Beiträge von terriers4me

    Der eiserne Vorhang, also die stark befestigte Grenze zwischen Ost und West, hat sie lange zurückgehalten. Außerdem wurden Wölfe auch östlich davon überall ganz massiv bejagt. Durch diese harte Verfolgung überall schaffte es höchstens mal ein Einzeltier aus der Sowjetunion und Ostpolen bis zu uns - und das wurde dann auch schnellstmöglich geschossen.

    Generell wurden Wölfe überall wo sie vorkamen, jahrhundertelang hart und regelmäßig gejagt und daher aus vergleichsweise übersichtlichen Kulturlandschaften verdrängt. Sie waren aber, sobald (zum Beispiel in Kriegen) der Verfolgungsdruck nachließ, sofort wieder da. Wie fix sie sich dafür vermehren können, wie schnell sie neue Territorien erobern, erleben wir ja gerade.

    Vergleich einfach mal selber. So sehen reinrassige Jack Russells aus:

    Hundezucht Armonia Canina - 100% top australischer Jack Russell Terrier Welpen

    Kerzengerade Beine, eine völlig andere Kopfform mit schmalen, tief dunklen Augen und einem ganz anderen Fang. Dazu dieser "Terrierausdruck", der Rocky durch die völlig andere Augen auch total fehlt.

    Wie gesagt: Wenn ihr den Hund als reinrassig gekauft habt, war's Beschiß. Aber süß ist er trotzdem, und ich würde ihn einfach lieben, so wie er ist - was ihr ja sicher auch tut!

    Der Hund sieht sehr sympathisch aus, hat aber nichts von einem Jack Russell oder überhaupt auch nur einem Terrier. Wenn man von der weißen Farbe absieht. Falls ihr Wert auf Reinrassigkeit legt oder die gar bezahlt habt,seid ihr da richtig gut reingelegt worden - aber niedlich ist er schon.

    Reinrassige Russells mit Stehohren gibt es übrigens dann & wann mal, das ist ein eher seltener Erbfehler und heißt "prickend ears".

    Aber dieser Hund hat ja auch sonst keinerlei Ähnlichkeit mit einem Russell. Eher ein Corgi-Dackelmix?

    Dass 800 Euro Anzahlung in einem Leben & Tod-Notfall nicht reichen, kann ich mir auch nur schwer vorstellen - es sei denn ,die TS hätte ganz klargemacht, dass sie den allfälligen Rest nicht zahlen kann.

    Aber selbst dann fällt es mir schwer zu glauben, dass gleich zwei Kliniken so handeln. Das letzte Mal, dass ich mit einem Notfall in einer Klink war, war auch am WE nachts, Welpe mit schwerem blutigem Durchfall. Der Hund wurde stationär aufgenommen, mit der Option einer OP am Morgen, falls es eine Verletzung im Darm gewesen wäre. Wir waren da nicht bekannt, trotzdem wurde der Hund erstmal behandelt, ohne dass ich nach Geld gefragt worden wäre. Ich habe nicht mal eine Anzahlung machen müssen, obwohl ich's angeboten habe, und alles erst bei Abholen des Hundes bezahlt.

    Kann ja sein, dass die Zahlungsmoral inzwischen so miserabel geworden ist, dass Klinken da rigoroser vorgehen, aber so ganz mag ich die Geschichte so nicht glauben. Da fehlt mir wirklich die andere Hälfte.

    Meinen extrem niedlichen Welpen haben einige Leute (präziser: es waren immer ältere Frauen) sogar angegrabbelt, wenn ich ihn vorne in der Jacke hatte und nur der Kopf rausguckte. Da gehen mit einigen offenbar wirklich die Hormone durch.

    Und das Gemeinste war, dass ich nichts machen konnte als mich wegzudrehen. Einmal in so einer Situation habe ich damit angefangen,deutlich zu sagen ,was ich eigentlich sagen wollte - und sofort kriegte das Hündchen Herzrasen, hat also offenbar gedacht, die Situation sei hochgefährlich, weil ich mich so aufrege.

    Eine blöde Situation - insofern würde ich, wenn der Hund echt niedlich ist (Kindchenschema und so) auch zu einer geschossenen Rückzugs-Tasche raten.

    Oh, für mich wäre das ein ziemlich entscheidendes Argument: Ich denke nämlich, wir schulden "Nutz"tieren generell zwei Dinge: ein möglichst angenehmes Leben (zum Beispiel Weidehaltung) und einen schnellen Tod. Beides wird mit immer mehr Wölfen immer mehr auf der Kippe stehen.

    Gut, dann frage ich einfach mal andersrum: Inwiefern rechtfertigt es die Tatsache, dass das Leben der meisten Weidetiere irgendwann mit einem Bolzenschuß endet, dass diese Tiere gehetzt und lebend zerrissen werden?

    Das ist nämlich genau das, was hinter der "sie werden ja doch geschlachtet"-Argumentation steht - und eine Logik, die sich mir nie erschließen wird.

    Ihr braucht mich jetzt nicht mit Aufnahmen von Horror-Schlachthöfen zuzuschütten ,die sind mir durchaus geläufig, und ich finde sie maximal widerwärtig. Und selbstverständlich wird meine alte Stute ebenfalls nie einen Schlachthof von innen sehen.

    War also schon provokativ gemeint eben, aber tatsächlich: Selbst da, wo weniger aufs Tierwohl geachtet wird, ist es wohl eher unüblich, Tiere eine ganze Nacht oder länger mit aufgerissenem Bauch und/oder angefressenen Keulenmuskeln auf den Tod warten zu lassen.

    Und eine "normale" Schlachtung (ja, ich war dabei) ist gegen einen Wolfstod wirklich eine Gartenparty.