Ich denke, das ist der Punkt: von einem TSV, der in D. Hunde abgibt, würde ich einfach ein besseres Management erwarten als flächendeckendes Frühkastrieren. Dass es im Ausland teilweise nicht anders geht, ist nun mal so, aber hier einfach nicht das Thema - hierzulande ist es eben nicht nötig, wird also völlig grundlos gemacht.
Beiträge von terriers4me
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Ergänzt: Ich würde diesen Trend prinzipiell nicht unterstützen wollen - aber ich würde so einen Hund schon nehmen wenn er mir sonst rundum sehr gefällt.
Das hätte ich früher rigoros anders gesehen, aber meine eigene Hündin mußte auch schon mit elf Monaten kastriert werden. Ich hatte die größten Befürchtungen, aber auf ihre seelische Entwicklung hat sich das kaum ausgewirkt. Sie wurde genauso, und genauso in Sechsmonats-Sprüngen erwachsen wir ihre intakten Vorgängerinnen und ist inzwischen eine absolut ernstgenommene ältere Dame geworden. Was sie allerdings hat, sind körperliche Probleme, die ich auf die Kastration zurückführen würde, unter anderem eine massive Schilddrüsenunterfunktion, insofern sehe ich das generell immer noch sehr kritisch.
Ich würde mich also auch bei der nächsten Hündin bemühen, eine Kastration generell zu vermeiden, aber wenn ich einen sonst rundum passenden Hund träfe, wäre das für mich kein Grund, dem keine Chance zu geben. Ob aber die betreffenden Hunde nun generell "im Tierheim verschimmeln" ist wohl kaum meine Verantwortung oder die der Abnehmer, sondern einzig und allein die derer, die diese flächendeckende Kastrationen für angebracht halten.
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Ich würde das nicht unterstützen wollen
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Man muß aber zugeben ,dass sich die Kolosse ausgesprochen friedfertig verhalten haben:
https://www.wp.de/staedte/mesche…d222752075.html
Was ein Hausrindbulle zu so einer jähen "Attacke" gesagt hätte, würde ich lieber nicht ausprobieren.
Sorry jetzt ist es plötzlich wieder nur teilweise lesbar - eben hatte ich es in voller Länge. Da stand, dass der Bulle etwa ebenso erschrocken war und sofort das Weite gesucht hat.
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Was ich an Parsons eigentlich mag, was einen aber auch sehr zur Verzweiflung treiben kann ist, dass die kleinen Biester so absolut autoritätsimmun sind, wenn es um IHRE Prioritäten geht.
Bei diesem Clip hier könnte ich mich immer wieder wegschmeißen:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Weil diese beiden Hündinnen sich ernsthaft ans Leder wollen, lassen sie sich vom "Hundeflüsterer" null beeindrucken. Da kann der noch soviel schwafeln und dazwischenhängen wie der gekreuzigte Christus - sobald sie nur können, machen sie genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Ich hab mir die ganze Folge angetan, und am Ende waren die genauso weit wie am Anfang. Vollfiasko für CM, 1:0 für die Terrier, bitter für die Halterin, die jetzt weiß, was same-sex-Aggression bei diesen Hunden wirklich bedeutet.
Köstlich zu sehen, wie der große Guru hier Schiffbruch erleidet, aber man muß sich schon überlegen, ob man das Leben mit so einem Hund teilen möchte. Der kann nämlich genauso zielbewußt und unbeirrbar vorgehen ,wenn es darum geht ,die Hauskatze/das Meerschweinchen/den Zweithund zu erwischen. Das ist wirklich der große Haken an diesen ansonsten so großartigen Hunden.
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Ich denke, es geht eher um einen geeigneteren Rahmen zum Powern, damit der Hund danach auch mal entspannt sein kann, nicht ums immer höher drehen?
Das ist beim Hund des TS inzwischen vermutlich ein Drahtseilakt, aber wenn er diesen Terrier behalten will, wird er ihm beides bieten müssen: Ruhe und Rituale ebenso wie die Möglichkeit, regelmäßig Dampf abzulassen und Terrier zu sein. Und das auf die Dauer, das ganze Hundeleben lang. Sonst geht das bitter schief.
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Wenn er noch nicht gestreßt und überdreht ist, klappt das aber wirklich sehr gut. Ich hab das mit dem Terrierbaby hier von Tag 1 an an konsequent durchgezogen: Sobald ich am Schreibtisch saß, war immer Ruhe (geht ja praktischerweise nicht anders, wenn man arbeiten muß), und nach dem Mittagessen haben wir uns beide zusammen hingelegt. Dann hab ich meine Akten eben im Liegen gelesen, und der kleine Hund hat selig gepennt und ging schnell nach dem Fressen schon von selbst aufs Sofa.
Soviel "ritualisierte Ruhe", jeden Tag wieder, hat sich wirklich absolut ausgezahlt - draußen war ich manchmal dicht dran, am Temperament dieser kleinen Rakete zu verzweifeln, drinnen war sie immer und jederzeit ein total angenehmer Hund.
Wäre ich an Stelle des TS, würde ich sowas einzuführen versuchen, sobald ich den Hund von seinem allerersten Streß runtergeholt habe - hartnäckig und immer wieder.
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Ich glaub, die fressen so ziemlich alles. In einem Buch las ich mal von einer russischen Studie, die den Mageninhalt getöteter Wölfe auswertete und zu dem Schluß kam, dass die Tiere einen Teil des Jahres von Mais lebten.
Sicher ein Schock für Hardcore-Barfer, aber eine Anpassungsfähigkeit, die zum weltweiten Erfolg der Wölfe maßgeblich beigetragen hat.
Und das Szenario mit dem weggeworfenen Käsebrot trägt natürlich wunderbar dazu bei, Wölfe an Menschen zu gewöhnen. Wie kann man ihnen besser die Scheu nehmen als mit feinen, nach Mensch riechenden Leckerchen? Bei unserer Besiedlungsdichte und der Menge weggeworfenen Essens, trägt das sicher mancherorts zur Habituierung bei.
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Ich hab meine erste Lektion auf diesem Gebiet Anno Domini 1974 kassiert, als ich meinen ersten Welpen vor einer kleinen Apotheke anband, wo ich ihn durch die Glasscheibe gut im Blick hatte. Ich sah also zum Glück, dass plötzlich ein Kleinkind ankam und mit einer Jacke auf den Hund einschlug. Mutter stand still und stolz daneben, als ich rausgerast kam. Hund hatte sich geduckt, die Lefzen gehoben und war drauf und dran, zuzufassen.
Ich war so außer mir, dass ich die Mutter hysterisch angeschrien habe, und die Antwort weiß ich heute noch: "Er muß doch lernen, sich durchzusetzen."
Dazu fiel mir dann nichts, wirklich gar nichts mehr ein. Ich hätte auch damals schon im vollen Umfang gehaftet, und "Hund beißt Kind" hätte für meinen Welpen die bösesten Folgen haben können. Immerhin hatte ich früh gelernt, dass man als Hundehalter ständig mit JEDER Blödheit seiner Mitmenschen rechnen muß. Ich würde also heute nicht mal dran denken, irgendeinen Hund irgendwo angebunden alleinzulassen.
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Genau. Nur heißt das im Umkehrschluß leider nicht, wie uns früher erzählt worden ist: weniger Wild, weniger Wolf - da sind ja reichlich Weidetiere zu haben.
Was die paradoxe Folge haben wird, dass, wenn es so weitergeht, sich Wölfe genau da massiert ansiedeln werden, wo sie am meisten Schaden anrichten.