Ich hatte einen einzigen Hund, den ich tatsächlich fast immer mitgenommen habe. Diese Hündin benahm sich absolut tadellos und liebte sowas. Sie lag dann wie eine aufmerksame Sphinx still unter dem Tisch, beobachtete gelassen alles rundum und wartete auf den Moment, in dem jemand kam, um sie für ihr tolles Benehmen zu loben und meist auch, um ihr ein Belohnunghäppchen anzubieten. Was fast immer passierte.
Lange, lange her. Inzwischen hab ich einen Hund, der sich zwar passabel benimmt, wenn's sein muß, aber in solchen Situationen doch eher Streß hat. Bleibt also bei geplantem Essengehen generell zuhause, kommt nur mit, wenn wir draußen sind und unterwegs mal einkehren.
Dabei hatten wir dann auch mal das Hunde-Restaurant-Erlebnis der Extraklasse: Nettes Gartenlokal in Ostseenähe. Ziemlich voll. Alle essen, eine Frau ein paar Tische weiter ist fertig - und läßt plötzlich ihren Hund auf einen Stuhl springen und ihren Teller ablecken. Ganz selbstverständlich und in aller Seelenruhe.
Ich dachte, ich bin im falschen Film, und nach den Gesichtern rundum zu urteilen ,war ich da nicht die einzige. Und nein, es war keine verzogene Fußhupe aus der Handtasche - es war ein Bordercollie.