Beiträge von terriers4me

    Er hat doch sehr deutlich, begründet und nachvollziehbar geschrieben ,dass es ihm um den Schutz der Hunde geht?

    Und das ist wieder ein Punkt, wo ich einfach nicht mehr mitkomme: Wie oft hört man, oder kann es hier im Forum nachlesen: "Wer Hand an meinen Liebling legt, kann sich warm anziehen - ich würde notfalls alles tun, um meinen Hund zu verteidigen."

    Und sobald der Hund im Jagdeinsatz ist, gilt das alles nicht mehr? Da muß der Besitzer dann notfalls eben einfach zusehen, wie er gekillt wird, weil: das ist ja Natur, und ein vorbeugender Schreck für die heiligen Wölfe ist viiiiiiel schlimmer als ein toter Hund ?

    Sehe ich auch so - was sollen die Jäger denn sonst tun? Warten, bis die ersten Treiber direkt auf futterverteidigende Wölfe stoßen? Hier geht's doch weder darum, die Tiere auszurotten noch auch nur zu beschädigen, sondern lediglich aus einer bestimmten Situation zu vergrämen - und das geht nun mal nicht ohne Schreck.

    Dass man das überhaupt rechtfertigen muß, zeigt eigentlich nur, wie weit Vernunft und gesunder Menschenverstand sich inzwischen aus der ganzen Wolfsverherrlichung entfernt haben. Das ist wirklich beängstigend.

    Was ich dabei lustig finde ist, dass dieselbe Fraktion, die sich da jetzt aufregt, auch oft und gerne "Herdenschutz" fordert. Was glaubt man da eigentlich, was HSH da notfalls mit Wölfen anstellen? Sowas Harmloses wie einen Schreckschuß wohl eher nicht?

    Der Terrier ist absolut cool! Und nein, alt sind die in dem Alter wirklich noch nicht. Da geht die Familie meiner Hündin noch ganz regulär auf anstrengende Jagden, die ganze Saison über.

    Meine ist inzwischen neun, und eigentlich merkt man nix davon. Aber als sie heute morgen ein paar nervende große Junghunde sehr knurrig abgefertigt hat, statt mit ihnen zu rennen ,dass die Heide wackelt, hab ich zum ersten Mal gedacht, dass sie nun wohl doch alt wird...

    Unverträgliche Russells sind erstmal eigentlich ein Widerspruch in sich: Ursprünglich arbeiteten diese Terrier zu mehreren, einer Meute großer Jagdhunde zu. Wer da stänkerte, war ganz schnell tot. Und innerartlicher Streß statt Jagderfolg war von den Jägern auch nicht angestrebt. Eine generelle Freundlichkeit und Verträglichkeit gehörte bei diesem Hund also einfach dazu.

    Andererseits aber auch eine gewisse Artgenossenaggressivität: Der Fuchs, die ursprüngliche Beute, ist ja kein klassisches Beutetier wie ein Kaninchen oder eine Ratte, sondern fällt eher in Richtung "Artgenosse" - und muß trotzdem angegangen werden.

    Das beides züchterisch zu balancieren, ist schwierig, und so gibt es inzwischen Unmengen von Russells, die zwar noch die Grundgriffigkeit haben, bei denen aber die Freundlichkeit zu wünschen übrigläßt.

    Die dann noch schlecht geführt - und fertig ist der Schrecken der Nachbarschaft.

    Ich würde da auch zum Do it yourself raten - Trimmen ist wirklich keine Atomphysik. Man kann sich zuhause mehr Zeit nehmen, muß den Hund also nicht mit Endlos-Sitzungen stressen, und kann genau so "frisieren", wie man den eigenen Hund möchte.

    Ich hab das vor -zig Jahren mit meinem Airedale angefangen, weil ich den Hund lieber im "rolling coat", also in einem ständig leicht durchgetrimmte Fell haben wollte, damit er überhaupt nicht haart und (als praktischer Allwetter-Reitbegleithund) rundum kürzer gehalten ist als der Standard. Zu lernen (damals noch aus Büchern) war das wirklich nicht besonders schwer.

    So, wie du das beschreibst, ist die Hündin einfach massiv aggressiv gegen kleinere Artgenossen, nix mit Jagdtrieb. Wobei ein Sheltie ja nicht mal mehr unter "ganz klein" fallen würde, insofern würde ich auch deine Bedenken als berechtigt ansehen: Sehr gut möglich, dass sie mit weiterem Erwachsenwerden irgendwann auch auf größere Hunde geht.

    Ich schlage generell um jeden Bullen einen weiten Bogen, nachdem ich da einiges mitbekommen habe - die Burschen sind mir einfach sehr unheimlich.

    Wir hatten mal unsere Ponys zum Nachweiden auf einer Koppel mit einer Charolais-Herde. Der Bulle war, anders als die meisten Schwarzbunten, wirklich ein absolutes Herzchen und hat nie jemandem was zuleide getan. Aber ein Pferd von dieser Riesenkoppel holen, während dich jemand von der Größe einer mittleren Lokomotive samt seinen Damen interessiert begleitet und ab und zu laut anschnauft - mir haben jedes Mal heftig die Knie geschlottert. Und ich war heiß dankbar, dass sich mein alter Wallach tatsächlich gut rufen ließ - vorausgesetzt eben, er hörte mich auf dem Riesengelände überhaupt.

    Die Frage wäre heutzutage wahrscheinlich: Ist ein griffiger Bulle gefährlicher für Wölfe - oder doch für seine Besitzer? Und wer geht dieses Risiko ein?