Ich hab mich jetzt den ganzen Hundespaziergang über gefragt, weshalb mich solche Typen, B ist ja nicht der einzige ,immer noch so triggern können, obwohl doch längst klar ist, was da kommt. Ich glaube, was mich so besonders ankotzt, ist diese vermenschlichte und undifferenzierte Aussage darüber, wer "wichtiger" ist.
Das ist pauschal einfach sowas von blöd und unlogisch. Für eine Blühwiese sind nun mal auch nicht-seltene Weidetiere -zigmal wichtiger als ein Wolf, und in anderen Landschaftstypen hat der dann wieder seinen vorrangigen Platz.
Das finde ich eigentlich so einfach und grundlagenmäßig. Wir wären zum Beispiel nie auf die Idee gekommen, zu sagen: Unsere Pferde sind "wichtiger" als der blöde Neuntöter, sondern wir haben den Vögelchen immer schön säuberlich und mit einigem Aufwand ihren Weißdorn ausgezäunt und die ganze elend harte Hecke mit der Hand geschnitten, um sie bloß nicht zu stören - und uns dann jeden Tag daran gefreut, wie gut es den Ponys UND dem Neuntöter ging. Oder den Rehen, für die die unterste Litze extra hoch war, damit sie in Ruhe zum Setzen auf die Weide konnte, und...und...und.
Ich komme wohl einfach nicht damit klar, dass ich jetzt plötzlich zwischen "wichtig" und "unwichtig" entscheiden soll, nachdem ich mich so lange gerade an all den Zusammenhängen gefreut habe.