Beiträge von terriers4me

    Vergeßt beim Abruf nicht, sie schnell und mit Lob wieder laufenzulassen - das ist am Anfang fast das Wichtigste an der ganzen Übung. Rufst du nur ständig ab, wenn es gerade nötig ist, irgendwas zu unterbrechen, womöglich gerade, während der Hund was Tolles vorhat, lernt er ganz schnell: "Abruf bedeutet: Spaß vorbei" - und gegen diese Erfahrung kommt langfristig auch das beste Leckerchen nicht an.

    Wichtig ist also: Zwischendurch oft mal ohne Grund rufen, loben und belohnen - und dann sofort wieder losschicken, damit der Spaß weitergeht. Das ist eine zusätzliche, große Belohnung. So verknüpft der Hund eher "Abruf bedeutet, sich zwischendurch mal was Feines abzuholen und dann weiterzumachen. Toll!" und du und dein Kommando stehen nicht als Spaßbremse da.

    Viel vom Futter unterwegs zu geben, würde ich unbedingt lassen, weil es absolut kontraproduktiv ist. Mit häppchenweisem Füttern in einer eh schon aufgedrehten Situation kannst du dem Hund ganz massive Verdauungsprobleme quasi anerziehen. Hunde sind dafür gemacht, sich vollzufressen und dann zu ruhen, nicht im Laufen kleine Mengen hastig zu fressen.

    Und last not least: Kotfressen gerade in diesem Alter ist sehr oft ein Hinweis auf einen Mangel, zum Beispiel an Mineralien oder Verdauungsenzymen. Der Hund steckt mit Zahnwechsel und Wachstum in einer Periode großen Bedarfs und versucht notfalls, sich auf diesem Weg zu versorgen.

    Meine vorherige Jack Russell-Hündin war das Intelligenteste und Charmanteste, was mir bisher auf vier Pfoten begegnet ist, mit einer Situationseinsicht und Empathie, die einem wirklich die Spucke verschlagen konnten. Und da lag dann das Problem: . Sie benutzte all ihren Grips und ihren Charme, um genau so zu leben, wie es ihr am besten paßte. Gefordert werden oder sich menschlich verhalten wollte sie da nicht, kooperieren nur, wenn es sich für sie sehr lohnte. Klar, sie tat mir gern mal einen Gefallen, aber sobald ihre Interessen nicht mit meinen konform gingen - Pech für mich. Den berühmten will to please habe in dieser Beziehung eher ich entwickelt.

    Ich habe diesen Hund wirklich sehr, sehr geliebt - aber ich bin heilfroh, dass ihre Nachfolgerin bei aller Schlauheit auch ein deutlich höheres Maß an dem ,was du stupide findest, an hundetypischem Kooperationswillen nämlich, mitbringt. Das macht das Zusammenleben doch deutlich einfacher.

    Will sagen: Überleg dir das gut mit dem hochintelligenten Hund. Du könntest bekommen, was du suchst - und eine ziemliche Überraschung erleben.

    Die armen Tierhalter in Rodewald, diese Typen sind echt noch weitaus schlimmer als ihr Kulttier. Da kriegt man wirklich den innigen Wunsch, die alle mal auf eine Weide voller richtig lebhafter Jungbullen zu verfrachten, die dann natürlich nur spielen wollen.

    Ich hab bei der Keilereiszene auch sehr gestaunt, weil die Besitzerin hinterher nicht nur erklärt hat, beide Hündinnen wären "dominant" und hätten ständig Reibereien, sondern auch, die ältere sei gerade läufig.

    Das würde einem doch bei jedem andere Hund der gesunde Menschenverstand sagen, dass es da ganz sicher übel knallen wird? Und wie ist das mit Kangalen - besteht bei denen nicht die Gefahr, dass sowas in einer unerbittlichen Dauer-Hündinnenfeindschaft endet?