Beiträge von terriers4me

    Ist das wirklich so? Ich hab sowas bisher noch nie gehört - dann können wir ja nur hoffen ,dass es bei Hunden notfalls genauso wäre.

    Oder gab es in diesem Präzedenzfall andere - schriftliche - Beweise, die gegen das Eigentum sprachen? Die hätte die TS ja im Zweifelsfall eben eher nicht - also drücken wir die Daumen, dass das jetzt wirklich nur voreilige Sorgen sind, und der Hund korrekt abgeholt wird.

    Naja, genau das ist der Grund, aus dem man bei einem seriösen Besitzerwechsel die Papiere zurückhält, bis alles perfekt ist.

    Wenn mir die jemand zum bloßen Probewohnen regelrecht aufdrängt, also ohne Quittung übergibt, wäre ich schon mißtrauisch geworden - aber wie sollte die TS das wissen? Wirklich irre, ich hoffe, das geht für sie gut aus!

    Ganz blöde Frage: Wenn du zum Hund Papiere und Impfausweis hast und es keinerlei schriftliche Vereinbarung gibt, kannst du dann notfalls beweisen, dass es NICHT dein Hund ist?

    Dass er dir nur zum Probewohnen übergeben und nicht etwa geschenkt wurde, so dass du jetzt komplett für ihn verantwortlich bist und sehen kannst, wie du klar kommst?

    Oha, das ist aber wirklich dreist und klingt total suspekt. Die kann dir doch nicht einfach fremde Leute ins Haus schicken, und Papiere zum Probewohnen gleich mitzugeben, finde ich auch ziemlich seltsam. Die hält man doch normalerweise schon im Interesse der Sicherheit des Hundes zurück?

    Klingt wirklich sehr so, als sei das ein Versuch, Hund und Verantwortung gleichermaßen rücksichtslos und entschlossen abzuschieben - bei so einer unseriösen Verhaltensweise würde ich auch vermuten ,dass mit dem Tier selbst was Größeres im Busch ist, sei es gesundheitlich oder im Verhalten.

    Ich drücke dir wirklich sehr die Daumen ,dass du gut aus der Nummer rauskommst - und der Hund natürlich auch!

    "Man sollte sowohl beim Tsch wie auch bei Züchtern eben selbst das Hirn nicht abgeben ;-)"

    DAS sollte man wirklich in Stein meißeln, möglichst gleich mehrfach!

    Und genau da liegt - um mal wieder aufs Eingangsthema zurückzukommen - in diesem da zitierten Text der sprichwörtliche Hund begraben: Es wird, mit massivem moralischem Druck, dazu aufgefordert, das Hirn komplett abzugeben und nur noch emotional zu entscheiden, egal, ob's paßt.

    Die Gefahr solcher Katastrophen ist bei seriösen Züchtern tatsächlich gering (keine Ironie).

    Erstens bekommt man da den Hundetyp, den man sich vorgestellt und passend zum eigenen Leben gewünscht hat, "adoptiert" also nicht nichtsahnend einen als Retrievermix verkauften Hund, um dann plötzlich mit einem HSH dazustehen.

    Zum zweiten bekommt man Hilfe, wenn's nicht klappt, notfalls bis hin zur Rücknahme eines unpassenden Hundes. Gerade bei Bekannten erlebt, die sich mit der Anschaffung eines Riesenschnauzerwelpen gnadenlos übernommen hatte. Der Junghund konnte noch nach einigen Monaten anstandslos zurück zu seiner Züchterin und hat inzwischen ein passenderes Zuhause.

    Eine Möglichkeit, die in allen dreien von mir miterlebten Katstrophenpaarungen nicht bestand, weil angeblich keine der Orgas, von denen die Hunde kamen, irgendwelche Plätze für Rückläufer hatte, schon gar nicht nach längerer Zeit. Und hier ist ja schon in mehreren solcher Threads erklärt worden, dass das Freihalten solcher Plätze über längere Zeit für TS-Organisationen nicht zumutbar wäre.

    Hier ist ein Ruhetag auch ein Garnichts-Tag - Gartenklo nach Wunsch, und ansonsten pennen, bis der Arzt kommt. Mache ich zwar nicht geplant, kommt aber mal vor, wenn ich plötzlich irgendeine sehr dringende Arbeit auf den Tisch kriege und dann wirklich überhaupt keine Zeit für den Hund habe.

    Das lief von Anfang an so, also seit der Welpe acht Wochen alt war, und es war nie schwierig, sondern wurde sehr selbstverständlich akzeptiert. Als Signal diente einfach ignorantes Am-Schreibtisch-Sitzen, und als der Terrier noch sehr jung und quirlig war, gab's dann (und nur dann!) mal extratolle Kausachen zum Knabbern unterm Schreibtisch oder Pappe zum Schreddern und Dampfablassen.

    Heute ist das nicht mehr nötig, weil der Hund das Ritual längst kennt und sich sofort eine kuschelige Stelle zum Dösen sucht, bis er wieder dran ist. Denn natürlich gibt's, sobald die Arbeit fertig ist, als Erstes einen langen Spaziergang zum Dank für so viel Bravsein.

    Das Blöde ist tatsächlich, dass diese Kriterien, wie Querida sagt, so ziemlich gar nichts über die Hundehalter-Qualitäten aussagen. Mir fallen sofort mehrere Katastrophen-Paarungen ein, bei denen die Halter jedes dieser Kriterien erfüllt haben, und zusätzlich noch Hundeerfahrung plus überdurchschnittlich guter finanzieller Mittel hatten.

    Fall 1 war eine ältere Dame, die jahrzehntelang zufrieden Pudel und Collies hatte, und der dann von einer Orga ganz massiv ("wenn Sie sie nicht nehmen, stirbt sie, und Sie sind schuld" - also sehr ähnlicher Druck wie im Eingangsposting) eine ältere rumänische Straßenhündin aufs Auge gedrückt wurde. Das ging so massiv schief, dass ich nicht mal sagen konnte, wer da unglücklicher wurde, Hund oder Halterin. Tat mir immer so bitter leid, ein geeigneter Hund hätte bei dieser extrem tierliebenden älteren Dame den Himmel auf Erden haben können.

    In Fall 2 und 3 entpuppten sich die an theoretische Idealplätze vergebenen "Golden Retriever-Mixe" als HSH, mit denen die neuen Halter dann ebenfalls katastrophal nicht klarkamen.

    Dagegen hättest du mit der Neunzehnjährigen hier aus der Nachbarschaft so ziemlich alles losschicken können, so ein Händchen für Hunde hatte sie und war überdies erfahrene Gassigängerin im TH. Die hat sich dann einen Großpudelwelpen vom Züchter gekauft und wurde sehr glücklich mit dem Hund, später auch mit großer Familie - aus dem Tierschutz hat sie, trotz ausdauernder Bemühungen, damals wegen ihrer Jugend keinen Hund bekommen.

    Dieser ganze Schema F-Kram ist also noch lange keine Garantie dafür, im Interesse des Hundes und des neuen Halters zu entscheiden.

    Ich würde nochmal grundlegend über die Motivation nachdenken - dass du deiner Hündin einen Gefährten geben möchtest, ist sicher nett, aber reicht das? Aus meiner Sicht müßte der Zweithund vor allem deinetwegen gewünscht sein, müßte der eigene, wirklich intensive Wunsch nach einem Alltag mit zwei großen Hunden da sein, bevor ich mich dazu entschließen würde.

    Zumal, wenn es auch noch Rüde/Hündin wären. Da ändert sich schon einiges, zum Beispiel die Art, wie die beiden vereint ihrer Umwelt, vor allem andere Hunden begegnen. Wenn du dich schon unsicher im "Management" eines Hundes fühlst, würde ich mir das wirklich nochmal sehr überlegen.