Beiträge von terriers4me

    Vermutlich müßte dein Hund so etwa einen mittleren Strauch verzehren, um ernsthaft Schaden zu nehmen. Hier fressen sogar die Dreikilohühner ab & an Holunderhäcksel, ohne dass was passiert.

    Der kauwütige Hund hier mochte/mag den übrigens überhaupt nicht, Holunder hat einen starken Eigengeschmack.

    Ja, ich habe mir gezielt eine Hündin angeschafft, aus einem eher praktischen Grund: Wir müssen in unserem kleinen Hundewäldchen täglich mit -zig freilaufenden Tutnixen klarkommen, fast alles große Rüden. Da lebt mir ein Siebenkiloterrier, der sich für Napoleon hält, einfach zu gefährlich. Die Hündinnen haben sich da bis jetzt immer deutlich diplomatischer durchgeschlängelt - deutlich weniger Streß für uns beide.

    Ich würde mich denen anschließen, die den Border ins Spiel bringen, wenn es ein Terrier sein soll - ich kenne hier mehrere Familien, die mit einem Border Terrier sehr glücklich geworden sind. Oder sogar mit mehreren. Die haben die Pfiffigkeit und Fröhlichkeit der Terriersippe, sind aber nicht mehr solche Arbeitshunde wie der PRT und deutlich verträglicher.

    Foxterrier und Jack Russell sind lange ein und dieselbe Rasse gewesen und haben sich erst um 1900 getrennt, weil die Foxterrier-Leute auf Schauen wollten und den Hund dafür größer und "schöner" gezüchtet haben. Der Russell ist der bei seiner eigentlichen Arbeit gebliebene Foxterrier, der bis vor 30 Jahren mit Showkram wenig belästigt wurde und ein Arbeitstier bleib.

    Was deine Frage beantwortet: Der Foxl ist schon ein paar Generationen weiter von seinem jagdlichen Ursprung entfernt, war schon mal totaler Modehund und ist daher nicht mehr so sehr der spezialisierte Hochleistungsjäger wie sein "kleiner Bruder" PRT.

    Da ist die Chance größer, einen Hund zu erwischen, der nicht mehr so massiv auf Jagen gepolt ist wie der PRT. Foxl können ganz, ganz tolle Hunde sein, clevere Clowns, aber die Terriereigenschaften, viel Jagdtrieb (auch auf die Hauskatze), das schnelle, eigenständige Reagieren und oft die Unverträglichkeit mit Gleichgeschlechtlichen, haben auch sie behalten.

    Mit PRTs gibt es eigentlich nur zwei Probleme: wenn sie von jemandem kommen, der nicht sehr sorgfältig und mit viel Können züchtet, ist die Gefahr, ein charakterlich unangenehmes Exemplar zu erwischen, tatsächlich sehr groß. Kommen sie aber aus einer guten Zucht, sind sie eben, was sie sein sollen: jagdliche Hochleistungskanonen.

    Ja, der Charakter ist trotzdem entzückend (ich bin ihnen seit fast 20 Jahren total verfallen), weil Foxterrier (das sind sie ja eigentlich) immer nebenher auch beliebte Familienhunde waren. Aber glaub mir bitte: die jagdliche Ambition ist ebensowenig zu unterschätzen wie der Hang zum absoluten Hochdrehen.

    "Wer sich in seinen Zonen aufhält, muss mit sowas rechnen."

    Bezieht sich zwar auf den menschenfressenden Tiger, ist aber genau die Einstellung vieler Wolfsfans - da ist die hämische Schadenfreude kaum zu übersehen. Besonders widerlich, weil es von Leuten kommt, die sicher, warm, satt und schön weit weg an der Tastatur sitzen.

    Solange es nicht sie und ihre eigenen Haustiere trifft: absolut ja.

    Die Kommentare vieler Wolfsfreunde sind an Erbarmungslosigkeit gegenüber Mensch und Tier kaum noch zu überbieten. Da geht es immer nach dem Motto: Selbst schuld (daran, dass deine Tiere gerissen werden) - und dieses Motto dürfte sich nach dem ersten menschlichen Toten erst recht nicht ändern.