Das Blöde ist tatsächlich, dass diese Kriterien, wie Querida sagt, so ziemlich gar nichts über die Hundehalter-Qualitäten aussagen. Mir fallen sofort mehrere Katastrophen-Paarungen ein, bei denen die Halter jedes dieser Kriterien erfüllt haben, und zusätzlich noch Hundeerfahrung plus überdurchschnittlich guter finanzieller Mittel hatten.
Fall 1 war eine ältere Dame, die jahrzehntelang zufrieden Pudel und Collies hatte, und der dann von einer Orga ganz massiv ("wenn Sie sie nicht nehmen, stirbt sie, und Sie sind schuld" - also sehr ähnlicher Druck wie im Eingangsposting) eine ältere rumänische Straßenhündin aufs Auge gedrückt wurde. Das ging so massiv schief, dass ich nicht mal sagen konnte, wer da unglücklicher wurde, Hund oder Halterin. Tat mir immer so bitter leid, ein geeigneter Hund hätte bei dieser extrem tierliebenden älteren Dame den Himmel auf Erden haben können.
In Fall 2 und 3 entpuppten sich die an theoretische Idealplätze vergebenen "Golden Retriever-Mixe" als HSH, mit denen die neuen Halter dann ebenfalls katastrophal nicht klarkamen.
Dagegen hättest du mit der Neunzehnjährigen hier aus der Nachbarschaft so ziemlich alles losschicken können, so ein Händchen für Hunde hatte sie und war überdies erfahrene Gassigängerin im TH. Die hat sich dann einen Großpudelwelpen vom Züchter gekauft und wurde sehr glücklich mit dem Hund, später auch mit großer Familie - aus dem Tierschutz hat sie, trotz ausdauernder Bemühungen, damals wegen ihrer Jugend keinen Hund bekommen.
Dieser ganze Schema F-Kram ist also noch lange keine Garantie dafür, im Interesse des Hundes und des neuen Halters zu entscheiden.