Meine Gedanken.... Ich weiß gar nicht, wie oft mir grad am Anfang geraten wurde, meinen Hund kastrieren zu lassen. Grad so um den Zeitpunkt als er ein Jahr und völlig pubertätsgebeutelt war....
Alldieweil, er sei ja sooo dominant und das wäre ja die einzige Möglichkeit aus ihm einen "normalen" Hund zu machen.
Gleichzeitig kamen da auch noch einige Beißunfälle mit anderen Rüden hinzu, die meinen Hund angriffen und auch tackerten.
Es war stressig, ohne Frage, zumal ich in der Zeit auch noch zwei pubertierende Kids hatte...
Nur iwas in mir sagte mir auch klar und deutlich, dass die Kastra der völlig falsche Weg war.
Nun, mein Hund lernte, mit jeder Läufigkeitswelle der Damenwelt dazu und er wurde auch von Kopf her erwachsen.
Heute ist er fast 6 Jahre alt und immer noch unkastriert. Seine angebliche Dominanz hat sich als Angstaggresion herausgestellt.
Er hat gelernt mit Frust umzugehen, weiß wann es sich lohnt den Damen den Hof zu machen und wann nicht, andere Rüden ... nun ja, es gibt sie und Frauchen hat was gegen imaginäre Schnitzelpläne. Wir haben drei, vier Rüden, die mögen wir gar nicht und das beruht auf Gegenseitigkeit. Da wird auf der Gegenseite nämlich genauso geprollt und der wilde Max markiert.
Alles in allem ein ganz normales Hundeleben.
Ohne großartigen Stress wegen läufiger Damenwelt.
Mit Kastra hätte das wohl anders ausgesehen.... Grad wenn ich TanNoz Post bedenke in puncto Besteigen...
Hinzu kommt die Angstaggro und das ich selbst sehe, wie so Hunde mit Kastraten umgehen...und wie die Halter dann reagieren.
Da ist das Leben meines unkastrierten Hundes doch wessentlich stressfreier.
Birgit