Langzeitfolgen. Das Fohlen sieht gottserbärmlich aus, ich hoffe so sehr ,es kommt durch.
ZitatAlles anzeigen(zitiert)>>> Hinte - Der vermeintliche Angriff eines Wolfes auf vier Stuten auf dem Hof von Larissa Glass in Hinte-Canhusen sorgt bei der 34-jährigen Pferdetrainerin für schlaflose Nächte. „Der Wolf scheint sich hier immer noch aufzuhalten“, sagte sie am Freitag im Gespräch mit der Redaktion. In der Nacht hatte sie das Raubtier gegen 3.15 Uhr mit einer Wärmebildkamera auf einem Feld laufen sehen. Dass Glass um diese Zeit auf ihrem Hof Kontrollgänge macht, liegt daran, dass sie seit dem Angriff auf vier Pferde beim kleinsten Geräusch aus dem Schlaf schreckt.
Am Samstag vor einer Woche hatte sie vier Stuten mit schweren Verletzungen entdeckt. Wie Lotta Cordes vom Niedersächsischen Umweltministerium auf Nachfrage mitteilte, seien „Wölfe als Schadensverursacher amtlich festgestellt“ worden. Das DNA-Ergebnis steht zwar noch aus, „aber es lässt sich auch durch andere Spuren erkennen, ob es ein Wolf war“, sagte die stellvertretende Pressesprecherin des Ministeriums. Zu den vermeintlichen Sichtungen, die es in den vergangenen Tagen in und um Hinte gegeben haben soll, konnte sie hingegen nichts sagen.
Zahlreiche Sichtungen?
Larissa Glass ist dabei nicht die einzige, die in den vergangenen Tagen einen vermeintlichen Wolf beobachtet hat. Bei Bauer Peter Habbena, der zugleich Landeschef beim Bundesverband deutscher Milchviehhalter und Jäger ist, sind in dieser Woche zahlreiche Sichtungen – in Bedekaspel, Siegelsum, Leezdorf, Longewehr und Loppersum – gemeldet worden. „Die Leute melden sich bei mir und schicken mir Fotos von Pfotenabdrücken“, sagte der Krummhörner. Er verweise dann immer an die offizielle Monitoringstelle des Landes, denn zuständig für das Thema Wolf ist der Landwirt nicht. Er selbst hat das Raubtier seit einem Jahr selbst nicht mehr gesichtet. „Und auch die wildlebenden Tiere sind ziemlich ruhig“, so seine Beobachtung. „Wir brauchen eine gesicherte Darstellung der Wolfspopulation“, fordert er dazu auf, jede Beobachtung zu melden. Nur so werde die Komplexität des Themas erkennbar.
„Nicht verifizierbar“
Ob es sich jedoch bei allen Sichtungen tatsächlich um ein Raubtier handelt, ist nicht einwandfrei herauszufinden. So gab es in dieser Woche ein Video aus Leezdorf, auf dem angeblich ein Wolf zu sehen sein soll. „Das ist nicht verifizierbar, weil die Qualität zu schlecht ist“, sagte Cordes vom Umweltministerium, dem aus dieser Woche und dem Gebiet um Hinte nur dieser eine Fall bekannt ist. Und auch Glass ist sich bei ihrer Beobachtung nicht hundertprozentig sicher. „Es war definitiv kein Reh. Die Bewegungen waren ganz anders, seltsam flach“, sagte die Pferdetrainerin.
Ihren Tieren geht es unterdessen schlechter als noch zu Anfang der Woche. „Die Wunden sehen schlechter aus und sind sehr keimbelastet.“ Auch ihr einjähriges Fohlen ist weiterhin in der Tierklinik und noch nicht über den Berg. Auch bei dem Jungtier sehen die Wunden „nicht gut aus“, sagte Glass, die ihr Pferd am Mittwoch in der Klinik besucht hat. „Wir müssen einfach abwarten.“ Der finanzielle Schaden sei aber schon jetzt immens, so die Pferdetrainerin. Sie bekomme zwar pro Tier 5000 Euro Entschädigung, die Kosten für die Behandlung des Fohlens seien dadurch aber nicht einmal ansatzweise gedeckt.<<<