Was passiert, wenn eine Rasse (oder in dem Fall eher ein Hundetyp) noch dicht am Ursprung ist und dann plötzlich gleichzeitig "Rasse" und Mode wird, konnte man bei der großen Russell-Welle vor etwa 15-20 Jahren ja auf das Gruseligste studieren.
Ich weiß überhaupt nicht, wieviel ich da second hand und im Vorbeigehen angeboten bekommen habe, "weil er ja" (man höre und staune!) "so eigensinnig ist/ so jagt, dass wir ihn nicht loslassen können/dass Oma nicht mit ihm fertig wird/dass er die Katze (alternativ: das Meerschweinchen/den Hamster)gekillt hat. So haben wir uns das nicht vorgestellt, der ist doch so klein und niedlich!"
Und so weiter. Und das, obwohl dieser Hund als Foxterrier eigentlich ein Allrounder ist, Menschennähe enorm zu schätzen weiß, nur eben seinen Job noch nicht vergessen hat.
Ich schätze mal, das läuft bei anderen eher zielbewußten Rassen ähnlich, oder, wenn's auch noch Spezialisten sind, eher noch schlimmer?