Beiträge von terriers4me

    Wenn ich das so lese, fällt mir immer mein alter Reitlehrer ein, der uns (oft zu unserem totalen Unverständnis) anschrie: "Bestraft nicht das Pferd für eure eigenen Fehler!"

    Genau das macht ihr gerade mit dem Welpen - bitte, bitte hört auf die, die hier wirklich wissen ,was ihr euch da ins Haus geholt habt!

    Ich würde mich gerne noch denen anschließen ,die dir vom Boston Terrier abraten. Ich habe jetzt meinen ersten live kennengelernt, angeblich von einem guten Züchter und gekauft als "frei atmende" Alternative zum French Bully.

    Der Rüde ist anderthalb, sehr quirlig, und es bricht einem regelrecht das Herz zu sehen, wie gerne er mit meiner Terrierhündin mithalten würde. Aber eine kleine Runde Laufen, eigentlich schon die Aufregung einer freudigen Begrüßung, und er keucht, dass ihm Unmengen Sabber aus der Schnauze laufen und das Atmen eher ein Röcheln ist, und laufen kann er dann gar nicht mehr, sondern zittert massiv. Wir gehen immer schnell weiter, weil ich Angst habe, er kollabiert, sobald er sich noch weiter aufspult.

    Wie gesagt, ich kenne bisher nur diesen einen - aber bei dessen Atemproblemen kommt nicht mal der Durchschnittsbully mit. Ist einfach der Fluch aller Kurznasen, und so nett diese Hunde sind - es hat gesundheitlich einfach keinen Zweck.

    Das wäre meines Erachtens auch absolut wünschenswert, ja, so wie bei allen Rassen mit schmaler Basis. Keine Ahnung, was dem eigentlich entgegensteht, vor der FCI-Eintragung lief es ja genau so.

    Ich habe ja letztlich bei einer VdH-Züchterin gekauft, weil ich einen Hund aus ihrer Linie wollte - aber wenn ich die Ahnen mit denen der "Dissidenz-Hunde" vergleiche, sind wir spätestens nach drei Generationen bei denselben Tieren.

    Es sind sechs Züchter in D, aber um deutlich mehr in GB, und soweit ich weiß, wird einiges importiert.

    Und die enge genetische Basis ist leider ebenso das Problem der VdH-Russels, eigentlich der ganzen Rasse von Anfang an. Jack Russell hatte kein Riesenunternehmen, sondern seine Foxterrier als Hobby. Und die eingeschworene Züchtergemeinde für die "echten" JR-Terrier, also die mit einer bestimmten Arbeitsweise (darüber, nicht über das Aussehen wurden sie definiert), war immer eher klein. Ich denke, das dürfte bei allen spezialisierten Arbeitshunden der Fall sein?

    Und das, was seit 20 Jahren als Rassehund VdH-anerkannt ist, als geht ursprünglich auf nicht viel mehr als 30 Tiere zurück, die in den siebziger Jahren in britischen Kennels saßen.

    Solange ein Tierarzt "kompetente Hände" (ich weiß nicht, wie ich's anders ausdrücken soll) hat und seinen Job ruhig und sicher macht, ist mir total wurscht, ob er sich dabei mit dem Hund unterhält oder nicht.

    Ich seh's sogar eher andersrum, seit ich mal bei einem Tierarzt war, der alle Hunde endlos mit "Herzchen" und "Engelchen" zulaberte, statt zuzufassen. Meine Hündin war da am Ende total verunsichert, ich mußte eine zunehmende Gereiztheit unterdrücken, und zu allem Überfluß erwies sich der Typ dann auch noch als totaler Pfuscher.

    Mir sind die Sachlichen, die dabei kompetent mit dem Tier umgehen, weitaus lieber. Für netten Zuspruch bin ich ja da.
    Das ist aber, wie alles im Leben, Geschmackssache - der Herzchen & Engelchen-TA hat eine Menge weiblicher Fans, "weil er so lieb zu den Hunden ist".

    Du hast das Richtige getan und, auch wenn es makaber klingen mag, jetzt selbst auch das Schlimmste hinter dir. Ich kann dir aus der Erfahrung einiger Verluste sagen, dass da absolut nichts so schlimm ist wie die Phase, in der du die Entscheidung treffen mußt.

    Den Hund zu vermissen, ist natürlich auch entsetzlich bitter, aber du kannst immerhin sicher sein, dass Bella jetzt ihren Frieden hat. Sie hätte auf alle Fälle sterben müssen, das haben wir ja leider nicht in der Hand - aber du hast ihr als letzten Liebesdienst den sanften Abschied geben können, den der Krebs ihr nicht gegönnt hätte.

    Jetzt hat sie ihren Frieden, du hast alles für sie getan ,was du überhaupt tun konntest, und ich wünsche dir, dass du mit dieser Gewißheit beruhigt abschließen kannst - und alles Gute natürlich.

    Kann ganz simpel sein, dass der Hund einfach älter wird und seinen Schlafplatz ändern möchte. Sie hat schließlich inzwischen gelernt, das es anderswo im Haus bequemer oder interessanter ist als in einer Kiste.

    Meine kleine Terrierhündin hat mit einem halben Jahr konsequent aufgehört, im Bett zu schlafen und ist lieber ins Untergeschoß gegangen, um da eine Zeitlang auf dem Sofa zu liegen und zu "wachen". Irgendwann nachts kam sie dann zu mir zurück, und sie wechselt auch als Erwachsene gern mal den Schlafplatz, was sie meinetwegen gern tun kann. Ihre Entscheidung.

    Mit Rangordnung hatte das übrigens nichts zu tun, sondern einfach damit dass sie die Babyabhängigkeit von mir verlor und ein Stück erwachsener und unabhängiger wurde.