Das ist so verschieden, wie Hunde verschieden sind. Der alte Schäferhund unserer Nachbarn ist seinem Labrador-Freund buchstäblich hinterhergestorben, der kam ohne ihn einfach nicht klar. Meine Terrierhündin, die seine beste Freundin gewesen war, hat nach seinem Tod lange nach ihm gesucht und deutlich auf ihn gewartet.
Während unser alter Rüde in dem Moment, in dem seine Mutter starb, einmal laut und langanhaltend heulte wie ein Wolf - und dann in einem Maße aufblühte, dass es schon fast peinlich war. Mit Worten hätte er nicht deutlicher sagen können ,wie erleichtert war, die Alte endlich los zu sein und als Einzelhund im Mittelpunkt zu stehen.
Ähnliches erlebten Freunde dieses Jahr mit ihren Hovawart-Hündinnen: Als die Alte starb, lebte die Jüngere fast sofort total auf. Die einzige Anteilnahme die sie zeigte war, nach der Beerdigung und danach noch tagelang das Grab ihrer Kollegin zu markieren. Ansonsten wandte sie sich völlig ihren Menschen zu und genoß das Plus an Zuwendung total.
Alle drei Hundepaare hatten völlig harmonisch miteinander gelebt - es ist also wirklich nichts vorhersehbar.