Beiträge von terriers4me

    Erstmal: Das Gekasper nach dem Fressen ist normal, dass sie ewig nicht wieder runterkommt, eher nicht. Hat sie denn sonst einen Auslaß für ihre jugendliche Energie? Wenn du mit einem Welpen dieses Alters "den ganzen Tag zuhause" bleibst, wären zumindest meine davon nicht ruhig geworden, sondern schlicht die Wände hochgegangen.

    Mir Recht. In diesem Alter müssen sie auch mal flitzen, toben, sich ausprobieren und die Welt entdecken können. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass du den kleinen Hund körperlich kaputt machen sollst, du mußt eine gesunde Mischung aus Reizen und Ruhe finden. Dass du die hast, erkennst du daran, dass der kleine Hund sich draußen austobt, drinnen aber entspannt ist.

    Jedenfalls so, wie's altersgerecht möglich ist. Dann kaspert er zwar immer noch nach dem Fressen (das ist, wie gesagt, stinknormal), kommt dann aber auch schnell wieder runter, weil er einfach nicht mehr soviel angestaute Energie verbrennen muß.

    Und ehrlich gesagt: Mit einem Nahezu-Junghund, der 20 Stunden am Tag wirklich schläft (also nicht nur ruht und die Welt betrachtet), also nur 4 Stunden am Leben teilnimmt, würde ich schleunigst zum Tierarzt gehen.

    Ach, und noch was: Mehrere kurze Runden sind eher kontraproduktiv, da dreht das Hündchen auf, kann sich aber nie ausagieren, weil schon wieder alles vorbei ist, und gerät in einer Dauer-Erwartungshaltung auf die nächste Runde. Mach lieber, abgesehen von den Entsorgungsgängen, eine größere, leinenfreie Runde im Welpentempo, laß den kleinen Hund in Muße schnüffeln, entdecken und auch mal ordentlich rennen. Setz dich auch mal hin und laß ihm - euch - Zeit. Schmeiß die Uhr weg, geh das Ganze gelassen an und freue dich am Weltentdecken einfach mit. Das gibt einen generell sehr viel enspannteren Hund.

    Ich sage grundsätzlich "Sitzen machen!", wenn ich will, dass der Terrier sich hinsetzt - womit ich dann auch gleich meinen Lieblingsfilm verraten habe.

    So prompt wie da am Anfang hätte ich's dann auch gern - klappt aber nicht immer.

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    Welsh Terrier sind alles, alles andere als unkompliziert. Die gehören zu den griffigsten Terriern überhaupt.

    Ich habe da aus erster Hand ein paar sehr böse Geschichten mitbekommen, und der gegen seine Familie und den Rest derWelt bissigste Hund, den ich je und über Jahre kennengelernt habe war ein Welsh Terrier. Falls die in Frage kommen, würde ich mir die Familie aber allergenauestens ansehen.

    Laß dir bitte nicht einreden, dass dein Hund sich irgendwie unnormal benimmt, geschweige denn wie ein A****. Er wird wirklich erwachsen, möchte den ganzen Fremdhunde-Zirkus nicht mehr und kommuniziert das ganz klar.

    Hör auf ihn - all dieser Stuß, dass Hunde sich allzeit "sozial" benehmen müssen, ansonsten sind sie gestört oder zumindest arschig, ist nichts als eine vermenschlichende Modewelle.

    Wirklich normal ist für erwachsene (also nicht im Sozialverhalten genetisch zu Dauerkindern gemachte) Rüden Distanz zu Fremden, wie Casper sie jetzt altersgemäß einfordert. Überhaupt kein Grund zur Sorge, nur einer zu größerer Vorsicht im Management. Erspar euch den ganzen Kram, zumal er ja offenbar nach wie vor Freunde hat, mit denen er gut klarkommt.

    Border Terrier sind, glaube ich, sehr verschieden mit dem Jagdtrieb.

    Ich hab eine Freundin, die sie seit mehr als 20 Jahren hält und auf den Border als Hofhund schwört, weil ihre Hündinnen trotz zaunlosen Hofes mit reichlich wild rundum nie zum Wildern abgehauen sind und auch sehr brav mit den Katzen waren. Dafür prima Rattenfänger und insgesamt goldige, total unproblematische Hunde.

    Letztes Jahr hat sie sich einen jungen Rüden dazugeholt und verzweifelt gerade nahezu an dessen Jagdtrieb und Dickschädel - ist also offenbar rundum alles drin.

    Cairns (und eigentlich fällt der Westie ja in dieselbe Kategorie) hab ich hier rundum auch als sehr nette Begleiter erlebt, wobei die farbigen Cairns deutlich gesünder waren als die Westies, die ja schon eine Modehunde-Welle wegstecken mußten. Echt nette, pfiffige Kobolde.