Beiträge von terriers4me

    Vielleicht laßt ihr mal das Herz richtig nachsehen? Meine Hündin hat auch massiv mit der Schleicherei und Hechelei angefangen und sich letzte Woche mehrmals übergeben. Ich war schon versucht, das auf Alter plus Hitze zu schieben, hab mir aber doch so Sorgen gemacht, dass wir zum Herzultraschall gegangen sind. Und Bingo: Sie hat den Anfang eines altersbedingten Klappenfehlers. Stört sie sonst noch nicht, macht ihr aber bei Hitze zu schaffen. Nach drei Tagen Medikation rast sie plötzlich wieder bei dreißig Grad dermaßen durchs Gelände, dass ich aufpassen muß - und ich bin echt froh, dass ich so übervorsichtig war.

    Was macht man denn so generell mit Tieren, die an heißen Tagen wie heute tagsüber kaum fressen, Insektenärger haben und auf die Nachtweide angewiesen sind - so wie viele Pferde? (Ob das bei Rindern ähnlich aussieht, weiß ich nicht, die auf dem Foto haben jedenfalls ein verdammt dickes Fell)

    Den ganzen Sommer genau zur besten Weidezeit einsperren, Heu füttern und beten, dass der frustrierte Wolf dann nicht tagsüber Appetit bekommt?

    Der Schäferhund meiner Nachbarn hatte Pankreatitis. Er blieb danach ein ziemlicher Pflegefall, durfte erst monatelang nur noch Diätfutter vom TA fressen (welches, weiß ich nicht), später dann selbstgekochte Schonkost mit Enzymen (auch jedes Häppchen mit dem TA abgesprochen). Sah trotzdem immer rappeldürr aus. Das war alles schon ein ziemlicher Aufstand und auch nicht ganz billig - der Hund erreichte aber mit dieser intensiven Betreuung ein normales Lebensalter.

    Wir wechseln im Urlaub immer von Frischfleisch/Gemüse/Getreide auf Rinderhack aus dem nächsten Supermarkt, wenn es ein bißchen halten soll, aufgekocht. Dazu Reis-/Haferflocken und Babygläschen. Gibt's an jeder Ecke auch in kleinen Portionen.

    Alternativ die Reinfleischdosen von Lunderland, die gibt es in 200 Gramm-Größe, da mußt du keine 600 Gramm wegschmeißen, und die gemischten Hundeflocken dazu.

    Füll dir einfach so einen Wäschesprenger mit Kieselgur und stell ihn zu den Hühnern, dann kannst du Stangen, Leiter & Co regelmäßig einpudern. Du mußt nur vorsichtig sein, dass du keine zu üppigen Wolken verteilst, eine zu dicke Kieselgurschicht verliert die Wirkung. Da laufen die Milben unbehelligt obendrauf. Wirklich nur so dünn benutzen, dass die Biester sich schön die Atemöffnungen verstopfen, dann wirkt das wirklich super.

    Das ist wirklich der Klassiker - Hündin wird erwachsen und hat keine Lust mehr, everybody's darling zu sein . Sie möchte Revier und Ressourcen für sich. Das ist eigentlich das Normalverhalten erwachsener Hunde, wir erkennen es nur oft nicht mehr, weil es einigen Rassen so weggezüchtet worden ist. Das wird sich noch verstärken.

    Ich würde die Hündin so ernst nehmen, wie sie jetzt nun mal ist, was heißt: Kein "Spielen" (sprich: keine Machtkämpfe)mehr mit anderen Hunden, die sie ja offenbar sogar schon verletzt hat. Gehorsam verlangen und Situationen, in denen du ja eigentlich schon weißt, dass es kracht (zum Beispiel, wenn Beute im Spiel ist), rigoros aus dem Weg gehen.

    Sie wird sich nicht mehr ändern und wieder zum harmlosen Spielbaby werden, in Gegenteil: Sie wird noch deutlich mehr auspacken.

    Ich denke auch, hier hat die Hündin den privilegierten Platz beansprucht, und der Rüde gibt nach.

    Es gibt für sowas aber auch noch andere Gründe: Meine jetzige Hündin meidet nachts das Obergeschoß, seit sie sich da mehrmals sehr vor Knallern erschreckt hat, und schläft bis zum frühen Morgen unten - da ist es die schlechte Erfahrung. Und eine ihrer Vorgängerinnen hörte mit etwa zehn Jahren plötzlich auf, sich nachts ins Bett zu schleichen. Da stellte sich später heraus ,dass die am Beginn eines Herzproblems stand - ihr war es einfach zu warm und zu bedrängt geworden.

    Am meisten solltet ihr auf Ehrlichkeit bei den Vermittlern achten - also darauf, dass euch nicht, unter Umständen mit tränentreibenden Mitleids-Texten, ein Hund aufs Auge gedrückt wird, der dann überhaupt nicht paßt. Achtet auf sachliche Information, lernt den Kandidaten am besten vorher in einer Pflegestelle kennen - und dann viel Glück!

    Ach, und aufs Bauchgefühl würde ich erst dann was geben, wenn ich mich vorher ganz nüchtern informiert habe, ob's passen kann. Man verliebt sich so schnell in ein nettes Tier, aber es muß deswegen nicht immer eine gute Wahl sein.