Beiträge von terriers4me

    Das Rodewalder Rudel macht wirklich Tierhalter-Alpträume wahr. Jetzt haben sie einen Island-Absetzer gerissen, aus einer Herde heraus, an einem gut frequentierten Wanderweg.

    Mit Gestüt Hrafnsholt hat es diesmal einen sehr bekannten Züchter erwischt, und der finanzielle Schaden dürfte auch nicht ohne sein. Auf das Echo bin ich gespannt.

    Diese Wölfe haben sich in den Monaten des menschlichen Nichtstuns wirklich so sehr auf Weidetiere spazialisiert, dass ich mir kaum vorstellen kann ,dass ein Abschuss nur des Rüden da noch groß weiterhilft.

    Auf jeden Fall der reine Horror - mein Beileid an die Besitzer.

    Singen wirkt echt Wunder. Wir haben früher, wenn wir sehr scheue und sehr zappelige, ganz frisch aus Island importierte Pferde eingewöhnt und trainiert haben, immer das ganze Repertoire von Monty Python durchgesungen und - gesummt. Nachher wackelten die Ponys regelrecht mit den Ohren mit. Am besten kam der legendäre Lumberjack Song.

    Hilft auch wunderbar, sobald man draufsitzt - dann kann man sich beim Atmen nicht verkrampfen, und das beruhigt wiederum das nervöse Pferd.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein Hund da ähnlich reagieren würde. Vielleicht vorausgesetzt, man kann halbwegs singen. Von meiner sehr sensiblen Hündin hab ich mit meinen Gesangskünsten immer eher klagende Blicke eingefangen - die war da deutlich anspruchsvoller als die Ponys.

    Es waren wohl alles eigene Hunde, die Dame hatte drei.

    Und dass er massiv, auffällig artgenossenaggressiv war, gibt selbst die Dame von Tierschutz zu, die in einem der ersten Links hier im Thread zitiert wird (du mußt ggfs mal nachsehen, ich find den jetzt nicht so schnell wieder). Die beschönigt das allerdings als "Marotte".

    Ein Hund, der so eine "Marotte" schon so massiv zeigt, bevor er überhaupt richtig erwachsen ist, klingt schon nach einem ziemlichen Kaliber. Wofür ja auch der angeordnete WT sprechen würde.

    Wenn mein Hund schon so mit Artgenossenaggression auffällig geworden ist, dass er trotz seines jungen Alters zum Wesenstest muß, laß ich ihn doch nicht kurz vorher noch Pöbel- und Zähnefletsch-Duelle mit anderen Hunden veranstalten - selbst dann nicht, wenn dazwischen ein dichter Zaun ist.

    Sch**egal, wer oder was da draußen steht und wie provoziert, in so einer Lage nehme ich den Hund doch SOFORT am Halsband und aus der Situation und lob ihn dafür, wenn er sich auch nur annähernd neutral verhält - schon, um mir nicht jeden Trainingserfolg kaputtzumachen und die anstehende Prüfung zu gefährden.

    Den Hund stattdessen toben zu lassen, bis er auch noch ein Loch im Zaun gefunden hat, macht nicht eben den Eindruck, dass diese Dame dem Halten eines aggressiven Hundes gewachsen war. Milde gesagt.

    Ich bin auch gespannt, was da noch für Variationen kommen werden - das widerspricht sich ja alles ganz schön. Nur das Eingeständnis der Mix-Halterin, dass ihr Hund den Zwerg "angegriffen" hat, ist doch sehr eindeutig.

    ...und, OT: Ja, ich gehe überall, auch bei Freunden, grundsätzlich erstmal den Zaun ab und behalte meinen Hund beim winzigsten Zweifel an der Leine. Aber das können vermutlich nur Halter von extrem erkundungsfreudigen und blitzschnellen Terriern verstehen...

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    Falls das hier zutrifft - und die Aussagen stammen ja von der Besitzerin des getöteten "Boxermischlings" - lag das Fehlverhalten bis zu den tödlichen Stichen allein auf ihrer Seite: Ihr freilaufender, obwohl schon bekannt artgenossenaggressiver Hund ist zu dem Kleinen gelaufen und hat ihn sich gegriffen. ("...gibt zu, dass es ihr Hund war, der den Chihuahua angegriffen hat")

    Ohne dass sie mehr unternommen hat, als zu rufen: "Nehmen Sie den Hund hoch!". Was dem Chi-Besitzer schlimmstenfalls noch eigene Verletzungen eingetragen hätte, wenn ihn der "Boxermix" angesprungen hätte. Hat sie dann noch von dem Besitzer des in dieser Lage chancenlosen Kleinen erwartet, dass er ihrem aggressiven Hund, den sie selbst nicht mehr unter Kontrolle bekam, ins Maul greift?

    Ohne die tödlichen Stiche in irgend einer Weise rechtfertigen zu wollen - dass der Besitzer des Kleinen bei so einem Überfall in Panik geraten sein könnte, kann ich schon nachvollziehen.

    Ich will deine Vorfreude ja nicht beeinträchtigen, aber: Ein elf Jahre alter Jack Russell, von dem du schon weißt, dass er Katzen zum Fressen gern hat? Das ist eine buchstäblich mordsgefährliche Kombination.

    Ich würde mich an deiner Stelle noch einmal sehr genau mit den Rasseeigenschaften des Jack Russells beschäftigen und dann noch genauer überlegen, ob du dir, den Katzen und auch dem Hund das antun möchtest. Mit dem Frieden in deinem Haushalt wird es nämlich vorbei sein, du wirst ständig (ständig!) aufpassen müssen, und trotzdem bleibt die Unfallgefahr groß - ist das wirklich das Lebensgefühl, das ihr euch für die Hundehaltung wünscht?

    Neulich hab ich auf einer Wolfskuschler-Seite gelesen, es sei doch alles easy, sobald die doofen Tierhalter endlich überall Zäune von zwei Metern Höhe ziehen und die natürlich auch noch einen Meter(!) tief eingraben würden. Wer das nicht mache, müsse eben noch eine "saftige Geldstrafe" auf den Schaden kriegen.

    Da fragt man sich dann schon, ob solche Leute eigentlich jemals draußen waren und überhaupt eine Ahnung haben, wie Landschaft eigentlich aussieht? Jedenfalls noch...

    Das stimmt, aber bei Mineralien und Spurenelementen muß man wohl wirklich ein bißchen mehr aufpassen. Sagte mir jedenfalls damals unsere TÄ, die eigentlich recht gut in "Hundefüttern" ist. Ich bin deswegen beim Zufüttern von Ultra-Spur zum Frischfutter geblieben, und, wie gesagt: diese irre Kotfresserei war damit für immer vorbei.

    Was natürlich nicht heißt, dass der Hund sich nicht mal ein kleines Häppchen leckere Hühnerkacke oder einen Happen Pferdemist genehmigt - aber das bleibt sehr im Rahmen, und das finde ich eigentlich auch normal für einen Aasfresser. Nur wenn das so aus der Hand gerät, wie hier beschrieben ,dann stimmt einfach was Grundlegendes nicht.

    Ich habe bis jetzt echt viel Glück gehabt und mit mehreren Hunden in vielen Jahren nur sehr wenige ernsthafte Beißereien erlebt. Am schlimmsten war es, als meine damalige Hündin und ihre Boxer-Erzfeindin einander unvermittelt frei gegenüberstanden - wir hatten beide wegen eines toten Winkels die andere nicht kommen sehen.
    Die wollten sich dann wirklich töten, was um so beängstigender war, als der Boxer bereits einen Spaniel und einen Pudel auf dem Gewissen hatte, und meine Hündin hatte etwa diese Größe. Zum Glück drehte der Besitzer der Boxerin ihr sehr routiniert mit ihrem dünnen Kettenhalsband die Luft ab, so dass ich meine Hündin dann irgendwie auch losbekam - aber sowas möchte ich nie wieder erleben.

    Weniger schlimm, aber auch nicht ganz ohne, war der nicht angeleinte Staff, der von hinten angeschossen kam und meinen kleinen Terrier ohne Vorverhandlungen quer über den Rücken packte. Frauchen hing währenddessen schreiend an einem Ridgeback, der gerne auch mitgemischt hätte - da war keine Hilfe zu erwarten.

    Mir blieb also nichts weiter übrig, als sehr fest zuzutreten und den Staff so drohend anzubrüllen, wie ich nur konnte. Der ließ sich gottseidank beeindrucken und auf Abstand halten - nicht, ohne dass mein Terrier dann seinerseits heftig zuzulangen versuchte. Eine blöde Situation, zumal das Frauchen der beiden Hunde einfach abhaute, ohne mir ihre Kontaktdaten zu geben, und die Tierarztrechnung an mir hängenblieb. Aber ich war trotzdem echt froh, dass es so glimpflich abgegangen war. Hätte sich der Staff nicht so beeindrucken lassen, hätte es böse für meinen kleinen Hund ausgesehen.

    Nach diesem Zwischenfall habe ich wieder Pfefferspray dabei - nicht, weil ich es anwenden möchte, sondern weil eine gewisse Sorte Hundebesitzer doch deutlich vernünftiger reagiert, wenn man ihnen klarmacht, dass ein Angriff nicht nur Spaß, Spiel und Spannung für ihren Fiffi bedeuten würde.

    Aber, wie gesagt: bisher haben wir immer sehr viel Glück gehabt. Vielleicht auch deswegen, weil wir nicht jeden auflaufenden Tutnix gleich als Bedrohung wahrnehmen, sondern erstmal nett begrüßen und auf eine freundliche Begegnung setzen. Das klappt dann normalerweise auch.