Beiträge von Abessinierin

    Nun ich habe einen Parson Russell und ich kann nur warnen.

    Ein Parson braucht konsequente und souveräne Führung mit viel Geduld und noch mehr Humor.

    Er ist ein Solitärjäger und ohne vernünftiges Abbrucchsignal ist er schnell auf und davon bei Witterung und/oder Ansicht von Wild.

    Er ist ein "Danke, bin selbst Hirnträger Hund", was nichts anderes bedeutet, als das er gern diskutiert ( Kommandos und deren Sinnhaftigkeit einschließlich Zeitpunkt der Ausführung dieser seinerseits) und hinterfragt.. vorzugsweise Dich als Halter und den Status, den Du zu haben meinst ( bist Du eigentlich berechtigt, dem Parson iein Kommando zu geben und zu erwarten, dass er es befolgt?).

    Er braucht Beschäftigung, vorallem für den Kopf, ansonsten entwickelt Herr oder Frl. Parson doch sehr unliebsame Hobbies wie Jagen, Dauerkläffen, Dinge zerlegen etc.pp. Mantrailen, Fährten, Dummytraining, dazu noch Suchspiele, Intelligenzspielchen aller Art, clickern....

    Will to please? Ähm jaahaaa, wenn man ihn begeistern kann, dann hat er ihn- genau für diesem Moment. Ansonsten ist man entweder souverän genug, hat grad die bessere Position oder die A-Karte und Hundi macht das, was er für richtig hält.

    Freunde... nun, die sucht ein Parson sich selbst aus. Und da er ein großer Hund in einem viel zu kleinen Körper ist, neigt er durchaus mal zu Größenwahn und versucht auch Doggen, Rottis, Schäferhunde etc.pp in die Schuhe zu verbringen.

    Was wäre denn da noch- hmm, er ist ein begnadeteter Schauspieler und charmanter Lügner. So kann es passieren, das Herr oder Frl Parson ganz ernsthaft und äußerst glaubwürdfig erklären, dass der Braten in ihrer Schnauze grad einen sehr akuten Schwindelanfall aufgrund von Höhenangst erlitt und sie ganz selbstlos diesen armen Braten vor dem harten Aufprall auf den Boden retten wollten.

    Dann wäre da noch die Sache mit den Regeln, Ge- und Verboten. Einmal festgesetzt bleiben sie genauso bestehen. Mit einem Hin- und Her in dieser Kategorie kommt Herr oder Frl. Parson wirklich nicht zurecht und bei unklarer Führung seitens des Besis führen die Hunde. Was dazu führt, dass sie kleine Tyrannen werden, die ihre ansichten durchaus aus mit Gebrauch der Zähne klarmachen.

    Ach ja, evtl. Löcher im Zaun hat dieser Hund nicht nur zuerst gefunden- Nönö, er nutzt sie dann auch.

    Hoch- und Tiefbauarbeiten sind ebenfalls seine große Leidenschaft...

    Der er durchaus ernsthaft und mit Ausdauer frönt.

    Ein Hund, der nebenbei läuft- auch das ist er nicht. Er ist ein Hund der seinen Halter zum Lernen, Reflektieren und Nachdenken und Hinschauen mit Voraussicht bringt.

    Sicher, dass es ein Parson sein soll?

    Zitat

    naja mein hund ist vorher zu allen hingelaufen und vorallem hat er fährten von läufigen hündennin verfolgt (kastrieren lassen mussten wir ihn sowiso da wir ncoh eine hündinn haben) und seit dem macht er dieses verfolgen nicht mehr das ist schlicht und einfach so und keine verhaltensfestellung aber dadurch werden nunmal die hormone genommen und der rüde interessiert sich nicht mehr so für den geruch der läufigen hündinnen


    Lächel, zum Zeitpunkt der Kastra war Dein Hund wie alt und hat schon wie oft den Unterschied zwischen Bienchen und Blümchen bewusst wahrgenommen?

    Ausgereift ist ein Hund i.d.R. erst dann, wenn die Hündin der gleichen Rasse ihre drite Läufigkeit abgeschlossen hat.

    Zitat

    Komisch, habe jetzt den 5. unkastrierten Rüden, vorher drei Hündinnen, ich habe keine Probleme und mir würde im Leben nicht einfallen einen gesunden Hund kastrieren zu lassen, von den Nebenwirkungen ganz abgesehen.


    Mir auch nicht, Heidi.

    Vorallem wenn ich daran denke, dass Gaby`s Ide heut noch obwohl kastriert und in einem reifen Alter mit Nachbars Hündin auf der Hollywoodschaukel sitzt, während Gaby diesen Schwerenöter sucht....

    Schlepp und Hund konsequent beschäftigen wäre mein Weg.

    Zitat

    nein die Gehorsamkeitsübungen nicht aber durch die Kastration werden viele Hunde ruhiger und vorallem sind sie nicht mehr so auf Hündinnen und verfolgen da nicht mehr jede Spur gehorsamkeit und das lenen muss trotzdem sein


    :lachtot: Ähm, lies mal bitte Niepel dazu und wenn Du schon dabei bist: Kastaration aus verhaltensbiologischer Sicht von Gansloßer und Strodtbeck.

    Das, was Du schreibst, ist schlichtweg Humbug.

    Zitat

    Macht doch nichts. Die wollen doch nur spielen und sind eigentlich ganz lieb ...

    Viele Grüße
    Frank


    Och Frank, die Mädels schon.. bei den Jungs sieht es da etwas anders aus.... Die sind eher Achmed-Anhänger...

    Meist dauert das ganze auch nur ein Jahr... dann sind viele angeschaffte Hunde eh wieder weg, weil arbeitsaufwändig, doch nicht wie im Film, zu teuer, eingezogen worden...