Meine kleine Hündin würde für selbstgemachten Kartoffelbrei mit Sahne und Muskat vermutlich morden. Sie flippt schier aus, wenn sie den nur riecht. Also kriegt sie immer was ab, und die Gewürze haben ihr auch noch nichts geschadet. Es soll ja kein Alleinfutter sein.
Beiträge von terriers4me
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Ich würde dir auch empfehlen, eine Blutuntersuchung machen zu lassen. Bei meiner Hündin lag die Ursache für den Fellverlust am Ende in einer schweren Schilddrüsenunterfunktion. Seit die ausglichen ist, ist der Pelz dicht und blank - vorher hatten alle hier genannten Zusätze nichts gebracht.
Was einen seltsam fressenden Hund angeht: Meine vorherige Hündin war schwer stoffwechselkrank, vertrug fast nichts und lebte fast nur von magerem Rinderhack, Huhn und Hirseflocken. Ich hab ihr Futter dann, auf Anraten der TÄ, mit Caniconcept Senior ergänzt. Damit kam sie trotz der einseitigen Ernährung prima klar, und das Fell sah auch prima aus. Allerdings mußte ich die Tabletten zu Pulver zermahlen und ins Futter mischen, so nahm sie sie nicht.
Auf jeden Fall: Viel Glück für den Senior!
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Diese Fabel stammt auch noch aus Wolfszeiten - da kann der Junge auch nichts tun als rufen. Man kann sich seine Lage plötzlich wieder vorstellen - das hätte ich auch nie gedacht..
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Ich mußte auch erstmal ausgiebig nachlesen, weil mir das nicht klar war - es ist aber wirklich sehr spannend, auf diese Weise auch sowas zu erfahren.
Auch wenn es einen nicht gerade zuversichtlich stimmt, was Wolf und Weide angeht. Als das Theater losging, haben wir noch gedacht, Elektrozäune - die es früher ja nicht gab - wären das Allheimittel, aber inzwischen haben die Wölfe ja leider gezeigt, dass sie das auch nicht aufhält.
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Sventje, in Deutschland wurde Herdenschutz durch regelmäßige, intensive Wolfsjagden betrieben. Zudem gingen alle Tiere, vom Rind bis zur Gans, nur gehütet auf die Weide. Oft wurden als Hirten Kinder eingesetzt, und die kamen in Wolfsgebieten durchaus öfter mal zu Tode. In Gebieten, wo das heute noch ähnlich ist, sind die Hirten bewaffnet und töten übergriffige Wölfe, wo sie sie erwischen.
Für Weidewirtschaft, wie wir sie heute kennen, war die Verdrängung des Wolfes aus Deutschland absolute Voraussetzung. Weide und Wolf nebeneinander hat es hier noch nie gegeben. Eine Tatsache ,die gern unterschlagen wird, wenn man von der "Rückkehr" des Wolfes in "seine Heimat" spricht. Vor 200 Jahren, als es, wenn auch eher spärlich, die letzten residenten Wölfe hier gab ,sah die "Heimat völlig anders aus.
Wölfe kommen also nicht "zurück", sondern neu in einen grundlegend veränderten Lebensraum - und wir dürfen im Moment da alle an einen großen Freilandexperiment teilnehmen.
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Ich kann mich den anderen da nur anschließen: du brauchst eine Lösung, und du brauchst sie schnell. Wenn eine erwachsene Hündin eine andere erwachsene Hündin so aufs Korn nimmt, wie du es hier beschreibst, ist Hopfen und Malz verloren. Dann sieht sie sie als Eindringling in IHREM Revier, und Hündinnen sind wirklich nicht zimperlich dabei, sich solcher Eindringlinge zu entledigen. Was du erlebst, ist gerade erst der Anfang.
Wochenlang räumlich trennen wäre vielleicht eine Option ,wenn es sich um zwei gleichstarke, gleich selbstbewußte Tiere handeln würde. Tut es aber nicht. Deine erste Hündin ist absolut unterlegen ,und sie erlebt gerade den Zusammenbruch ihrer gesamten kleinen Hundewelt: In ihrem bisher sicheren Zuhause, in Gegenwart ihrer Menschen, wird sie permanent attackiert. Und sie kann nichts dagegen tun, weil ihr die Angreiferin total überlegen ist. Kannst du dir ungefähr vorstellen ,wie sehr sie da leidet? Sie tut ja alles, um euch das zu zeigen.
Wenn du die Hündinnen jetzt räumlich trennst (was du eh tun mußt, wenn du auf das Leben deiner Ersthündin Wert legst), kann sie vielleicht körperlich nicht mehr attackiert werden, der Streß aber bleibt der Gleiche. Sie weiß, dass die Rivalin ständig präsent ist, weiß aber eben nicht, dass ihr trotzdem nichts passieren kann und lebt unter Dauerangst. Willst du ihr das wirklich wochen-, gar monatelang zumuten?
Ich drücke euch schwer die Daumen ,dass die Organisation euch nicht hängen läßt, sonst wird euch tatsächlich nichts bleiben als der schnelle Weg ins Tierheim.
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Ich kann dir auch nur raten, die Zweithündin schleunigst zurückzugeben - Feindschaften zwischen Hündinnen haben nichts mit "Prinzessinnenstatus" zu tun, sondern mit Unverträglichkeit gegenüber Gleichgeschlechtlichen, und sie enden schnell mal blutig oder sogar tödlich. Das würde ich meinem kleinen, jetzt schon so sichtbar leidenden und terrorisierten Ersthund niemals antun.
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Ich hab, als alter Wolfsfan, vor -zig Jahren die Bücher von Erik Zimen gelesen, und auch ein Interview mit ihm. Da wurde er gefragt, ob er sich je wieder Wölfe in D vorstellen könne. Die Antwort war sinngemäß, dass er sich Wölfe höchstens in ein, zwei Habitaten vorstellen könne, falls überhaupt - überall sonst würden sie einfach zu viele Konflikte mit sich bringen.
Über die Idee, dieses Land flächendeckend mit einer in der Welt einmaligen Wolfsdichte zu überziehen, hätte er wahrscheinlich herzlich gelacht. Ich vor ein paar Jahren übrigens auch, aber inzwischen scheint uns der Irrsinn ja wirklich zu überrollen.
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Schon absolut faszinierend, wie schnell sich die Dinge entwickelt habe: Vor ganz kurzer Zeit noch hieß es, Wölfe seien SO scheu, dass Menschen eh nie einen zu Gesicht bekommen würden.
Jetzt wird schon ganz selbstverständlich darüber diskutiert, wie man eigentlich reagieren soll, wenn Wölfe (Plural) sich mitten im Lärm, Streß und Trubel einer Drückjagd, mitten zwischen Mensch und Hund, in aller Gemütsruhe sattfressen und gar nicht daran denken, so ein Umfeld zu meiden.
Wo wir da wohl in fünf Jahren sind?
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Es hat doch nicht im Geringsten etwas damit zu tun, dass der Wolf "böse" sein soll. Er ist einfach ein hochgradig lernfähiger Spitzenprädator, der so, wie es im Moment läuft, gerade darauf konditioniert wird, dass Jagden leichte Beute bedeuten . Mit all der Gefahr, die das für die arbeitenden Hunde (und durchaus auch Menschen)heraufbeschwört.
Da möchte jetzt jemand zum Schutz dieser Hunde gegenkonditionieren, sprich: vergrämen. Nichts weiter - wo, um Himmelswillen, soll da das Problem stecken?
Was Hunde in anderen Arbeitseinsätzen angeht: Ich gehe da einfach mal davon aus, dass jeder Hundeführer alle Mittel einsetzt, die ihm zur Verfügung stehen, um das Risiko für die Tiere so gering wie möglich zu halten. Warum soll das bei einem Jagdhund anders sein?