Beiträge von terriers4me

    "Nach meiner realistischen Argumentation sollte der Verbraucher die Kosten tragen, also der Konsument die gestiegenen Fleischkosten,"

    Das hältst du für realistisch? Lebensmittel waren jahrhundertelang so teuer, dass nahezu der komplette Arbeitslohn dafür draufging. Noch zu Kaisers Zeiten mußte ein normaler Arbeitnehmer mehrere Stunden für einen einzigen Laib Brot arbeiten, und das war damals das Grundnahrungsmittel. Viel mehr drüber gab es für den Durchschnittsverdiener nicht, für Arme gehörte Hungern zum Alltag.

    Hältst du es wirklich für "realistisch", also für politisch und wirtschaftlich durchsetzbar, dahin zurückzukehren? Glaubst du echt, dass viele Konsumenten, durch moderne Landwirtschaft an den totalen Lebensmittel-Überfluß gewöhnt, sowas mitmachen würden - nur für den Wolf?

    Kann ich mir absolut nicht vorstellen. Stattdessen wären die Folgen, wie oben schon öfter beschrieben, der Weg in die totale industrielle Fleischerzeugung, ohne die tierfreundlicheren Alternativen, die es jetzt zum Glück noch gibt. Und die sind mir insgesamt einfach wichtiger als Wölfe in jeder möglichen und unmöglichen Ecke dieses Landes.

    Vor 150 Jahren gab es auch noch massive, regelmäßig Hungersnöte in Europa, und jahrelange Kriege, von denen die Wölfe profitierten - also nicht gerade ein Vergleichsparameter, das ich besonders anziehend finde.

    Und die Kosten für die Wölfe werden auch diesmal total auf den Tierhalten hängenbleiben: Verbraucher werden angesichts der billigen Alternative aus Massentierhaltung dahin ausweichen, und die öffentliche Hand wird den Teufel tun, Weidetierhalter zu unterstützen. Sieht man ja jetzt schon an den Diskussionen um eine Weideprämie.

    Es wird, wenn es so weitergeht, so laufen, dass die nicht industriellen Tierhalter aufgeben müssen (was die Mehrzahl der Verbraucher schlicht einen kalten Kehricht schert) und die Landschaft zunehmend dem Mais, den Wölfen und den Sauen gehören wird. Das wäre mir eine einzelne hochgehypte Tierart absolut nicht wert.

    Mal ganz abgesehen davon, dass der teure Schutz - wie hier schon - zigmal erwähnt - an vielen Stellen schlicht nicht möglich ist. Meine Ponys zum Beispiel stehen in einem extensiv beweideten kleinen Naturparadies, auf Koppeln von etwa 20 Hektar. Die haben noch ein besonderes Plus: Sie sind rundum, innen wie außen, mit landschaftstypischen uralten Eichen umgeben. Würden wir da den in der Theorie vorgeschriebenen Untergrabeschutz einbuddeln, würden wir dafür ein Massaker an diesen herrlichen, geschützten Bäumen anrichten müssen. Muß der Wolf das wert sein?

    Wir können also nur beten ,dass der tiefe unterste Elektrodraht die Wölfe fernhält. Tut er es nicht, wird das keine Sau kümmern: Alle Pferde, die da stehen, gehören Hobbyhaltern - und von denen wird ja eh erwartet, dass sie ihre Tiere entschädigungslos fressen lassen.

    Ich denke auch, durch den Wolf selbst, aber vor allem durch die nötigen Schutzmaßnahmen wird sehr viel mehr aussterben. Da werden jahrhundertealte Biotope verloren gehen, und mit ihnen all die Tiere und Pflanzen, die eben nicht so spektakulär sind wie die heilige Kuh. Die werden leise gehen - und mit ihnen oft Kulturgeschichte von Jahrhunderten.

    Schert nur niemanden. Ich hab noch keinen der großen Naturschutzverbände auch nur ein Wort darüber verlieren hören, wie fatal sich eine überall "wolfssicher" gezäunte Landschaft auf Wild und Biotope auswirken würde. Der alte Naturschutz- Grundsatz, dass Lebensräume zum Genaustausch möglichst weit vernetzt sein müssen, ist da stillschweigend über Bord gegangen - bzw gilt offenbar nur noch für den Sonderfall Wolf. Alles andere kann plötzlich sehen, wo es bleibt.

    ...und was das wölfische Recht, überall zu sein angeht, könnte man sicher endlos diskutieren - das ist in meinen Augen ein Totschlag-Argument, graue und schräge Theorie, die der Praxis nicht standhält. Die Mufflons sind auch über 100 Jahre hiergewesen, aber bei denen ist es plötzlich super, wenn sie wieder aussterben? Meine Pferde sind direkte, urtümliche Nachfahren der Ponys, die in Europa früher überall heimisch waren - kann ich die jetzt auch aus der Koppel lassen und auf ihre Rechte pochen?

    Der Hund schnappt hier gezielt nur nach Fliegen und Hummeln, wobei letztere natürlich "Nein!" sind, wenn ich dabei bin. Bienen, Wespen und Hornissen läßt er in Ruhe, auch ohne Stiche.

    Während mein altes Pony mal in aller Ruhe auf einem Weidezaunpfosten eine Hornisse bespielte, indem er sie immer wieder mit der Oberlippe hin- und herschob. Die arme Hornisse lag schon stechbereit auf dem Rücken und summte fürchterlich. Weil ich fürchtete, das Pferd würde auf einen Stich allergisch reagieren, hab ich ohne nachzudenken blitzschnell dazwischengefaßt, die Hornisse vor der Pferdenase weggewischt und den Stich dann selber abbkommen. Selbst schuld, wenn man so doof ist.

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    Kann man das wirklich glauben? Wir haben doch gestern erst ein weißes Bündel abgeholt - und nun ist der Terrier mit dem nettesten Grinsen der Welt schon neun Jahre alt. Es geht schon verdammt schnell!

    Meine Hündin ist ja auch ein Broken, hat also ähnliches Fell, aber bei der hat sich das Haar seit der Kastration tatsächlich verändert. Der Bauch wurde kahl, und da, wo das Haar ohnehin weicher und verhältnismäßig "lang" ist, am Übergang von Schulter zum Vorderbein, auf der Brust und etwas weiter unten an der Hinterhand, ist es länger, weich und kraus geworden. An Kopf und Hals, Seiten und Rücken ist alles unverändert geblieben.

    Keine fürchterliche Fellxplosion und vermutlich nur für mich sichtbar, weil ich's beim Trimmen sehr merke, aber passiert ist da schon was. Bei der Vorgängerin desselben Haartyps übrigens auch.