagieren wird?

    Warum können die angeleinten Hündinnen nicht "Sitz" machen und Abstand halten, wenn du mit der Nachbarin plaudern möchtest? Warum muß es eine Zwangsbegegnung an der Leine geben, wenn deine Hündin ihr Mißfallen schon so deutlich macht? Ist doch klar, dass es dann am Ende knallt.

    Ich sehe nicht, dass die Hündin sich ungewöhnlich verhält - ich würde das Management ändern, ihr mehr Ruhe verschaffen und einfach akzeptieren, dass sie nicht mehr everybody's darling sein möchte. Das ist ihr gutes Recht.

    Wo soll man da die Grenze ziehen? Haben die Katze, der Wellensittich und das Huhn da weniger Rechte?

    Ich denke auch, bei einem fairen Arbeitsverhältnis ist einiges machbar - aber auf die Idee, bezahlt werden zu wollen, während ich das kranke Haustier versorge (übersetzt: meinem Hobby nachgehe), würde ich echt nicht kommen.

    Kann es sein, dass sie mit ihren sieben Monaten dicht vor der ersten Läufigkeit steht? Da kann sich das Verhalten auch nochmal drastisch ändern.

    Ansonsten: Erstmal Leine dran und Alternativverhalten üben - das werdet ihr in der Hundeschule sicher gezeigt kriegen.

    Ich hab ja nichts ganz Kleines, sondern acht recht muskulöse Kilos, aber die finde ich als Stolperfalle - zigmal schlimmer als früher die Großen. Das Verrückte ist, dass ihr Vorgängerin, gleichrassig und verwandt, da so sensibel war, dass es nicht mal Kollisionen gab, als sie blind wurde.

    Und die Nachfolgerin ist, trotz regelmäßiger, sehr nachdrücklicher Ermahnungen, bräsig bis zum Geht-Nicht-Mehr. Wir hatten schon derart viele Gerade-noch- gutgegangen-Situationen, mit ziemlich heftigen Rempeleien - sowas möchte ich mir bei einem zerbrechlichen Zwerg, den man dann wirklich unterm Fuß hätte, lieber gar nicht vorstellen. Das wäre für mich ein echter Grund, auf einen Zwerghund zu verzichten.

    Ich hab immer gute Erfahrungen damit gemacht, den Welpen/Hund kurz für seine Wachsamkeit zu loben und ihm dann mit einem "Aus!"-Kommando klarzumachen, dass ich jetzt übernehme. Das hat schnell dazu geführt, dass der Hund mich nach dem ersten Anschlagen ansieht, um zu erfahren, ob das jetzt ernstzunehmen ist - oder eben nicht.

    Ich gewöhne das Melden also nicht generell ab (was bei einem so reaktiven Hund wie meinem Terrier eh ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen wäre), sondern stelle es sozusagen unter mein Kommando.