Kann sie, als kleiner Hund mit sechs Monaten, nicht auch schon dicht an der ersten Läufigkeit sein? Das entbindet euch natürlich nicht von Training, wäre aber durchaus eine Erklärung dafür, warum sie so plötzlich so extrem wird.
Beiträge von terriers4me
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Hier wird die Möglichkeit diskutiert, dass sie schlicht gelernt hatten, Menschen als Futterspender zu sehen - ähnlich wie "Kurti" vor zwei Jahren in Niedersachsen:
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Ich drücke wirklich sehr die Daumen, dass euern Tieren nichts geschieht - ich finde schon diese ewigen Ungewißheit, dieses "es könnte jederzeit passieren" wirklich marternd.
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Punkt 1: Wie wär's mit dem guten alten Telefon? Da hab ich schon lange, gute Gespräche mit Hundeleute gehabt, ob ich jetzt einen Welpen kaufen wollte oder nur generell an der Rasse interessiert war. Ich denke, wer da Erfahrung hat, kann einen dann auch ganz gut einschätzen - vor Fehlern schützen ja offenbar auch Kontrollen nicht. Zumal die ja offenbar eher nach Bauchgefühl gehen - objektive Kriterien gibt es ja nun mal nicht.
Punkt 2: Wo das Hundebett steht, ist meine Sache. Punkt. Bei solchen Zwangsberatungen finge die Übergriffigkeit für mich schon an. Zumal hier bisher immer den Hund entschieden hat, wo er seinen Liegeplatz haben möchte, sowas im Vorherein also gar nicht klärbar ist.
Und Zaunhöhe und - Sicherheit: siehe oben - das war etwas, das in telefonischen Züchtergesprächen immer angesprochen wurde....und Punkt 3: Da sind wir vielleicht gar nicht so weit auseinander. Ich habe meine eigenen paar Welpen auch nur an Leute abgegeben, die persönlich kannte, allerdings kannte ich die vorher schon. Ansonsten war es mir ein großes Vergnügen, "meinen" Züchtern Fotos vom neuen Hunderevier zu schicken und vieles detailliert durchzusprechen.
Und, da mir die Leute nach Beschnuppern sympathisch waren, hätte/habe ich sie auch herzlich gern zu Kaffee und Hundefachsimpeleien eingeladen. War immer eine große Bereicherung, auch die Gespräche, wenn der Hund erstmal da war. Aus einem dieser Kontakte ist eine Lebensfreundschaft geworden.
ABER, und das ist für mich der entscheidende Unterschied: Es stand kein Zwang dahinter.
Niemand, der mir Kontrollen aufdrücken und mir erzählen wollte, wo das Körbchen zu stehen hat, sondern schlichtweg gegenseitiger Respekt und eine geteilte Passion. Und ich habe mir selbst ausgesucht, mit wem ich es zu tun habe und mit wem ich den Kontakt lieber abbreche. Das ist für mich ein himmelweiter Unterschied - hier kann ich, bei Kontrollen muß ich, egal, was ich von den Kontrollierenden halte. Und da verzichte ich eben lieber auf den Hund.
Und last not least: Es ging mir nicht darum, ob alle Menschen wie ich sind - aber wenn ich einen Hund kaufe, geht es auch um ziemlich viel Geld, Kaufpreis und vor allem Folgekosten. Da überlegt man normalerweise sehr genau - und vor denen, die das vor lauter "Verliebtheit" oder "Rettenwollen" nicht tun, schützen auch Kontrollen auch nur sehr bedingt.
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"Wie oft werden Hunde aus dem TS zum Wanderpokal, weil der Mensch ja so gut sich selbst und den Hund einschätzen konnte? Viel zu oft."
Sagst du damit nicht schon, dass das ganze System von Vor-Nach- und Sonstwas-Kontrollen auch nicht geforderte Sicherheit bietet?
Für mich war jedenfalls genau das immer der Punkt, der mich immer von Tierschutzhunden abgehalten hat: Ich lasse mich nicht von Gottweißwem kontrollieren und reglementieren, nur weil ich mir ein Tier anschaffen will.
Ich habe nichts gegen ein ausführliches Auf-Herz -und -Nieren-Gespräch, weil ich absolut anerkennte, dass jemand, der einen Hund abgibt, auch wissen möchte, wo der landet. Haben die Züchter, bei denen ich bisher gekauft habe, auch so gehalten - mit Recht. Und über Interesse nach dem Kauf freue ich mich ebenfalls sehr, auch da habe ich bisher bei jedem Hund Kontakt gehalten, und zwar lebenslang.
Aber eben nicht auf die "Kontrollen"-Tour. Wenn sich selbsternannte Tierschützer mit oft nicht viel mehr Qualifikation als dem legendären "Bauchgefühl" anmaßen, meine Angaben in meinem Zuhause "kontrollieren" zu müssen, weil ja so viele Hundeinteressenten lügen, empfinde ich das als massiv übergriffig. Ich hole mir da eine Verantwortung für eine lange, lange Zeit, und wer mir da als erwachsenem Menschen nicht zutraut, das gründlich überlegt zu haben, der kann seine Hunde gern behalten.
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Ich arbeite auch zuhause, und da ich mir den Tag zwar sehr frei einteilen, für einen Welpen aber keinen Urlaub nehmen kann, mußte der Achtwochenzwerg von Anfang an mit in die Routine. Hatte also nie Gelegenheit, etwas anderes zu erleben als "Mensch am Schreibtisch = nix passiert = Schlafenszeit".
Für einen Welpen, der vom Menschen noch nicht auf Dauerbespaßung konditioniert ist, ist sowas völlig logisch - Mutter Hund oder die Geschwister stehen auch nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Die haben ihre Ruhepausen, in denen sie alle Kaspereien ignorieren oder sie sich notfalls verbitten
Das verstehen die Zwerge wirklich ganz schnell, wenn da absolut und ohne Ausnahme nix Spannendes passiert und Annäherungsversuche freundlich, aber bestimmt abgefertigt werden. Mal streicheln und ein paar nette Worte zwischendurch ja, aber dann ist auch gut. Regelrechtes Generve hab ich auch mal weniger freundlich quittiert. Aber das war hier kaum nötig, so schnell ging dem Welpen dieser Rhythmus in Fleisch und Blut über.
Natürlich haben wir regelmäßig Gartenpausen eingelegt, damit es nicht so ernsthaft langweilig wurde, dass das Kleinteil Mist bauen oder ins Haus pinkeln mußte - aber dann war auch wieder Ruhe. Eingesperrt hab ich den Welpen übrigens nie - sich durchs Haus bewegen, an der Balkontür wachen oder was Erlaubtes kauen war völlig OK. Aber meist hat er tatsächlich auf meinen Füßen unterm Schreibtisch geschlafen und wurde erst aktiv, sobald ich aufstand. Das hält der erwachsene Hund heute noch so.
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An dem "eine Stunde ruhen" ist tatsächlich was dran: meine Hündin hat sich als Welpe/Junghund regelmäßig übergeben, wenn sie zu schnell nach dem Fressen draußen aufdrehte. Zum Pinkeln direkt nach dem Futtern gab's daher nur Gartenauslauf und dann totale Pause. Die richtigen Spaziergänge haben wir in große Abstände von den Mahlzeiten gelegt.
Ist mir sonst mit keinem Hund passiert, aber mit dieser hibbeligen, schnell hochdrehenden Rakete war das ein echtes Thema.
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Geduldig und gutmütig heißt für mich, dass viele Rüden eher eine generell freundliche Einstellung zu allem Kleinen, seien es Kinder oder Welpen, mitbringen und viele Hündinnen da selektiver vorgehen und sich sehr viel schneller sehr viel mehr verbitten.
Natürlich heißt das absolut nicht, dass einer von beiden sich alles gefallen lassen müßte - aber angesichts dessen, dass selbst Eltern nicht unfehlbar sind, wäre mir ein grundsätzlich entspannter und ja: gutmütiger Hund für den Kinder-Alltag einfach lieber.
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Meiner Erfahrung nach sind es eher die Rüden, die gutmütiger mit Kindern sind, Hündinnen reißt da schon eher mal der Geduldsfaden.
Ist aber letztlich eine individuelle Sache. Ich bin die Frage hier praktischer angegangen: von einer kleinen, zum Größenwahn neigenden Rasse nehme ich lieber eine Hündin, weil die sich bei den vielen Hundebegegnungen, die wir hier täglich haben, generell deutlich diplomatischer durchschlängelt. Eine kleinen Rüden zu führen, der bei jeder Auseinandersetzung ein doch sehr hohes Risiko hat, zerlegt zu werden, hätte ich nicht die Nerven.
Sobald der Hund so groß ist, dass er sich selbst notfalls gut schützen kann, das also kein Faktor ist, ist mir das Geschlecht egal. Pro & Contra haben beide, und da würde ich allein nach dem individuellen Hund wählen.
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Wenn's mein Hund wäre, würde ich tatsächlich erstmal mit einem Maulkorbtraining den Streß nehmen - und zwar allen beiden. Das muß doch kein Dauerzustand sein, aber ich würde die Situation erstmal in Ruhe sortieren wollen, ohne das latent blöde Gefühl, dass der nächste Ausraster richtig böse Folgen haben könnte.
Diesmal war ja noch sehr viel Glück im Spiel - man braucht sich aber nur vorzustellen, was jetzt für Hund und Halter anläge, wenn die Kollegin nicht so verständnisvoll reagiert hätte.