Beiträge von Abessinierin

    Gebissen im Schlaf wurde Markus schon und es war kein Wunder. Dieser 120 kg hatte nämlich sein Bein auf 11,5 kg Terrier gelagert, was wehtat, zu Atemnot und Panik führte.

    Okay, dass Vertrauensverhältnis zu Hund ist gestört wenn Hund gebissen hat- Ehrlich? Alle Bisse hier beruhten auf Halterfehler.

    Es ist bspw. äußerst dusselig, dem Hund iwas aus den Zähnen puhlen zu wollen, wenn hinterrücks und im Blickfeld des Hundes die liebe Tochter grad mit dessen Ochsenziemer spielt.

    Oder aber man grad verträumt mit durchtrittsicheren Arbeitsschuhen mit Stahlkappe Größe 43 voll auf den Terrierfuß latscht.

    Halterfehler halt.... und misstraut habe weder ich noch meine Familie dem Hund. Wir hatten gepennt und die Situation entstehen lassen, Hund hat nur wie Hund reagiert.

    Danke und schön, dass Euch mein Text bzw. meine Gedankengänge Euch gefallen.

    Lächel, auch so ein Ding, genauso wenig wie wir des Terriers feuchte Nase nachts oder am frühen Morgen im Gesicht haben möchten, genausowenig stören wir im Schlaf oder auf seinen Ruheplätzen.

    Und nein, hier wird ein Knurren oder Maulen im Falle eines unsanften Weckens auch nicht geahndet.

    Warum auch?

    Ich mag auch nicht rüde oder via Anfassen, Küssen oder ähnliches geweckt werden.

    Wir alle haben Hunde aus den unterschiedlichsten Gründen. Oft sind sie Familienmitglieder, nicht selten Partner im Sport, Kollege im Schutzdienst, Helfer bei der Jagd, Die Asse in der Vermissten- und Verschüttenden-Suche im Rettungsdienst und helfende Pfoten, die wieder selbstständiger machen im Einsatz als Behinderten-Begleithunde, als Therapiehund, Blindenhund.

    Doch, man bedient sich doch ganz gern dieser vier Pfoten und zwar in jedem Bereich.

    Und es ist ja auch ganz toll, was sie leisten- solange sie es leisten und nicht auffällig werden. Man vertraut Hund abgrundtief und überhaupt würde man ihm ja alles einschließlich Haus, Leben und Kinder anvertrauen.

    Bis zu dem Moment, wo der Hund beißt. Möglichst noch ein Kind.

    Ganz schnell erklären wir Hund zum Schuldigen und erwarten von ihm Verhaltensweisen, die sein hündisches Programm nicht vorsieht. Er kann ja weggehen ist eine Verhaltensweise davon.

    Er darf nicht beißen, er muss alles erdulden, er darf nicht knurren und nicht warnen.

    Verspricht man diesem, dann heißt es ganz schnell: Du stellst ja den Hund über das Kind!

    Tu ich das?

    Ich liebe sowohl meine Kinder ( und jedes auf eine andere Art), meinen Partner und meinen Hund und je nach Situation stehen sie in wechselnden Positionen auf der Dringlichkeitliste. Stecken meine Kids in Schwierigkeiten wird alles stehen- und liegengelassen, steckt der Partner in Schwierigkeiten ebenso und steckt der Hund in Schwierigkeiten, dann steht und liegt hier auch alles.

    Es gelten für alle Regeln und jeder rasselt mit mir zusammmen, wer meint dies ausser Kraft setzen zu können.

    So hat der Hund ebensowenig zu drängeln wie meine schwerbehinderte Tochter ihm eben nicht auf die Füsse zu latschen hat.

    Man isst hier in Ruhe und keiner stört, Hund wie Zweibeiner.

    Man darf warnen und wenn man sich erschreckt, einem unversehens wehgetan wird, dann darf man sich hier wehren, auch mit einem Biss.

    Man darf sich auf souveräne Führung und Rückhalt verlassen und auf Verständnis bauen, wenn was schiefgegangen ist.

    Schießt man aus der Bahn wird man konsequent zurückgeholt und Vertrauen und Privilegien erarbeitet man sich.

    Und auch das gilt für alle-> Vier- wie Zweibeiner.

    Ebenso, dass man Privilegien wieder verlieren kann. Wer versucht, mich zum Narren zu halten hat unversehens mit Konsequenzen zu rechnen.

    Und wer blind durch die Gegend trappst und anderen wehtut, der muss damit rechnen, dass eine menschliche oder tierische Reaktion kommt. Wir möchten alle nicht, dass uns jemand wehtut, also passen wir auf.

    Denn wir sehen in unserem Hund ein Lebewesen und kein Steifftier oder eine Maschine mit FI-Schalter, der bei Gefahr rausspringt.

    Rudi oder Susi Sorglos Halter, leider.

    Ich hoffe, dass der Labbi sich gut und schnell von seinen Verletzungen erholt und sein blindes Frauchen den Schock überwinden kann.

    Wie hilflos muss sie gewesen sein und wieviel Angst muss sie gehabt haben.

    Der Labbi ersetzt ihr das ihr fehlende Augenlicht....

    Zitat

    Ich glaube noch nicht einmal das es sich dabei um Selbstüberschätzung handelt. Viele sind gar nicht fähig sich ihr Unvermögen einzugestehen, dann wird sich daran geklammert, man selbst liebt den Hund so sehr, der Hund liebt einen auch "über alles" und kann gar nicht woanders "glücklich" sein.

    Es wird da in einen Hund etwas rein interpretiert, was gar nicht in der Natur des Hundes liegt. Ein Hund ist Pragmatiker und wird sich dort wohlfühlen, wo er ein angenehmes Leben mit ausreichend Futter hat. Unter Umständen wird er eine gewisse Zeit seinem vertrauten Umfeld nachtrauern, aber auch das vergeht.

    Und das vielleicht auch noch zu erleben, das fällt den meisten "Abgebern" schwer.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    Gaby, ich würd gar nicht mal sagen Selbstüberschätzung sondern Unvermögen, sich selbst Fehler und Unvermögen einzugestehen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Gepaart mit einer gehörigen Portion Narzissmus.

    Weil, wenn es selbst nicht hinbekommt, dann bekommt das auch kein anderer hin..... und soll es vorallem auch nicht.

    Was für mich immens wichtig ist: Warum hat der Hund gebissen? Händlingfehler, Angst seitens des Hundes, Unfall, Krankheit, Traum vom Vorbesitzer, das ich evtl. getriggert habe etc.pp.

    Danach entscheide ich weiter, kann ich mir das Beißen nicht erklären, dann geht es weiter mit TA und Verhaltenstherapeut/ Hundetrainer.

    Kann ich es mir erklären, dann eben die Überlegung: Okay, Wie kann ich es das nächste Mal besser machen? Was muss sich ändern, damit es ein einmaliger Vorfall bleibt?

    Ein Abgabegrund ist für mich ein Beißunfall nicht. Shit happens nun mal. Auch im Umgang mit einem Hund.

    Und Nein, meines Erachtens nach gibt es nicht den Garantiehund, der alles mit sich machen lässt. Kann es nicht geben, da Hund ein autonomes Lebewesen mit eigenen Emotionen ist.

    Und Nein, ich bin auch nicht der Meinung, dasss Hund alles sang- und klanglos ertragen muss.

    Hmm, welchen Stellenwert hat das Terriertier bei uns: Vierpfotiges, felliges Familienmitglied.

    Doris, ist es doch immer. Fehler macht doch nicht der Mensch sondern nur der Hund.

    Grins, ich geh jetzt zu meinem Werwolf ins Bett. Lass mich noch ein Ründchen gefährlich knutschen, dann rollt sich die Nase wieder selig in den Kniekehlen zusammen und ratzt mit mir um die Wette.

    Ähm ja, wenn Markus ins Bett kommt, dann schickt der den Hund kurzweilig raus. Er küsst mich lieber zur Guten Nacht ohne neugieriger Hundenase zwischen uns, die unbedingt wissen muss: Wie geht KÜSSEN?

    Mal zum Thema raus und wegschicken.

    Grins, ach Mara, wer verurteilt hier die TS?

    Abgabegründe für einen Hund bei mir: Ich kann den Hund nicht mehr adäquat versorgen.

    Ich kann meinen Hund nicht sicher für mich, meine Familie und mein Umfeld
    händeln.

    Euthanasiegrund: Schwere Krankheit meines Hundes einschließlich gravierender Einschränkung
    der Lebensqualität.

    Schwerwiegende Verletzung mit gravierender Einschränkung der Lebens-
    Qualität.

    Zitat

    Tja, anscheinend hat Ben es doch nicht gelernt ... und obwohl bekannt war, dass er nicht in "seinem" Zimmer liegt, sondern unter dem Tisch schläft, wurde das akzeptiert ... und plötzlich ist der Hund schuld.

    Statt sich selbst die Zeitung auf den Kopf zu schlagen, weil man einen Fehler gemacht und den Hund hat unter dem Tisch schlafen lassen, kommt da unsinnigste Gedanken auf.

    Und genau deshalb sehe ich für den Hund keine Zukunft in der Familie: Weil bei der TS die Einsicht fehlt, selbst einen gravierenden Fehler gemacht zu haben.

    Doris


    Eben, Doris!