Beiträge von terriers4me

    Dankbarkeit von einem Hund zu erwarten, ist eine totale Vermenschlichung, so ticken Tiere einfach nicht. Er weiß nicht, was du ihm bietest und alles für ihn aufgibst, und er hat dich nicht darum gebeten. Du wolltest einen Hund haben, nicht umgekehrt.

    Wenn JJ rundum gesund ist, also beim Streicheln keine Schmerzen befürchtet, nicht schlecht sieht oder hört, so dass er sich "überfallen" vorkommt, oder sonst ein handfestes gesundheitliches Problem hat, gehört er wahrscheinlich zu den nicht so seltenen Terriern, die schlicht nicht oft angefaßt werden mögen.

    Wenn er so tickt, empfindet er (ebenfalls wie viele kleine Hunde) "Knuddeln" schlicht als Ganzkörper-Bedrohung und wehrt sich da mit allem, was er hat. Vorwärtsverteidigung ist typisch Terrier, und er hat ja offenbar inzwischen gelernt, dass er sich so das nervige menschliche Getatsche buchstäblich vom Leib halten kann.

    Du willst ihm was Gutes tun, er findet's übergriffig - eine Kette von Mißverständnissen also, unter denen ihr beide leidet. Der Hund ist so sicher auch nicht glücklich.

    Wenn's meiner wäre, ging der erste Weg zum Tierarzt, um körperliche Probleme sicher auszuschließen. Dann würde ich mir einen möglichst terrierkundigen Trainer suchen und den Hund bis dahin sehr sicher führen, also keinen Kontakt mit Fremden, insbesondere Kindern, zulassen und versuchen, meine Hände absolut bei mir zu behalten, auch wenn das schwerfällt.

    Meine Terrierhündin ist übrigens auch von der Sorte, die Streicheleinheiten nicht besonders schätzt. Allerdings wird sie da nie aggressiv, sondern schüttelt sich nur und geht ggfs weg. Ich habe gelernt, das peinlich zu respektieren, obwohl es nach der geradezu streichelversessenen Vorgängerin eine Riesenumstellung war.

    Insofern kann ich deine Enttäuschung schon verstehen - aber Streicheln finden einfach nicht alle Hunde automatisch toll. Für einige ist das schlicht ein Übergriff, den sie sich verbitten. Bloß so dramatisch darf das natürlich nicht laufen - da solltest du dringend jemand Fachkundigen sehen lassen ,was da schiefläuft, bevor ihr endgültig in einen Teufelskreis geratet.

    Die Hunde sind gegenüber so cleveren, taktisch vorgehenden Angreifern so oder so im Nachteil, oder? Entweder sie haben das Netz als Handicap, oder sie stehen auf einem unbegrenzten Territorium gleich vielen Wölfen gegenüber, die sie leicht "ausrennen" und mürbe machen können?

    Sieht für mich als Laien so aus, als hätten die armen Kerle da eher ganz schlechte Karten?

    Und sind die Netze für Nachtpferche nicht angeblich in Frankreich deutlich höher als hier? Ich finde es schon bemerkenswert, wie locker und mit wie viel Luftraum dazwischen der Wolf da mal eben drüberfedert, während die schweren Hunde drinbleiben müssen.

    Der deutsche Text des Videos lautet:

    "Wölfe und Netze

    Seit dem ersten Besuch am Nachtpferch

    eine deutlich entschlossenere Annäherung

    Die Hunde reagieren

    Letzte Annäherung mit Eindringen in den Nachtpferch.

    Man stellt fest, dass

    Die Wölfe (ein Paar) die ganz Nacht mißtrauisch, aber genügend motiviert bleiben, mehrere Annäherungen zu versuchen.

    Es ist nicht vor dem Morgengrauen, dass einer der Wölfe (offensichtlich der Rüde), zur Tat schreitet, während der andere "psychologisch" unfähig erscheint, die Schwelle zu überschreiten.

    Die Schutzhunde reagieren, aber, eingesperrt in den Netzen, können sie die Wölfe nicht genügend beunruhigen und in die Flucht schlagen.

    Diese Schwäche wird dadurch korrigiert werden, dass 2 Hunde in den folgenden Nächten außerhalb der Netze gelassen werden."

    Hab ich auch so verstanden?

    Sowas Ähnliches hatten wir auch mal, war einer der schnellsten Erziehungserfolge ever: Junge JRT-Hündin, die gerade anfing ihren Spaß an der Großwildjagd zu entdecken, trabte ganz ruhig und nichtsahnend durch einen dicht bewachsenen Hohlweg. Aus dem Gebüsch schoß plötzlich eine Ricke, kickte den völlig überrumpelten, hochgradig wasserscheuen Hund mit den Vorderbeinen in eine tiefe Pfütze und verschwand wieder. Ich nehme an, die hatte da ein Kitz liegen.

    Von da an erübrigte sich jede Art von Antijadgtraining - dieser Hund hat NIE wieder ein Reh auch nur angesehen, sondern kam umgehend dicht bei Fuß, sobald eines dieser Ungeheuer in der Nähe war.

    Ja, Trockenfutter ist schwerer verdaulich als Naßfutter - für manche Hunde zu schwer. Ich habe jetzt die dritte Hündin nacheinander, die Trockenfutter überhaupt nicht verträgt, egal, wie gut und teuer es ist. Es ist einfach die Darreichungsform, mit der sie nicht klar kommt: heftige Blähungen und sogar Erbrechen, entweder direkt nach dem Fressen oder, wenn das Trofu eingeweicht ist, am nächsten Morgen. Auch von vielen Dosenfuttern bekommt sie Blähungen, aber nicht so heftig.

    Bei ihrer gewohnten Kost, Frischfleisch mit Getreideflocken & Gemüse, sind die Blähungen total verschwunden. Zumindest auf das Trockenfutter zu verzichten, wäre also sicher einen Versuch wert.