Beiträge von terriers4me

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    Wessen angefressenen Schädel hat mein Terrier da aus dem Wald gezerrt? Kam mir für ein Reh zu klein vor, ist aber doch wohl ein Pflanzenfresser?

    Nur noch ein ganz kurzes OT: Ja, die deutschen Zivilisten sind 1914-1918 ganz brav und still verhungert, man schätzt, während des gesamten Krieges mindestens 800.00, also eine Großstadt. Da gab es keine sprunghaft ansteigenden Tötungen, sogar die Übergriffe auf Läden hielten sich in engen Grenzen. Nur Leid ohne Ende, auch wenn wir soviel Schicksalsergebenheit heute nicht mehr nachvollziehen können. Es war schlicht so. Auch vor der französischen Revolution wurde furchtbar gehungert, ohne dass sich die Menschen gegenseitig umgebracht haben, in victorianischen Slums desgleichen. Es ist also nicht zwingend vorgegeben, dass der Mensch dem Menschen sofort ein Wolf wird, sobald die Lebensmittel knapp sind, eher leidet er still und sieht seine Kinder verhungern So, OT Ende.

    "In das du das in deinem Unfeld nicht wahrnimmst, liegt einfach nur daran, dass es ein Überfluss an Lebensmitteln in deiner Umgebung vorhanden ist. In dem Moment wo das nicht mehr so ist, färben sich die Straßen rot."

    Das finde ich jetzt nicht so erstrebenswert, dass ich mir da Wölfe als Beispiel nehmen möchte. Und es ist auch nicht so. Nennt sich Zivilisation. Während und kurz nach dem Ersten Weltkrieg sind in D Millionen Menschen buchstäblich jämmerlich verhungert (Google mal nach "Steckrübenwinter"), und da hat sich nichts rot gefärbt. Kann man bedauern, aber haben die Hemmungen durchaus gehalten, und der Zorn hat sich später anders entladen. Lag vielleicht daran ,dass keine Wölfe als Vorbild da waren.

    Was praktisch bedeutet: Du gestehst dem Wolf ein einzigartiges Privileg zu. Alle anderen Wildtiere werden notfalls nach Bestandszahlen reguliert. Was hat er ihnen voraus?

    Natürlich wäre es der Idealfall, nur Wölfe zu schießen, die gerade aktut auffallen, am beste nnoch während sie auffallen. Fände ich auch toll. Aber wie soll das denn bitte praktisch gehen - zusätzlich zum Superzaun auch noch 24/7 Bewaffnete rund um jede Weide? Und warum gilt soviel Rücksicht dann für Füchse oder Rothirsche nicht?

    Um es nochmal zu sagen: Ein Parson ist, selbst wenn er aus JLZ stammt, immer ein Multitalent, ein an alles mögliche anpassungsfähiger Hund. Nicht umsonst sind Foxterrier der am meisten verbreitete Hundetyp der Welt geworden - das ist kein Bordercollie oder sonst ein Extremspezialist, sondern einer, der wirklich alles mitmacht. Machen möchte er allerdings was!

    Ich hab das bei "unseren" letzten beiden Züchtern mitbekommen, da gingen z.B. Hunde aus ein und demselben Wurf (mit zumindest einem hoch jagdgeprüften Elternteil) an Jäger, Falkner, Zoll (zum Drogenschnüffeln in Containerschiffen), an Reiter und völlige Privatleute ohne Ambitionen, und alle sind glücklich geworden.

    Das einzige, wozu sich solche Hunde meines Erachtens generell nicht eignen, ist das Großstadtleben - dafür sind sie tatsächlich oft zu reaktiv, zu reizoffen und zu bewegungsfreudig. Und kommen ein mies gezogener, vielleicht ausgesprochen nervenschwacher PRT aus fraglicher Quelle, Großstadt und ein unerfahrener Halter zusammen, ist das leider ein ziemlich sicheres Rezept für Desaster. Wie hier deutlich zu sehen.

    Zu viele oder rivalisierende Wölfe in einem Revier töten einander gnadenlos und ausgesprochen brutal. Inwieweit die menschliche Gesellschaft da wieder zu sich selbst kommt, wenn sie sich das als Beispiel nimmt, hätte ich jetzt wirklich gern erklärt.

    Und wenn du immer noch glaubst, dass "vernünftige" Schutzmaßnamen "machbar" und alles nur eine Geldfrage ist, freut mich das für dich. Muß beruhigend sein, dann sind ja nur die doofen/geizigen Tierhalter schuld an ihrer Misere. Ich fürchte nur, die haben da die letzten Jahre zwangsweise sehr viel mehr dazulernen müssen. Ich verlinke die betreffende Stimme gern gleich nochmal, der faßt das praktische Problem besser zusammen, als ich es könnte:

    https://www.hersfelder-zeitung.de/lokales/schenk…WxV-KwOX0dpW0xY

    Und selbst wenn ich kein Weidetier hätte, würde ich keine Landschaft wollen, die überall eingezäunt und elektrifiziert ist wie SingSing, nur damit sich eine explodierende Zahl von Wölfen frei bewegen kann, während das übrige Wild Reviere und Wechsel verliert. Ich finde Wölfe nämlich nicht mehr und nicht weniger schützenswert als andere Wildtiere - und ich wüßte keins dem da ähnliche Priviliegien eingeräumt werden.

    Und da sind wir wieder bei der Frage: Warum? Was macht den Wolf so viel schützenswerter als den Fuchs, einen ähnlich intelligenten und viel weniger problematischen Caniden?