Meine broken-coated Russells schaffen/schafften beide eine ansehnliche Bürste, aber jetzt, wo ihr es sagt: bei meinem ziemlich kurz- und drahthaarigen Airedale habe ich nie eine gesehen, und ebensowenig bei der lockigen, wolligen Airedalehündin meiner Nachbarn.
Beiträge von terriers4me
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"Wann fing denn deiner Meinung nach die Rassehundzucht an und was war davor?"
Die Rassehundezucht fing an, als der Mensch die ersten Hunde aus Wölfen herausselektierte und für seinen Gebrauch zu optimieren begann - sie ist etwa so alt wie die Hundehaltung selbst. Allerdings ging es da jahrhundertelang fast nur um einen praktischen Verwendungszweck, es wurde also eher spezielle Hundetypen zur Arbeit oder auch als Statussymbol gezüchtet. Aber gezüchtet, also gezielt und mit Selektion (die früher sehr viel brutaler ausfiel) auf einen Zweck hin vermehrt, wurde der Hund, wie alle Haustiere, seit er domestiziert wurde.
Das, was wir heute unter Rassehundezucht verstehen, also die Produktion oft reiner Luxushunde mit vorgegebenem Aussehen, begann mit den ersten Hundeschauen im viktorianischen Großbritannien. Also vor roundabout 120 Jahren. Und schon damals gab es sehr heftigen Streit darum, ob es sinnvoll sei, ein Gebrauchstier wie den Hund rein auf Schönheit zu züchten. Einige Rassen habe sich darum schon damals in Show- und Arbeitstiere gespalten.
Das ist also ein vergleichsweise neuer Trend, der sich in unserr Überflußgesellschaft deutlich verstärkt hat - aber die Rassehundzucht an sich ist so alt wie das Haustier Hund.
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Es kann wirklich sein, dass die Hündin, die jetzt gerade erwachsen wird, zum ersten Mal so richtig scheinschwanger ist (du schriebst ja was von "war gerade läufig") - da kann eine Hündin ausgesprochen aggressiv auf andere Hunde reagieren, die sie nerven, zum Beispiel einmal zu oft anspielen.
Aber für die Praxis ist es ja egal, was der letzte Auslöser war - ich würde mich auch dem Rat anschließen, beide nicht mehr ohne Maulkörbe laufen zu lassen, bis du wirklich sachverständige Hilfe hast.
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Bürsten natürlich - aber eben erstmal mit einem Noppenhandschuh oder mit etwas, das er nicht so total negativ verbindet. Ein Dackelmix wird ja (hoffentlich!) kein so enormes Fell haben, dass das nicht für eine Übergangszeit reicht?
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Ich würde die Bürste erstmal total aus seinen Blickfeld verschwinden lassen und mir einen Gummiputzhandschuh besorgen. Sowas in der Richtung:
Damit würde ich erstmal in kleinen Schritten daran zu gewöhnen versuchen, dass Bürsten an sich durchaus angenehm sein kann. Wenn das irgendwann klappt, kannst du in kleinen Schritten auch die Bürste wieder einführen - aber wenn er im Moment schon so auf ihren bloßen Anblick so abwehrend reagiert, würde ich ihn das erstmal nicht mehr zumuten.
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Genau so sehe ich das auch - eine große vergebene Chance.
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"Naja, normaler Wildgehege-Zaun lässt sich problemlos überklettern."
Das ist mit Sicherheit so - was ich daran frappierend finde, sind die Experten, die auch heute noch in Interviews erklären, Wölfe sprängen generell nachts keine "sicheren" Zäune, weil sie nicht abschätzen könnten, wo sie landen und für das Risiko zu vorsichtig wären.
Hab ich gerade wieder gelesen,weiß leider nicht mehr, wo - ein nächtlicher Sprung aus zwei Metern Höhe paßt da irgendwie mal wieder nichts ins Schema...
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Was ihm aber schleunigst wieder beigebracht werden sollte, ist der Respekt vor Menschennähe. Laut dem Zeitungsartikel war das betroffene Gatter einen Meter (!) vom Haus entfernt, das heißt in allernächster Menschennähe.
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Wir hatten früher eine vergleichbare Situation, ein intaktes Mutter und Sohn-Gespann, zu dem immer mal ein erwachsener Wurfbruder für kürzere oder längere Zeit dazukam. Es knallte immer einmal richtig zwischen Rüden, dann herrschten Ruhe und Harmonie.
Nicht zuletzt, weil ich dann sehr genau raushatte ,was ich unterbinden mußte: nämlich genau dieses Gepose und Gestelze, was du da beschreibst, und das schnell in einer Klopperei endet. Wenn einer der Jungs mal aus triftigem Grund knurrte, kein Problem, aber dieses provokative "ich bin hier der Größte"-Getue hab ich immer im Keim erstickt. Erst damit, dass beide auf ihre Plätze gehen mußten, später reichte eine Mahnung.
Ich hatte da allerdings auch Glück: das Sagen in diesem kleinen Rudel hatte Mutti, und zwar unbegrenzt, und insofern hatte keiner der Brüder irgendwelche Führungsambitionen. Im Gegenteil: die schienen immer erleichtert, dass wir ihnen den Rahmen vorgaben und ihnen notfalls auch mal die rabiate alte Hündin vom Hals hielten.
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Spurlos, also ganz locker, über zwei Meter Zaun direkt am Wohnhaus:
Zehn Damwildrisse in Dinslaken - Schermbeck Online
War da nicht mal was mit 90 cm und "wolfssicher"?