Was die Pferde angeht: Wenn zwei Wölfe dreißig Hannoveraner angreifen und durch die Zäune jagen, wie letztes Frühjahr geschehen, würde ich mich nicht drauf verlassen, dass einer ein paar Pferde in Ruhe läßt.
Am gefährlichsten ist ja offenbar eh die Panik beim Anhetzen, da sind Pferde nun mal eine Fluchttier-Kategorie für sich.
Und die halb verhungerte Wölfin mit Welpen wird von ihrem letztjährigen Nachwuchs im Fall des Falles sicher bestens versorgt. Wenn die Rodewalder Wölfe schon wieder große Rinder angehen, ist das Rudel ja offenbar noch beisammen. Und selbst wenn die Jugendlichen schon weg sind, wird sie auch kein Problem haben - die Weiden stehen voller Tiere, und sie weiß ja, wie's geht mit der bequemen Beute. Aber ich nehmen an, der Wolfsrüde wird eh an Altersschwäche sterben, und bis dahin noch eine Menge Nachwuchs zeugen und unterrichten.
In einem gebe ich dir allerdings recht: Den Rüden allein zu töten, wird da nichts mehr lösen, das ist zu spät. Das ganze Rudel hätte geschossen gehört, bevor die nächsten Welpen da sind und bevor der auf Weidetiere spezialisierte Nachwuchs eigene Rudel gründet.