Beiträge von terriers4me

    Ich drück die Daumen, dass es hilft!

    Hier ist der Hund nach dem kleinen bißchen Bier auch kaum zu erkennen, immer noch aufgeregt zwar, läßt sich das Geknalle aber jetzt sogar schönfüttern. Kein Vergleich mit dem keuchenden, sabbernden und augenverdrehenden Wrack, das sie nüchtern war. Wenn sie sich so hält, kommen wir trotz des jetzt schon stundenlangen Dauergeknalles gut klar.

    Hier knallt es seit der Dämmerung schon gewaltig, und so gab es um vier das erste Bierchen - ein Espressotässchen auf acht Kilo Hund. Hat insofern was gebracht, als sie sich relativ ruhig unter den Schreibtisch auf meine Füße verkrochen hat und sogar noch Leckerchen nimmt. Stocknüchtern war sie bei so einem Geräuschpegel schon am Schlottern, Sabbern und ziemlich unansprechbar.

    Später gegen Abend werden wir nochmal ein Täßchen nachlegen, dann ist aber auch gut - ich will den Terrier ja nicht wegballern, nur etwas entspannter kriegen, und das scheint wieder ganz gut zu klappen.

    Den Mitschissern drücken wir nochmal Daumen & Pfoten für einen halbwegs entspannten Abend!

    Pinky, das ist bei meiner Terrierhündin genauso gelaufen. Fünf Jahren hat die jedes Feuerwerk tiefenspannt verpennt, nach dem sechsten Silvester kam plötzlich die totale Knallpanik. Bei ihr muß es wohl mit der entgleisenden Schilddrüse zusammengehangen haben, seit die eingestellt ist, ist die Angst nicht mehr so irre wie vorher. Aber ihre alte, totale Schußfestigkeit hat sie nie zurückbekommen.

    Wir haben die letzte Runde des Jahres auch halbwegs ruhig absolviert, morgen geht's nicht mehr vom Grundstück. Meine Hündin nimmt Knallen tagsüber noch vergleichsweise sportlich, richtig Angst bekommt sie nachts, wenn sonst alles still ist. Und dann knallt es hier in der Innenstadt leider schon recht deftig.

    Diese lange, sporadische Vor- und Nachballern ist echt eine Qual, viel schlimmer als der Silvesterabend selbst. Den haben wir letztes Jahr mit Hilfe eines gepflegten Bierchens (Tierarztrat) wieder richtig gut überstanden. Aber die die Nächte waren noch lange danach sehr unruhig, weil's irgendwo immer noch knallt, oft bis zum frühen Morgen.

    Mal sehen ,was morgen wird - Bier steht parat und wir drücken allen Mitschissern Daumen & Pfoten!

    Bei meiner ähnlich reagierenden Hündin haben wir es auch so gemacht: Maul auf, Tablette "hinter den Schluckreflex" schieben, also wirklich so tief, dass sofort abgeschluckt wird, Maul kurz zuhalten, fertig. Belohnung danach ging leider nicht, sie nahm einfach nichts.

    Übelgenommen hat sie mir die Prozedur zum Glück trotzdem nicht - für uns beide war ein kurzes, ruhiges, möglichst nebensächlich gehandhabtes Reinschieben deutlich streßfreier als die Prozedur mit den präparierten Leckerbissen, die sie längst durchschaut hatte und die nur zu kompletter Futterverweigerung führte.

    Mit Tauschen hab ich beim letzten Welpen übrigens eher schlechte Erfahrungen gemacht: der kleine Terrier war da einfach zu schlau für mich und verwandelte sich mit der Aussicht auf gute Geschäfte im Handumdrehen in einem Müllsammler der Spitzenklasse. Jede Kippe, jedes Taschentuch, wirklich alles, was sie kriegen konnte, wurde angeschleppt und mir penetrant gegen die Hand gestupst: "Was krieg ich dafür!?"

    Das sah zwar sehr süß aus, weil sie sich dazu sogar auf die Hinterbeine stellte, kulminierte aber in dem unglaublich peinlichen Moment, in dem ich mich im Wald mit drei netten, sehr gepflegten alten Damen unterhielt. Mein Jungterrier verschwand kurz im Gebüsch, kam stolz mit einem gebrauchten quietschrosa Kondom zurück und versuchte penetrant, mir das in die Hand zu drücken - völlig unbeeindruckt davon, dass ich ihn und die Beute nach Kräften ignorierte.

    Ehrlich, das war einer der peinlichsten Momente meiner gesamten Hundehalter-Laufbahn - und danach sind wir dann schleunigst vom Tauschen zum simplen "Aus!" zurückgekehrt.