Beiträge von terriers4me

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    Obwohl ich in keiner Weise der perfekte Hundehalter bin

    Tatuzita, hast du das vielleicht mitgelesen? Meine jetzige Hündin war übrigens tatsächlich mit 8 Wochen ziemlich stubenrein, aber das lag an der Züchterin, nicht an mir. Sie fing erst viel später an, wieder diskret und versuchsweise ins Haus zu pinkeln, als ihr das Wetter draußen nicht mehr paßte. Mein Versagen also, aber ich fand das eher komisch als stressig.

    Es wurde doch wohl, wenn ich das richtig verstanden habe, danach gefragt, wie man die Freude am Hund behält - und nicht ausschließlich um Bestätigungen gebeten, wie entsetzlich stressig Hundehaltung doch ist? Also müßten doch eigentlich auch verschiedene Standpunkte erlaubt sein?

    Mach ich ähnlich - entweder frei oder fünf Meter, die ich aufmerksam in der Hand halte. In mehr sehe ich keinen Sinn, selbst bei meinem Zwerg nicht. Ich hab mal miterlebt, wie ein zwei Meter großer, muskelbepackter, Leistungssport treibender, kurzum: sehr standfester Bekannter von seinem jungen Schäferhund mit einer Zehnmeter-Schlepp regelrecht umgenietet wurde, und die Hände hat er sich dabei auch noch böse verbrannt.

    Seitdem glaube ich schlicht nicht mehr dran, dass lange Schleppleinen einen Sinn haben - jedenfalls nicht den, einen auch nur halbwegs kräftigen Hund in kritischen Situationen zu halten. Wenn der den Anlauf ausnutzt, gibt es da keine Chance.

    Ja, das klappt prima mit gedünstetem Gemüse. Ich koche einmal wöchentlich, püriere und friere alles, was ich nicht in 2-3 Tagen verbrauche, in kleinen Metallschälchen ein. Die kommen dann einfach nach Bedarf hoch in den Kühlschrank, ich kann die Portionen löffelweise entnehmen und brauche nicht mal mit Eiswürfelformen rumzufrickeln. Ist natürlich der Vorteil des kleinen Hundes.


    Ich hab durch diesen Thread nochmal darüber nachgedacht, weshalb mich in 45 Jahren, teilweise auch mit mehreren Hunden, auch mit krankem/behindertem Hund, die Haltung an sich noch nie gestreßt hat. Obwohl ich in keiner Weise der perfekte Hundehalter bin. Ich glaube - correct me when I'm wrong - da liegt vieles auch an der überzogenen Erwartungshaltung an sich selbst, die heute durch das Übermaß an Möglichkeiten und Informationen auf einen einprasselt?

    Vielleicht hab ich da das Glück, ziemlich oldschool zu sein. Ich bin zwar immer noch verrückt auf die Sache mit dem Hund und tu generell sehr viel für meine Viecher, aber der Trend, den Hund zur Hauptsache zu machen, gar das Leben nach ihm auszurichten, als wär er ein Kind, und ein schlechtes Gewissen zu kriegen, wenn ich nicht ständig "fördere" und um jedes winzige Bedürfnis kreise, geht mir wirklich gepflegt am Allerwertesten vorbei.

    Hier läuft der Hund, bei aller Liebe, einfach mit, ist von vornherein danach ausgesucht ,dass er ins Leben paßt und kriegt geboten ,was ich bieten kann. Aber wenn ich gerade nicht kann, mal eine knallharte Arbeitswoche habe oder krank bin, liegt er halt pennend irgendwo, ohne dass ich mir da einen Kopf drum mache. Wir wissen beide, dass auch wieder andere Zeiten kommen, und ich mach mir da kein schlechtes Gewissen. Die Welt rotiert nicht darum, ob wir heute perfekt "ausgelastet" sind oder das optimale Superfutter gegeben haben.

    Vielleicht ist das etwas ,das man mit der Zeit einfach lernt: Hunde sind relativ genügsame Begleiter, sonst hätten sie nicht Jahrtausende mit uns überlebt. Ein Großteil Streß ist der eigene Perfektionismus. Und zwar für beide Seiten: Ich stelle es mir auch für einen Hund sehr anstrengend vor, ständig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.

    Wenn hier mal das Frische knapp wird (oder ich im Urlaub nichts lagern kann), nehmen wir gern die Reinfleischdosen von Lunderland. Die verträgt mein etwas empfindlicher und durchs Frischfüttern verwöhnter Hund mit Abstand am besten. Davon haben wir für den Fall des Falles immer ein paar auf Lager, und sie sind, gemessen an anderen Reinfleischdosen, auffallend ergiebig.

    https://www.lunderland-tierfuttershop.de/

    Ich muß mich da Hasilein anschließen: Bei mir sind es immer die Hunde gewesen, die mich bei Streß wieder erden, die Beschäftigung mit ihnen, die sofort viel Druck rausnimmt. Was ich inzwischen auch ganz bewußt nutze. Wenn's ganz heftig wird, gehe ich erstmal eine kleine Runde mit dem Hund und konzentriere mich auf bewußt ihn, auf seine kleinen Bedürfnisse, auf die Freude, die er schon am kleinsten Spaziergang hat. Ein bißchen wie Meditation, und danach sieht vieles schon deutlich einfacher aus.

    Wenn mir die Hundehaltung an sich regelmäßig Streß bereiten würde, dann, ganz ehrlich: Dann hätte ich keinen.

    Ich würde ein medizinisches Problem bei Peppi nicht ausschließen. Meine Hündin zum Beispiel wurde kläffig, als sie erblindete und ihr die gewohnte Umgebung alleine plötzlich unheimlich war. Als sie sich umgestellt hatte, ging's wieder.

    Aber ein Hund von 16 Jahren, der taub ist wahrscheinlich nicht mehr so gut sieht - und da kann es gut sein, dass das Alleinebleiben in fremder Umgebung der Oma noch mehr Streß macht als ohnehin schon. Sie hat dich als "Anker" kennengelernt und schreit nach dir und der Sicherheit ,die du ihr gibst. Ich fürchte, da könnt ihr wenig machen, außer hoffen ,dass sie bald kapiert, dass sie auch bei deiner Schwester und ihrem Freund beschützt ist. Alleinlassen würde ich sie überhaupt nicht mehr.

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    Aber es ist ja nicht so, dass Shezza mich verzweifeln lässt, weil mir die beiden zusammen zuviel werden. Es ist Shezzas Verhalten und welches ich nicht in den Griff kriege was mich überlegen lässt ob ich ihn in andere Hände gebe. Ob Yuna jetzt da ist oder nicht ändert nichts an dieser Überlegung,

    Aber an Shezzas Verhalten. Der Zwischenfall, den du schilderst, ist doch genau deshalb entstanden, weil die beiden zusammen zuviel waren. Die Hündin ist, ohne dass ihr sie aufhalten konntet ,zu einem fremden Menschen gelaufen, der sich mit ihr beschäftig hat - was den Rüden offensichtlich dazu motiviert hat, sie "rauszuhauen". Ich würde mal sehr bezweifeln, dass er sich so verhalten hätte, wenn die Hündin bei euch geblieben oder gar nicht dabei gewesen wäre.

    Also spielt Rudeldynamik in den Problemen mit dem Rüden sehr wohl eine Rolle, und das Verhalten der Hündin sollte es auch in den Überlegungen tun.