Beiträge von terriers4me

    Mit dem Wegpflücken eines wirklich zornigen Terriers ist das leider eh so eine Sache - das Tierchen ist tief unten, gedankenschnell im Ausweichen, ohne dabei von der Attacke abzulassen, und Fell zum Reingreifen ist auch nicht da. Genau auf sowas - Blitz-Ausweichen, ohne die Attacke abzublasen, ist so ein Jack Russell ja jahrhundertelang gezüchtet worden.

    Da bist du, falls nicht gerade Schlangenmensch mit Superreaktion, mit der Hand wirklich relativ machtlos und auf Fußeinsatz angewiesen. Ich hab meine frühere Hündin in so einer Situation auch mehrfach mit dem Fuß aus der Bahn geworfen (und darum geht es hier ja, nicht um harte Elfmeter-Tritte!), um dann, wenn sie einen winzigen Moment innehielt, zupacken zu können.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Ridgeback-Halter auch gehofft hat, dass das Terrier-Frauchen genau das tut - zupacken, sobald ihr Hund Abstand hat, statt ihm die ganze Situation zu überlassen.

    Wie anders als mit einem Tritt willst du in dieser Situation einen kleinen, flitzigen, nachsetzenden Terrier, der sich von seiner Besitzerin nicht greifen läßt, schnell aus der Gefahrenzone befördern, wenn du gleichzeitig noch mit beiden Händen den angegriffenen Großen weghalten mußt?

    Ich (selbst Besitzerin eines Russells und daher mit deren Fixigkeit und Angriffsweise bestens vertraut)würde mich in dieser Situation bei dem Halter des Angegriffenen vielmals entschuldigen und dankbar sein, dass er da gehandelt hat, wo ich das nicht schnell genug geschafft habe. Das hätte für deinen Hund auch ganz böse ausgehen können.

    Bei einem so kleinen Befall würde ich auch erstmal keine Präparate benutzen, sondern auf regelmäßiges Absuchen setzen - und das gleich als nützliches Training verstehen. Wie wichtig es ist, dass sich die Kleine untersuchen und überall anfassen läßt, wißt ihr ja selbst, und so habt ihr gleich einen guten Grund, das regelmäßig zu üben.
    Mit dem nützlichen Nebeneffekt, dass sich mit ein bißchen Praxis dann notfalls auch Spot-Ons oder anderes leichter auftragen lassen. Aber vielleicht bleibt euch das ja sogar noch erspart - die Saison geht ja doch eher dem Ende zu.

    Mein weißer Terrier, broken coated ,also drahthaarig, sieht Shampoo auch nur, wenn er sich in was Ekligem gewälzt hat. Bei normalem Matsch gibt's nur Unterbodenwäsche mit klarem Wasser. Bürsten plus Trimmen tun wir mindestens einmal wöchentlich. Was auffällt: Wenn der Hund shampooniert wurde, ist das Fell ein paar Tage nicht mehr wasserdicht, legt sich also nicht mehr in diese kleinen, dreieckigen "Ziegel", an denen Regen so gut abläuft, sondern steht hoch.

    Deswegen shampooniere ich den Hund möglichst wenig, und es ist auch nicht nötig. Sie hat tatsächlich das "selbstreinigende" Fell, das Russells nachgesagt wird, und ist im Gegensatz zu einigen groomergepflegten Westies hier, auffallend weiß. Wir werden beim TA regelmäßig auf das besonders schöne Fell angesprochen. Wenn ich sie mal bade, kommt da keine schwarze Brühe raus, sondern in der Hauptsache, feinste, fisselige Unterwolle, und dreckige Hände nach dem Streicheln hatte ich wirklich noch nie.

    Das ist wohl am meisten eine Frage der Genetik. Einige Haararten brauchen einfach wenig Wäsche, unser zotteliger, weichhaariger Langhaarhund mußte regelmäßig duschen, sonst wäre er zum stinkenden Filzhaufen mutiert.

    Ach, der Monk findet schon was. Irgendwann, wenn' s sein soll. Und dann guckt er durch seine Batman-Maske runter und amüsiert sich köstlich, wie Herrchen mal wieder alle Vorsätze über Bord wirft - wie zu seinen besten Zeiten.


    Und dann, denke ich, ist er zufrieden und findet alles in Ordnung - geht ja nicht, dass seine so gut trainierten Menschen ohne ihn einfach so ein faules Leben führen!