Wann, wo und wie kann das Hündchen denn auch mal das Temperament rauslassen, das dieser Mix nun mal mitbringt, so dass es sich anschließend wirklich entspannt?
Wenn es euch auffordert, ignoriert ihr es. Wenn es draußen gerade auf Betriebstemperatur ist, ist der Spaziergang vorbei, und es wird eingesperrt - und das sechsmal am Tag? Allein das dürfte schon reichen, einen jungen Hund völlig kirre und drüber zu kriegen: sechsmal Erwartung, sechsmal Adrenalin - und dann soll es sechsmal sofort Ruhe geben, wenn es gerade warm geworden ist. Das bewirkt genau das Gegenteil: Frust und eine ewige "Wann geht es wieder los?!"-Erwartungshaltung, aus der der Welpe nicht rausfindet.
Mit meinem Terrier hab ich in Welpenzeiten (von kurzen Entsorgungstrips abgesehen)täglich einen langen, ruhigen Spaziergang gemacht, ohne Leine, mit viel Weltentdecken und viel gemeinsamem Sitzen am Waldrand oder auf der Wiese, und auch mal gut Rennen und Buddeln. Wenn der Hund dabei müde wurde, hab ich ihn halt getragen, das geht bei so Zwergen ja leicht.
Danach war dann zuhause Ruhe, weil das Hündchen einmal einfach "ausgearbeitet" und entspannt war, zum anderen aber auch wußte, dass es nicht mehr auf die nächste Spaziergangs-Chance zu lauern brauchte. Hätte ich die Kleine sechsmal am Tag kurz aufgedreht, wäre sie vermutlich irgendwann die Wände hochgegangen.