Sprudel, die Pferdejagd war in derselben Ecke, in der der Arbeiter gebissen worden sein soll, Kreis Rotenburg/Wümme. Ist zwischenzeitlich auch offiziell als Wolfsangriff bestätigt worden - und Hannoveraner sind ja nicht gerade klein:
Beiträge von terriers4me
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Von Schafhaltern wird das jetzt schon verlangt - jedenfalls hab ich neulich gelesen, ein Schleswig-Holstein hätte ein Offizieller gesagt, an Weidetierrisse müßte man sich eben "ein Stückweit gewöhnen".
Was ja übersetzt nichts weiter heißt als ein schulterzuckendes: "Eure Viecher sind nun mal Futter, also macht da mal keinen Aufriß drum. Hauptsache, dem Wolf geht's gut."
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Ja - und um das so zu halten, müssten zaunüberwindende Rudel wie in Skandinavien schlicht geschossen werden ,bevor die Jungen das Wissen an eigenen Nachkommen weitergeben können. Und zwar schnell und konsequent, bevor die Zahl außer Kontrolle gerät.
So bitter das ist (ich finde Wölfe ja eigentlich auch toll) - ich kann mir nicht vorstellen, wie das bei einem so lernfähigen Großraubtier anders gehen soll. Und auf lange Sicht die komplette, artgerechte und ökologisch wertvolle Weidehaltung zu opfern, damit sich die Wölfe bloß bei uns wohlfühlen, ist ja nun absoluter Irrsinn.
Ich hoffe sehr, ich sehe da zu schwarz - und ich drücke wirklich fest die Daumen ,dass ihr auch weiterhin von dieser Angst verschont bleibt!
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Ja, das ist auch meine große Sorge - ich habe eine dreißigjährige Islandstute, die ihren Ruhestand in Schleswig-Holstein auf 20 Hektar wirklich im Paradies lebt. In einer großen Herde, sogar mit Töchtern und Enkelinnen, und tiptop eingezäunt. Gegen entschlossene Wölfe würde das aber nicht reichen, zumal wir die 20 Hektar wg. uralter, geschützter Eichen rundum nicht mit Untergrabeschutz versehen könnten/dürften. Hunde entfallen ebenfalls wg. ständigem Publikumsverkehr, nächtliches Aufstallen bei der Herdengröße dito. Und als I-Tüpfelchen ist das ganze Areal in Sichtweite der Autobahn. Wenn die Ponys je durch die Zäune getrieben werden - nicht auszudenken.
Da den Wölfen ja wegen Weidetierrissen nirgendwo in Deutschland auch nur das Geringste passiert, müssen wir wohl damit rechnen, dass sie in Zukunft immer dreister werden - und das macht schon sehr Sorgen.
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Ich finde diese Ignoranz um so schlimmer, als jetzt gerade noch Zeit wäre, die Spielregeln zwischen Mensch und Wolf eindeutig klarzustellen. Es sind ja lange nicht alle Rudel, die auffallen, und wenn die Auffälligen ganz konsequent per Schutzjagd nach skandinavischem Vorbild entnommen würden, wäre die Chance sicher groß, dass die Verbleibenden scheu würden und blieben.
Stattdessen wird - aus Angst wovor eigentlich? EU-Gesetze können's ja nicht sein, siehe Skandinavien - so lange taktiert und rumgeeiert, bis es zu spät ist.
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"Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Wolf, der die Lage sondiert, sofort zubeißt? Würde er vor der plötzlich nach hinten gestreckten Hand nicht erstmal ausweichen (genug Platz war wohl offensichtlich vorhanden), anstatt gleich auf Angriff/Verteidigung zu gehen?"
Wenn es wirklich Wölfe waren, paßt das, ebenso wie das Knabbern an Joggern in der Göhrde oder jetzt in Walsrode, geradezu unheimlich gut in dieses Eskalationsmodell von Geist, über das immer so herzlich gelacht wird:
„Er präsentierte ein Modell der Eskalation, mit mehrerenStufen. Demnach beobachten Wölfe zunächst eine Siedlung, bleiben ihr aber nochfern. Anschließend wagen sie sich dichter heran. Sie reißen zunächst Nutztiere,oft nachts, später auch tagsüber. Danach, so Geist, würden Menschen als Beutegetestet, zuerst vorsichtig, durch ein Zerren an der Kleidung beispielsweise.Schließlich folge – wenn die Wölfe nicht vertrieben würden – ein Angriff, dertödlich ausgehen könne.“
Quelle: https://www.zeit.de/2015/14/tiere-…komplettansicht
Halbstarke, die einfach mal austesten,was geht, wenn so ein Mensch sich gerade klein gemacht und den Rücken zugekehrt hat? Insofern war ein Hammer da sicher die richtige Antwort.Hoffen wir mal, sie merken sich's - egal ob Wolf, Hybride oder Wolfhund.
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Hier steht, dass es ein Zootier war - soweit ich mich erinnere, stammte es von einem privaten Besitzer und wurde nur als Wolf identifiziert, weil ein Polizeihundeführer ihm in Bremen beim Gassigehen begegnete.
Auf jeden Fall: Das Kind wurde sogar getötet:
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In Bremen war es, soweit ich weiß, eine klassische Geschichte von Doofheit und Unverantwortlichkeit, die schrecklich endete: Ein Wolf, der privat als Haustier gehalten (und auch mal in der Innenstadt ausgeführt) wurde, dann eher zufällig als Wolf identifiziert, beschlagnahmt und mit einem Artgenossen vom gleichen Besitzer in einen Zoo verbracht werden sollte. Unterwegs brach dann einer der Wölfe aus und fiel das Kind an.
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"Erstmals in der Canidenforschung" kann wohl kaum stimmen - das hat Erik Zimen schon vor gut 40 Jahren gemacht, und sein Buch darüber ist immer noch richtig lesenswert.
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Ich find's auch immer wieder verblüffend, wie sehr viele Hunde Gewürze lieben. Meine jetzige Hündin steht auf Anis, das ja auch für andere Tiere ein bekanntes Lockmittel ist. Ihre kranke, futtermäkelnde Vorgängerin verschlang plötzlich jedes Fleisch, wenn's bloß mit Lorbeer gekocht war. Und unser alter Rüde, normalerweise eher zurückhaltend, saß regelrecht sabbernd vor dem Ofen, sobald Aufläufe mit gut Knoblauch drin waren. "Ohne" interessierten sie ihn nicht.
Ich sehe auch absolut keinen Grund, Hunden nicht mal was Feines abzugeben, solange sich das in vernünftigen Grenzen hält, will heißen: solange der Hund es verträgt und nicht beim normalen Futter zu mäkeln anfängt.