Vielleicht sollte man, bevor man kastriert einiges vorher wissen.
Mit der Kastration, hier mit der Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke stelle ich den Körper im Stoffwechselablauf auf Senior um. Alles läuft dann wesentlich langsamer, zudem wird gerade bei Hündinnen Osteoporose ein Thema.
Testosteron aber auch Östrogene sind in der Pubertät für Neuverknüpfung und Neusortiertung gewisser Hirnareale verantwortlich, hierzu zählen die für soziale Kompetenz, soziale Intelligenz und Stressverarbeitung.
Hinzu kommt, weshalb will ich eigentlich kastrieren?
Scheinschwangerschaften verhindern? Hmm, geht nicht, denn die sind prolaktingesteuert und somit vom Östrogen unabhängig. Es kann von aussen angestossen werden durch einen Welpen, Schwangerschaft der HH und Baby im Haus...
Gesäugetumore verhindern? Nun, ein Hauptindikator für Gesäugekrebs ist ein hohes und zu hohes Gewicht der Hündin im ersten Lebensjahr. Dummerweise ist der auch noch größer als die Scheinschwangerschaft.
Gebärmutterentzündung verhindern... Hier sagt der Gesetzgeber, dass dies eine Amputation nicht rechtfertigt, da ein Beobachten der Hündin und ein rechtzeitiger Gang zum TA bei Unstimmigkeiten im Zyklusablauf völlig ausreichend sind.
Trächtigkeitsverhinderung- auch hier bezieht der Gesetzgeber klar Stellung -Der Halter kann auf seine Hündin achten und somit die aufgabe der Fortpflanzungskontrolle erfüllen. Kein Indikator für die Kastra, auch bei Mehrhundhaltung nicht.
Birgit, in Kurzform...
Herz-Kreislauf, Knochenwachstum... auch hier greife ich ein und zwar massiv.