Beiträge von terriers4me

    Hasilein - ja, vor allem ,dass das auch nach zehn Jahren noch steht. Sprach letztens mit der Züchterin, und sie sagte nochmal ausdrücklich: "Sie wissen ja, falls was ist, kann sie jederzeit zurückkommen." Schon sehr beruhigend.

    OT Ende, zurück zum Thema: Nein, Nuggets müßte natürlich ggfs sagen: "Hier sitzt einer Ihrer Hunde, bei dem die Gefahr besteht, dass er NICHT wieder abgeholt wird, der dringend wegsoll, und um den ich mir deshalb Sorgen mache - würden Sie ihn im Notfall auffangen?"

    Ich finde absolut nichts Übergriffiges daran, den Züchter zu kontaktieren. Ich hätte das sogar dann getan, wenn ich den Hund hätte behalten wollen, aus reinem Interesse und dem Wunsch, mehr über den Background des Tieres zu erfahren. Hätte die Besitzerin das nicht gewollt, hätte sie ja schlicht die Papiere noch nicht mitzugeben brauchen.

    Und in diesem seltsamen Fall ist das wohl das einzige, was die TS wirklich für den Hund tun kann.

    Der Hund hat nicht mal eine Haftpflicht?! Ein großer Jungrüde, der in einen fremden Haushalt gegeben wird - mit dem vollen Risiko, dass da was passiert, zum Beispiel eine ernsthafte Beißerei mit eurer Hündin, eine Attacke auf die anderen Tiere oder einfach ein dummer Unfall mit Folgekosten?

    Da bleibt einem echt die Spucke weg - ich hoffe, ihr seid euch klar darüber, was für ein massives Risiko ihr da eingegangen seid?

    Ruf wirklich den Züchter an, wenn du es gut mit dem Hund meinst. Das hier:

    "Deshalb soll er auch nicht zum Züchter zurück, weil der würde ihn auch wieder weiter verkaufen. Also wäre der Züchter wieder eine Station, die nicht von Dauer wäre, sagte sie."

    ...ist nämlich auch schon wieder sehr schräg. Zum einen ist das für den Hund keine "Station", sondern der vertraute Ort ,an dem er aufgewachsen ist, also mit Sicherheit die beste Möglichkeit von allen. Wenn die Besitzerin keine Hemmungen hatte, ihn an einem völlig fremden Ort zu geben, ist das mit Sicherheit nur ein Vorwand. Und Züchter sind oft so gut vernetzt, dass die Chance auf eine erfolgreiche Vermittlung da besonders hoch wäre.

    Zum anderen: Es kann sein, dass der Züchter sogar noch Rechte am Hund hat, die ihm jetzt vorenthalten werden. In meinem Kaufvertrag war zum Beispiel eine Frist vorgegeben, in der die Züchterin Vorkaufsrecht gehabt hätte - hätte ich den Hund also als Junghund weiterverkaufen wollen ,hätte ich ihn zuerst ihr anbieten müssen. Wenn der Rüde erst sechs Monate alt ist, könnte da eventuell auch noch sowas bestehen.

    Ich würde dir, wie die anderen auch, wirklich sehr dazu raten, den Züchter zu kontaktieren - vielleicht erfährst du dann auch, was eigentlich hinter der ganzen dubiosen Geschichte steckt.

    Um nochmal auf dieses Pferde-Beispiel zurückzukommen: Ich hab meine Stute mal an eine - in diesem Fall tatsächlich vertrauenswürdige - Züchterin ausgeliehen ,die aus ihr ein Fohlen ziehen wollte. Die konnte sie mit den Papieren ohne weiteres als ihr Pferd im Stutbuch eintragen lassen und bekam auf ihren Namen volle Papiere fürs Fohlen.

    Wir hatten vorher einiges an Papierkram fertiggemacht, aber danach wurde nicht gefragt, obwohl natürlich mein Name in allen Papieren steht. Da galt nur die Regel: Wer die Eigentumsurkunden vorweisen kann, ist automatisch der Besitzer.