Diejenigen, die den Herdenschutz nicht hinbekommen (können) beweiden leider oft die Ecken, in den Beweidung am notwendigsten ist, etwa Deiche. Oder halten vergleichsweise wenige Exemplare seltener alter Haustierrassen als Hobby. Ich sehe eigentlich keine Notwendigkeit, sowas für Wölfe zu opfern.
Und um die vorletzte Jahrhundertwende gab es keine Weidewirtschaft wie heute, da wurde gehütet. Mit hohem Personaleinsatz, unter zutiefst erbärmlichen Arbeitsbedingungen oder gleich mit Kinderarbeit, und mit vergleichsweise wenigen Tieren. Und Lebensmittel kosteten für die Durchschnittsfamilie nahezu das gesamte Monatseinkommen. An die Haltung mehrere Hunde mal eben so zum Spaß wäre da nicht zu denken gewesen.
Dahin zurück ist heute wohl eher keine Option mehr, also würde es mit uneingeschränkten Wölfen auf ausschließliche Massentierhaltung in Hallen rauslaufen, ohne die Option, Fleisch beim Bauern nebenan zu kaufen. Der "mußte" ja aufgeben ,der Wölfe willen.
Auch das wäre mir die flächendeckende Ausdehnung dieser in keiner Weise bedrohten Tiere nicht wert. Ich sehe überhaupt keine andere Option, als die Bestände strikt (und ja: per Gewehr!) auf ein umweltverträgliches Maß zu regeln. Wird bei andere Wildtieren in einer Kulturlandschaft genauso gemacht, und der Wolf ist schließlich nicht das Maß aller Dinge.