Beiträge von terriers4me

    Ich finde den Text in all seiner Vermenschlichung und Vereinnahmung eines Tieres, das sich nicht dagegen wehren kann, schlichtweg widerwärtig. Bei sowas muß ich immer an den alten Konrad Lorenz denken, der da von "sozialer Sodomie" sprach. Nicht nur grenzdebil, sondern total abstoßend.

    Nach so einer Lektüre würde ich regelrecht zum Züchter rennen und hoffe, dass der eine angemessenere Einstellung zu seinen Tieren hat.

    Mein keiner Terrier war bei der Ankunft mit 8 Wochen so gut wie stubenrein, unsere selbstaufgezogenen Welpen ebenso. Unfälle natürlich immer ausgenommen.

    Das ist weniger rasse- als aufzuchttypisch: Wenn die Welpen immer die Möglichkeit haben, mit Muttern rauszugehen, lernen sie von Anfang an, ihren Lagerplatz auf diese Weise sauberzuhalten und "drinnen" und "draußen" zu unterscheiden - und das ist ja die Basis der Stubenreinheit.

    Ich möchte nochmal auf die Frage von ein paar Seiten vorher zurückkommen, wer Hunde so böse aus einem Feld angeknurrt haben könnte? Könnte es ein Fuchs gewesen sein? Ich bin über das hier gestolpert und finde den Sound für so ein vergleichsweise kleines Tier echt beeindruckend:

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    Ich füttere weder vegetarisch noch vegan, weil mir Gebiß, Verdauungstrakt und Verhalten eines Hundes sagen, dass er dazu nicht geschaffen ist. Nur weil der Hund sowas irgendwie überlebt, muß das noch lange nicht gut sein. Ich habe früher auf den Dörfern noch die zwangsweise ziemlich vegetarisch lebenden Hofhunde gesehen, und in so einem Zustand möchte ich mein Tier nicht wissen.

    Riesenmengen Fleisch gibt's hier allerdings auch nicht, würde mein Terrier auch nicht vertragen. 30-40 % Schlachtabfälle (also Fleisch von Tieren ,die ohnehin für die menschliche Ernährung gestorben sind), sowas wie Maulfleisch, fettiges Schaffleisch, Wildreste, Pansen & Co, 30 % Reise- Hirse- oder Haferflocken, der Rest gedünstetes/püriertes Gemüse der Saison. Knochenmehl, Öl, öfter mal ein Ei von den eigenen Hühnern. Damit können sowohl der Hund als auch mein Gewissen prima leben.

    Fleisch, das auch Menschen essen könnten, kaufe ich für einen Hund nur sehr selten, weil ich das schlicht dekadent finde, Geflügel aus Massenhaltung nie, weil ich auch das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann.

    Ich hab sowas als Kind mal bei Verwandten gesehen, da hat Henne Bertha, die eh recht militant war, systematisch Mäuse gejagt und gefressen. Meine Zwerge hätte ich für viel zu bräsig gehalten - aber offenbar können sie den T-Rex alle nicht verleugnen!

    Wir hatten heute Jagdszenen der besonderen Art. Nicht etwa der Terrier, sondern eine der Zwergwyandotten hat eine junge Maus erwischt. Leider haute sie, als die ganze Crew neugierig ankam, mit der Beute sofort in den dichten Flieder ab und hat die da gefressen. Hat also nur für zwei ganz schnelle Schnappschüsse gereicht - aber ich war wirklich baff.


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    Das ist gar nicht so schwierig. Rechts und links der Kloake fühlt man zwei Knochen, die Legebeine. Die sollten etwas 2-3 Fingerbreiten auseinander sein, so dass noch ein Ei durchpaßt. Hat das Huhn zu legen aufgehört, werden sie enger. Ich hab das auch nur mal an großen Hühnern gezeigt bekommen, bei meinen eigenen Zwergen aber noch nicht ausprobiert.

    Vielleicht herrscht da keine offizielle Leinenpflicht, aber wenn da noch mehr so selbstgerechte Hundehalter gehen, wird sie sehr bald kommen. Das ist nämlich ein sehr, sehr großer Unterschied zu früher: Heute beschweren sich die Leute sehr schnell ("Kind belästigt") egal, ob berechtigt oder nicht, und die Behörden gehen den einfachsten Weg: Leinenpflicht oder Hunde raus - fertig. Das hab ich oft genug erlebt.

    Ich träume heute noch von meiner Studentenzeit in Hamburg, da hatte ich den mittelgroßen schwarzen Hund rund um die Uhr bei mir, immer und überall, fast immer ohne Leine, weil er supergehorsam war, und es war total entspannt. Ich nahm Rücksicht (siehe oben: ich war es aus unserem bisherigen Umfeld total gewohnt) und hatte nicht ein einziges Mal Ärger, der Hund genoß das Großstadtleben in vollen Zügen.

    Das wäre heute überhaupt nicht mehr möglich - und dazu haben leider selbstherrliche Hundehalter in großem Maße beigetragen.

    Stimmt, das wurde extrem locker gesehen - erwachsene Rüden beulten sich nun mal gelegentlich, das war so, und das war akzeptiert. Heißt nicht, daß man nicht auch damals schon gehalten war, auf den eigenen Hund acht zu geben, im Gegenteil: In unserem Spaziergehgebiet galt die ungeschriebene Regel Nr. 1, dass man den eigenen Hund bei Hundesichtung erstmal anleinte oder ins Fuß holte, und die wurde auch allgemein befolgt. Weil nämlich jeder wußte, dass erwachsene Rüden nun mal keine Plüschtiere sind.

    Aber wenn's doch mal schief ging, etwa an einer unübersichtlichen Stelle, und die Jungs sich dann doch in den Flicken hatten ,sah man das sehr gelassen - nach dem Ordnungsamt hätte da keiner gerufen.

    Abgeleint wurde nur nach Rücksprache mit dem anderen Halter, und darüber dass sich alle Hunde grundsätzlich lieb haben sollten, hätten wir herzlich gelacht.