Die Hunde benehmen sich doch super, worüber will man sich denn da beschweren?!
Das ist ja wirklich absurd - mein herzliches Beileid!
Die Hunde benehmen sich doch super, worüber will man sich denn da beschweren?!
Das ist ja wirklich absurd - mein herzliches Beileid!
Um Himmels Willen, geht mit dem Welpen in die Klinik. So schnell wie möglich!
Entweder er ist ganz erheblich jünger, also in Lebensgefahr, oder er ist schwer krank. Und wahrscheinlich ebenfalls in Lebensgefahr. So oder so - deine Freundin ist bei diesem Kauf böse reingefallen.
Was das Gewicht angeht: In dem (angeblichen?) Alter wog mein Terrier, Endgewicht 7,5 Kilo, schon mehr.
Ich fürchte, da ist viel Wahres dran, das deckt sich leider auch mit meinen Erfahrungen: je angriffiger, desto freier. Oft, weil die Besitzer dem Hund eh nicht gewachsen sind und den Dingen dann lieber ihren Lauf lassen - ihr Hund ist ja groß und stabil genug.
Der fieseste Angriff, den wir bis jetzt (klopfaufholz) erlebt haben, stammte von einem freilaufenden Staffmix, der quer über eine Parkwiese auf meinen angeleinten Terrier zuschoß und ihn ohne Vorverhandlungen über den Rücken packte. Frauchen hing derweil kreischend an einem Ridgeback, der sich alle Mühe gab, sich loszureißen und mitzumachen, schaffte es aber zumindest, die Leine um einen Baum zu wickeln.
Solche Angst um meinen Hund hab ich selten gehabt, so hart zugetreten noch nie, und Gottseidank ließ sich der Staff zum Loslassen bewegen und auf Abstand halten. Den Spruch der Besitzerin konnte ich dann kaum glauben: "Was soll ich denn machen? Ich kann schließlich nur einen festhalten."
Leinenpöbeln war bei diesem Vorfall ja offenbar eh nicht im Spiel. Die Zwerge haben panisch zu flüchten versucht, einer konnte wegrennen, einer wurde hochgenommen und noch auf dem Arm attackiert - gepöbelt hat der in diesem Moment tödlicher Angst garantiert nicht.
Ich sehe da nichts als gezieltes, buchstäblich todernstes Jagdverhalten des Dobermanns und kann mir auch nur sehr schwer vorstellen, dass der nicht schon vorher in dieser Richtung auffällig war.
Was mir - und ich halte seit mehr als 40 Jahren Hunde, mittel, groß und die letzten 20 Jahre klein - wirklich enorm auffällt, ist die zunehmende generelle Respektlosigkeit viele großer Hunde Menschen gegenüber. Liegt natürlich, wie die meisten Probleme, am meisten daran ,dass es zunehmend mehr Hunde in unfähigen Händen sind - und "unfähig" bedeutet in diesem Fall "er darf alles, ich schränke ihn nicht ein. Und überhaupt ist mir Erziehen viel zu mühsam".
Entsprechend rüpelig und trampelig ist das Schätzchen dann eben auch zu Menschen, wenn man gezwungen ist, es daran zu hindern, auf einem Vierkilowelpen herumzutrampeln. Sowas war tatsächlich früher deutlich seltener, und ich bin immer froh, dass ich es da bisher fast nur mit Tutnix-Trampeln zu tun hatte. Blaue Flecke und ein vom Anrennen geprelltes Knie hab ich mir allerdings auch dabei schon geholt.
Derart außer Kontrolle und dann noch aggressiv möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen - das endet dann wohl wirklich damit, dass Menschen hemmungslos angesprungen und umgerüpelt werden, um an die Beute auf dem Arm zu kommen.
Eine Horrorvorstellung, und ich denke, die latente Angst vor solchen Kombinationen kennt jeder Kleinhundehalter.
Bügelbretter müssen wirklich gefährlich sein, mein Terrier hatte als Welpe auch enormen Schiß davor. Ganz ohne Bügeln sogar, sie fand es schon total unheimlich, wie sich das Teil laut ausklappte und dann plötzlich als Fremdkörper im Revier stand.
Bei uns hat es zum Glück gereicht, das Brett einfach stehen und den Hund in Ruhe zu lassen. Klein-Terrier hat es erst ausdauernd knurrend und immer zurückspringend umkreist, dann gestellt und verbellt und am Ende wie bei einem gestellten Wild handlungsbereit davorgestanden und sozusagen auf den Jäger gewartet. Ganz großes Welpenkino, und damit war der Feind dann besiegt. Beim nächsten Aufstellen kam nur ein bißchen Geknurr, und auch das gab sich mit der Zeit.
Ich fürchte allerdings, bei eurem Hund hat sich die Panik schon längst so ebenso verfestigt wie bei euch die Sorge, so dass alle Beteiligten da kaum noch rauskommen werden. Muß das denn überhaupt sein, dass ihr euch da noch weiter verrückt macht, sprich: Könnt ihr dem Hund nicht ganz pragmatisch den Kontakt möglichst ersparen?
Und noch was: Den Hinweis auf eventuelle Gesundheitsprobleme solltet ihr ernst nehmen. Als meine Hündin später im Leben plötzlich sehr heftige, unerklärliche Ängste entwickelte, steckte am Ende eine schwere Schilddrüsenunterfunktion dahinter. Muß bei euch natürlich nicht so sein, aber wenn der Hund öfter mal so heftig reagiert, würde ich das vorsichtshalber ausschließen.
Auf jeden Fall: Viel Glück mit dem Bügelbrett des Grauens!
Das liest sich, als hätte sie beim Anfassen massive Schmerzen. Ich würde die Hündin auf jeden Fall nochmal gründlich untersuchen lassen. Und zwar möglichst schnell, denn normal ist das nicht.
Ich glaube, dieses "von oben drauftatschen" ist ein Fehler, den wir Menschen mit unserer Affenvergangenheit sehr oft machen - ohne daran zu denken, dass andere Spezies, Hund oder auch Pferd, solche Interaktionen erstmal gar nicht kennen und sich schnell bedrängt fühlen, wenn ihnen so ein Primat einfach mal eben ins Gesicht faßt.
Ich wette, wenn der Reporter in dem Video den Schäferhund aus respektvollerer Entfernung vorsichtig unter dem Kinn oder an der Brust gekrault hätte, statt ihm so massiv zuleibe zu rücken, wäre überhaupt nichts passiert.
Ich würde mir übrigens auch überlegen, ob JJ sich wirklich in Spiellaune auf den Rücken legt, oder ob das nicht eher ein unterwürfiges, unsicheres "Ich bin harmlos, also laßt mich bitte in Ruhe" bedeutet. Meine kleinen Hunde haben diese Geste eigentlich nur benutzt, wenn sie übergriffige Große, die ihnen zu wüst wurden, "blockieren" wollten, nicht zum Spielen.
Hier ist ein Hund, der am Ende ganz fürchterlich zubeißt - sicher nicht zu vergleichen, aber interessant sind die deutlichen, aber ignorierten Vorwarnungen, die er gibt:
Achte mal genau auf die Zeichen, die der Hund schon gibt, als er "nur" auf dem Kopf getatscht und gestreichelt wird und sich nicht entziehen kann. Mit anderen Worten: als die Menschen ihn noch "okay" finden: Er klappt die Ohren an, dreht den Kopf hin und her, um von der Hand wegzukommen, leckt sich immer wieder die Nase und sieht nach kurzem, "gequältem" Augenkontakt wieder weg.
Falls dir da einiges bekannt vorkommt: Schon so sagt ein Hund, dass ihm das Angefaßtwerden gerade zuwider ist und ihn verunsichert. In seiner Sprache ist das schon sehr deutlich - und wenn es dann noch weiter geht, können einige Hunde auch richtig deutlich werden.
Nur ist das eben nicht "unvermittelt" - es werden einfach die Zeichen übersehen.