Beiträge von Phantomaus

    Kommentare höre ich wenn, wie ich alleine das große Wohnmobil fahre (n kann) oder wie mutig das sei. Ich vermute, die Sätze hört ein Mann in der Situation nie... :muede:

    Ja, das ist echt strange, weil ja "Riesenwohnmobil fahren und rangieren" jetzt nichts ist, wofür man mindestens 1,80 groß sein oder Bärenkräfte aufbringen können muss.

    Ich fahre ja bloß einen Bulli, das traut man einer kleinen Frau offenbar technisch grundsätzlich zu. Aber "Hast Du denn keine Angst?" höre ich auch oft. Nicht nur in Bezug auf's alleine Campen, sondern ständig. Sogar bezüglich der abendlichen Hunderunde in der dunklen Jahreszeit. Und sowas fragen immer Frauen! Dabei wohne ich hier in einer Gegend, die in der Verbrechensstatistik praktisch nicht auftaucht. Also muss ich vermuten, dass diese Frauen selber in allen möglichen Situationen alleine Angst hätten. Und das finde ich wirklich furchtbar, weil Angst einen ja echt einschränkt.

    Schon klar, dass man nicht komplett arglos unterwegs ist, ich denke, jede*r von uns hat schon mal einen Stellplatz wieder verlassen, weil sich da "komische Gestalten" eingefunden haben. Aber in der Regel sind das doch bloß alkoholisierte Jugendliche, die zwar nerven, aber von denen keine Gefahr ausgeht. Oder andere Hundehalter, die durch die Nacht schleichen. :skeptisch2:

    Hihi. Ich hatte im Sommer in Schweden erstmals eine Hängematte mit. Hab mir das nett vorgestellt - Stellplatz irgendwo an einem See und dann mit Buch in die Hängematte. Bäume sind da ja überall, ne?

    Aber man wundert sich, in welchen ungünstigen Abständen diese wirklich zahlreichen Bäume in Schweden stehen. Mal ganz davon abgesehen, dass man direkt an seinem Stellplatz tendenziell sowieso keine Bäume hat. Also auf nem Campingplatz sowieso nicht, aber auch an Stellplätzen: Da SIND Bäume, klar. Aber niemals in 2,50 m Abstand zueinander und selbst wenn, dann sind sie mit Gebüsch zugewachsen. Weil ja so Stellplätze auch nicht mitten in einer Baumschule sind, sondern am irgendwo am Waldrand - wo der Wald erstmal mit Gebüsch anfängt, ne?

    Wenn man zelten würde, säh's anders aus. Da könnte man sich schön mitten im Wald was suchen, wo die Hängematte passt. Zelten wäre cool...

    Nach dieser anstrengenden Tätigkeit ruhten der Freund, die Hunde und ich uns auf einer Lichtung aus.

    Wie kommt man denn bitte auf die Idee, dass man zu so einer Aktion unbedingt die Hunde mitnehmen muss? Das letzte, was man bei sowas brauchen kann, sind doch Hunde, die a) sich die Leiche nochmal näher angucken, die b) wahrscheinlich beim Buddeln mitmachen wollen oder ihrerseits ein eigenes Loch aufmachen würden, die c) ansonsten mal gucken gehen, was sonst noch so im Wald los ist oder, noch schlimmer, d) die womöglich Wache stehen und bei jedem Pups anschlagen und damit erst recht Leute aufmerksam machen. Und die e) bei jedem zukünftigen Spaziergang wieder diese Lichtung kontrollieren gehen wollen. Macht man sich üüüüberhaupt nicht verdächtig mit...

    Ich begreife es nicht. Es war nur ein Traum, okay. Aber wie realitätsfern kann man träumen?

    Wir sind gerade in Schweden und ich kann bisher nur von einem Campingplatz berichten - die meiste Zeit stehen wir „irgendwo im Hinterland“ sehr schön frei.

    Jedenfalls. Dieser Campingplatz. Direkt an der Küste. Recht eng, recht voll. Familienfreundlich. Mit Strandzugang. Und trotzdem noch was frei: Uns wurde Platz 17 angeboten, mittendrin. Geht schon irgendwie klar, dachten wir, ist ja nur für eine Nacht, damit man mal vernünftig duschen kann. Der geforderte Preis von ca. 25 Euro hat mich etwas stutzig gemacht, ich vergewisserte mich also nochmal, dass das „campervan with two people and a dog“ abdeckt. Oh, äh, also, wenn wir einen Hund hätten und nicht unbedingt Strom bräuchten, dann könnten wir uns vielleicht besser irgendwo auf die große Wiese ganz hinten stellen? Und da standen wir dann. Am Waldrand. Sozusagen alleine - das enge Campingdorf locker 200 Meter weit weg. Wunderbar!

    Wir essen eigentlich wie zuhause, außer Nudeln, die werden nix.

    Also Gemüse grillen oder kochen, gerne Kartoffeln dazu und dann eben mit verschiedenen Lebensmitteln zubereiten.

    In Kartoffeln mit Gemüse und Schmierköse und vielen Kräutern dazu Wprstchen oder was Veganes.

    Wieso werden Nudeln nix? Das ist (neben Reis) bei uns eine Standard-Kohlenhydrat-Grundlage in der Campingküche und da geht nie was bei schief!

    Irgendwas an Gemüse kriegt oder hat man immer, Olivenöl oder Sahne dazu oder Tomatenmark oder beides, Parmesan drauf, fertig. Je mehr verschiedene Gewürze man mithat, desto besser kann man sowas wie Paprika-Nudeln variieren, aber wenn nur Salz und Pfeffer da sind, passt das ja auch.

    Gemüse lagere ich auch nicht im Kühlschrank, so viel Platz ist in der kleinen Kiste nicht.

    Aber Kartoffeln: Die mache ich unterwegs nie. Das dauert mir zu lange.

    Wenn man einvakuumiertes Fleisch hat, das eingefroren ist. Wie lange kann man das aufgetaut im Kühlschrank aufheben?

    Ich weiß, dass frisch einvakuumiertes Fleisch sich eine Weile im Kühlschrank hält. Aber wie sieht es aus, wenn es eingefroren war und aufgetaut ist? Für den menschlichen Verzehr?

    Hintergrund: Ich habe Wildfleisch von einem Jäger bekommen. Ich würde davon gerne was mit in den Urlaub nehmen, wo wir häufiger grillen. Wäre schön, wenn das nicht nur eine Option für den ersten Tag wäre.

    Ich habe auch mal eine Frage. Mein Mann ist 10 Tage Radwandern. Wir gehen immer zu zweit mit unseren beiden Hunden. Nun bin ich alleine und würde nur noch einmal am späteren Abend eine Runde drehen in der Hoffnung das ich niemanden mit Hund begegne, da unsere Hündin absolut keine anderen Hunde mag, das war schon in der Hundeschule so und so benimmt sie sich auch an der Leine. Jetzt meine Frage, ist es schlimm, das die Zwei nur noch einmal am Tag unterwegs kommen? Wir wohnen hier auf dem Lande auf einem 1Hektar großen Grundstück mit Ponyhaltung und die Hunde sind draussen immer dabei. Das komplette Grundstück ist umzäunt, also ausbruchsicher für Hunde. Ein schlechtes Gewissen bleibt, auch wenn sie keinen Hundekontakt möchte, Schnüffeln ist doch auch wichtig.

    Quatsch, das sind doch nur ein paar Tage... Und Du hast doch sogar vor, einmal am Tag mit beiden rauszugehen? Da würde ich mir ja überhaupt keine Gedanken machen, wenn die kleinen Löserunden mal wegfallen und die große Runde mal ein paar Tage lang nur als kleine Runde stattfindet. Wirklich nicht.

    Der Hund hat Dich und den anderen Hund um sich, ist also nicht allein. Und hat ausreichend Gelegenheit, zwischendurch zum Lösen rauszugehen. Und bei so einem großen Garten findet sie auch da was zum schnüffeln, wenn ihr das wichtig ist.

    Wenn das schlechte Gewissen Dich arg quält, mach doch zwischendurch irgendein Suchspiel im Garten. Dann haben die Hunde was zu tun und alle sind gut zufrieden.

    Auf den Boden starren und hoffen war genau Jils modus operandi. Die stand mir beim Kochen immer im Weg und war glücklich über jedes Spänchen Parmesan, dass vielleicht mal zu Boden gegangen ist.

    Ich fand das nicht optimal und habe auch nie absichtlich was runterfallen lassen. Aber ich hatte nicht den Nerv, meine Kocherei dauernd zu unterbrechen, um den Hund wegzuschicken. Jil stand auch beim Essen neben uns, hat den Boden angestarrt und geseufzt. Brutal. Früher haben wir das ignoriert, aber als sie alt wurde, haben wir ihr zwischendurch was gegeben, damit wir uns nicht so schlecht fühlen mit dem armen verdrehten Hund, der nie so richtig verstanden hat, wie die Welt funktioniert.

    Cinnia ist nicht so. Die ist schlau und der war das immer zu blöd, rumzustehen und zu hoffen. Ihre Art ist es, zu fordern. Die wartet freiwillig auf ihrem Platz, bis das Essen fertig ist, setzt sich dann neben mich und stupst mich mit der Pfote an. Das ist auch nicht die feine Art, aber ich habe nicht den Nerv, mein Essen dauernd zu unterbrechen, um den Hund zu erziehen. Also haben wir uns darauf verständigt, dass sie sich hinlegt und mich nicht tritt und dass sie dafür zwischendurch was kriegt. Win-Win.