Beiträge von Wiedehopf

    Danke erstmal für den Hinweis auf Epilepsie, werde die TÄ darauf auch mal ansprechen.

    Wenn er seinen Rappel hat, kommt er mir ziemlich klar vor. Ziel fest fixiert, aber unglaublich aggressiv und forsch, wie man es sonst nie gesehen hat bei ihm. Er nimmt dann auch andere personen wahr, richtet aber seine Aggression nur auf eine Person/den Personenkreis, der anscheinend "auslösend" war, obwohl absolut kein Verhalten erkennbar ist ( beim mensch ), dass irgendwelche Aggression diesen Ausmaßes rechtfertigen könnte. Sein normales Dominanzverhalten bzw. seine Dominanzversuche, die er ab und an hat, laufen auch komplett anders ab in seinem Verhalten: zuerst probiert ers, er fängt an zu drohen und meistens ist danach auch Schluss weil seine Versuche eben fruchtlos enden.

    Wie gesagt, scheint diese Aggression auch nur auf die Person oder den Personenkreis fixiert, die beim "Einsatz" des Anfalls quasi "erreichbar" für den Hund sind ist aber nicht einschränkbar auf bestimmte Personen (in der Familie).

    Nach dem Anfall ist er wie immer, lässt sich handlen und ohne Probleme halten. Auch nicht müde oder sonst etwas, wie immer halt *schulterzuck*

    edit: werde den TA-Termin jetzt erstmal abwarten (Mittwoch) und mir da ebenso Rat holen und dann hier berichten. Vielen Dank schonmal für eure Hinweise :gut:

    Also Lärm würde ich jetz aufgrund der verschiedenen Situationen, in denen seine "Ausraster" statt finden, nicht vermuten bzw. war auch nicht erkennbar. Wie gesagt, das Problem ist, dass man eben nicht genau fest machen kann, was das auslöst.

    Heute zum Beispiel, merke ich, dass mit meinem Hund was nicht stimmt. Scheint Magenprobleme zu haben, zumindest is er grad wieder am Gras fressen. Hat er manchmal, 1x kommt alles raus dann, alles wieder gut. Kennt wahrscheinlich jeder von seinem Hund. Hat unserer auch schon immer mal wieder gehabt. Wohl wieder Pfoten sauber gemacht und noch nich alles Salz von den Straßen weg.

    Aber zum Thema: Jetzt hat er z.B. Magen-Grummeln und wahrscheinlich ist ihm auch übel. Das merkt man auch, er is nich zum spielen oder ähnlichem aufgelegt. Und dann lässt man ihn auch in Ruhe, aber allgemein absolut keine Form von Aggression zu verzeichnen. Fressen wieder weggenommen, nachdem er nichts fressen wollte, ohne Probleme. Er ist einfach auch nicht wirklich ein Schmerz-Beißer. Einmal hat ihm unser Haus-TA eine ganze Kralle ohne Betäubung gezogen, die knapp über dem Krallenansatz abgebrochen war... Kurzer Blick: "Was war das?!", sonst nichts...

    Nachdem ich das heute wieder mitkriege, wie er drauf ist, wenns ihm gesundheitlich "nicht so dolle" geht, dann scheint mir was neurologisches echt das naheliegendste :X Werde wohl erstmal dem Rat folgen, einen Neurologen aufzusuchen.

    Zur Schmerztherapie: Er bekommt 1 Medikament, leichtes Schmerzmittel eigentlich wegen der OP. Allgemein sehr gut verträglich. Ist aber bekannt dafür, dass man die Dinger z.B. auch zur Arthrosebehandlung dauerhaft einsetzen kann. Rimadyl heißt das Zeug und ist wahrscheinlich auch vielen bekannt.

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    oh, mein Gott, was habt ihr alles schon durchgemacht! :knuddel:

    Ich wünsche euch ganz herzlich ganz, ganz viel Kraft!!!


    Habt ihr schon einen Neurologen gefunden zum Röntgen?

    Vielen Dank für die Wünsche. Werde morgen beim TA nachfragen.

    Ich weiß grad gar nicht, ob ich da noch Kraft aufbringen muss, da es nun schon das 5. Mal ist, dass ich Kraft aufbringen hätte müssen, da "der" Termin ja schon ein paar mal fest stand. Im Endeffekt hat er sein Todesurteil ja schon durch die letzte Diagnose erhalten. Zum 5. Mal. Ich weiß nicht, wie oft man Trauer durch drohenden Verlust eines Tieres durchmachen kann, aber ich seh das eigentlich jetzt schon ganz nüchtern und möchte ihm eigentlich nur noch seine verdiente Zeit ermöglichen, so weit es möglich ist. Darum die Frage in die Runde hier.

    Aber ich glaube, jetzt wirds zu emotional und wir kommen bissel vom Thema ab ;) Bin für weitere Ratschläge, was es denn sein könnte sehr dankbar, falls der Neurologe nichts finden sollte :???:

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    Sieht und hört der Hund noch gut? Es macht den Anschein, als ob er sich plötzlich über vorher bekannte Reize sehr erschreckt.

    Hören tut er wie ein Erdmännchen. Kleinste Geräusche irgendwo an der Haustür werden sofort registriert, da er im Garten auch zielgerichtet Vögel auch in höhsten Bäumen anbellt :lol: , kann es mit der Sehkraft wohl auch nicht so schlecht stehen. Geruchssinn merkt man auch absolut keine Beeinträchtigung bei unseren Such-Spielchen...


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    Also kann ich aus Erfahrung sagen das mein Hund nur so reagiert wenn sie schlimme Schmerzen hat.

    Was halt nicht dafür spricht, ist die Tatsache, dass er eben kein Schmerzverhalten/keine Schmerzreaktion zeigt, wenn andere Personen dann zu so einer Ausnahme-Situation hinzukommen. Ebenso bekommt er standardmäßig Schmerzmittel, deren Absetzung auch nach 1 Woche keine Veränderung gebracht haben (der Gedanke kam uns auch schon).

    Ihr könnt vielleicht sehen, wir haben schon eine Menge ausprobiert und im Endeffekt wird wahrscheinlich wirklich nur der TA dort Klarheit schaffen können, wenn ich eure Antworten lese :sad2:

    Danke erst einmal für die zahlreichen Antworten. Schön, zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht ganz allein ist :smile:

    Seine Schlafplätze, sowie die Wohnung, sind seid 12 Jahren unverändert und haben auch noch nie Probleme bereitet. Er hat eigentlich nur 2 Plätze: Ruheplatz im Wohnzimmer, Körbchen im Flur. Das Anfassen ist in solchen Situationen und auch sonst absolut kein Problem, für eben diejenige(n) Person(en), die nicht im Fokus seiner Aggression ist(sind). Auch absolut keine Schmerzreaktion, nicht mal annähernd, aber da kann man sich bei Hunden ja nie wirklich ganz sicher sein :X

    Die TÄ hatten auch schon eine CT in Betracht gezogen, haben das aber wegen der damals erst kürzlichen Tumor-OP und seinem Alter erstmal nicht empfohlen (Müsste ja dann wieder in Narkose). Müsste ich demnächst beim nächsten Termin nochmal erfragen und auch eine Empfehlung für einen Neurologen.

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    Hallo,

    Haben die Situationen irgendwelche Gemeinsamkeiten?
    Also tritt das zuhause nur auf wenn er auf seinem Platz liegt?

    Die oben beschriebene Situation war nur ein Beispiel. Seine "Ausraster" kommen in verschiedensten Situationen vor und sind auch nicht tageszeitabhängig. (ist jetz auch schon bestimmt 12 mal vorgekommen seit der letzten OP). Sei es abends auf seinem Liegeplatz, morgens nach dem Spaziergang zu Hause. Man kann absolut kein Schema erkennen, worauf er so reagieren könnte. Also, es muss schon eine Aktion einer Person sein, die er wahrnimmt. Er rennt jetz nicht auf einmal durchs ganze Haus und sucht eine Person, die er beißen kann :schockiert: Aber es sind Aktionen, die teilweise nicht mal mit dem Hund zu tun haben.

    anderes Beispiel: Hund liegt in einem anderen Raum. Vaddern sieht irgendwo n Fusel, holt den Staubsauger aus einem Nebenraum, noch nichtmal eingeschaltet oder so, steht Hund auf einmal vor ihm und will ihn richtig angehen. Er hört irgend eine Tür gehen, ein Reiz, irgendwas und es geht los. 1000x die gleiche Situation, nichts passiert. 1x dann auf einmal: Terror. Und danach wieder 100x nichts. (Hund hat keine Angst vor Staubsaugern oder so, er geht halt dann weg, bevor er weggesaugt wird ^_^, also halt nichts, was so ein Verhalten erklären könnte).

    Allgemein kann ich mir das mit einer Veränderung im Hirn/Kopf eigentlich als einziges noch vorstellen, werde da wohl auch mit den TÄ drüber sprechen beim nächsten Termin und auch einen spezialisierten Neurologen einschalten (danke für den tipp, das kam uns noch gar nicht wirklich in den Sinn :gut: ). Evtl. gibt es in der Tierklinik sogar einen...

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten, sie untermauern schonmal die These mit dem veränderten Hirn = verändertes Wesen.

    Danke erstmal fürs Lesen, ist wirklich lang geworden :X

    Der Gedanke kam uns schon, stellen wir aber eher hinten an... Wenn der Hund denn Schmerzen hätte, die zu solchen Aggressionen führen, verstehe ich nicht, warum andere Personen absolut nichts zu befürchten haben in diesem Moment. Ich kann Erziehungsmaßnahmen anwenden, ohne Probleme. Aber sobald die gerade betroffene Person den Raum wieder betritt, ist Terror ( wo ich aber auch eingreifen kann, ohne mich selbst in Gefahr zu begeben ). Das trifft auch auf alle anderen Familienmitglieder zu, außer auf denjenigen, der es halt "gerade abkriegt". Sollte ich mich da irren und schmerzbedingte Aggression äußert sich auch so zielgerichtet, lasse ich mich gerne belehren. Ich bitte sogar darum, dann hätte ich endlich mal einen Anhaltspunkt :gott:

    An einem Tag "fällt" unser "Kleiner" Muttern an, ich "bändige" ihn. Am nächsten Tag genau anders herum...

    Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber wir sind ratlos :/

    Ja, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

    Am besten mal ganz von vorne:

    Seit 12 Jahren lebt mit unser vierköpfigen Familie auch ein kleines Fellfreudenwunder. Unser Brando hat schon manches in seinem Leben mitgemacht:
    Mit 3 Jahren das erste Mal Diagnose Krebs... mit 4 ein Rückfall, wieder OP. Mit 6 Diagnose Muskelschwund: Termin zum Einschläfern stand (wer schonmal sehen musste, wie sein Hund das ihm gegebene Leckerli nicht mehr fressen kann vor Schmerzen, wird verstehen), aber wie durch ein Wunder hat er es nochmal gepackt und zeigte von einem Tag auf den anderen absolute Genesung, der alte Lump :D

    In den nächsten 3 Jahren noch 2 Pericardergüsse (Herzbeutelflüssigkeit drückt aufs Herz) inklusive rasanter Fahrten in die Klinik.
    Danach noch eine Hornhautverletzung auf dem linken Auge, was ihn dort anscheinend sein Augenlicht kostete bzw. seine Sehkraft enorm eingeschränkt hat.

    Und jetzt vor ca. einem 3/4 Jahr wieder ein Walnussgroßer offener Tumor an der Schulter, welches ihn in einer OP auch ca. 1/4 selbiger gekostet hat. Wir hatten, weil es ihm nach der OP so schlecht ging, auch schon wieder einen Termin zum Einschläfern ( 2 Wochen lang völlige Apathie, Fressunlust, Schmerzen uswusf. ) welchen unser kleiner aber doch wieder völlig überraschend 2 Tage davor mit auf einmal quicklebendiger Lebensweise "zunichte" machte. Die Ärzte geben ihm aufgrund der Tatsache dass der Tumor schon weit Richtung Kopf und innere Organe gestreut hat noch ein 3/4, maximal 1 Jahr.

    Ich erzähle euch dieses, damit ihr evtl. einen kleinen Einblick in die Lage bekommt, in der meine Familie und ich uns gerade befinden.

    Nun zum eigentlichen Problem:
    Seit ca. 4 Monaten stellen wir eine sehr unangenehme "Wesensveränderung" bei unserem Hund fest. Er beißt grundlos... Und ich meine nicht das "grundlos", sondern aus Gründen, die in keinster Weise auch nur annähernd irgendwie erkennbar sind.

    Er liegt z.B. völlig entspannt auf seinem Platz, registriert ein- und ausgehende Personen maximal mit einem Blinzeln der Augen oder einem Blick, wer denn da kommt. Ist danach aber wieder völlig entspannt und schläft. Und sobald dann, egal welche Person, mal zufällig hereinkommt oder vorbei geht, springt er auf, zähnefletschend, direkt und einfach nur aggressiv ohne Warnung auf die Person zu und beißt. Kein Drohen, kein Zwicken, kein Kleidungszerren... Beißen, auch blutig. Man könnte meinen er erhält einen Reiz oder einfach einfach nur etwas, was ihn triggert und er rastet aus.

    Was mich dabei am meisten irritiert, ist folgendes: Unser "Kleiner" ist grundsätzlich ein sehr dominantes Tier, der nahezu schon immer versucht hat, seine Grenzen aus zu testen. Wenn man ihn mal von seinem Platz runterscheucht, kommt schonmal vllt. in 9/10 Fällen ein kleiner Knurrer, welcher aber sofort unterbunden wird. Kommandos, Lefzengriff, evtl. sogar Rückenlage... Und danach ist Ruhe. Punkt. Hund trollt sich und gut. Beißen war und ist niemals ein Thema gewesen.

    Wenn er aber eine seiner anfallartigen Aggressionen hat, ist er nicht mehr zu handlen (seitdem auch 100% kurze Leine beim Spaziergang uswusf.). Er fokusiert seinen "Gegner" über 10-15min und sobald die Person auch nur in Bellweite ist, scheint der totale Hass auszubrechen. Er versucht auch aktiv, in die Reichweite der gerade betroffenen Personen zu kommen und versucht nichtmal, irgendwie auszuweichen. Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, was ich meine. Das "aller beste" ist dann, sobald 5 Minuten Ruhe eingekehrt sind, ist der ganze Spuk vorbei. Der selbige anscheinende Auslöser der Attacke intressiert ihn nicht mehr. Keine Reaktion außer "bedingungslose Liebe", wie man sie von Hunden kennt :???:

    Ich könnte noch mehr Geschichten von diesen anscheinend willkürlichen Attacken erzählen, aber dann würde der Roman noch länger werden.

    Meine eigentliche Frage ist nun: Hat jemand Erfahrung mit so etwas? Mir ist bewusst, dass ein Hund nicht grundlos angreift, aber irgendwas muss es ja sein.
    Hat vielleicht schonmal jemand Erfahrung mit erkrankten Hunden und ihrem Wesen gemacht? Die TÄ sind der Ansicht, dass Metastasen vom Krebs im Gehirn/Kopf so etwas auslösen können, konnten aber bei ihren Untersuchungen bisher nichts feststellen, dass so etwas auslösen könnte. Darum unsere Ratlosigkeit...

    Wir sind halt am Ende mit unserem Latein und ich denke, dass wenn unsere Erziehungsmaßnahmen nicht mehr greifen ( und das tun sie in solchen Fällen nicht mehr, ansonsten eben schon), dem ganzen zur eigenen und zur Sicherheit anderer ein Ende gemacht werden muss.

    Unser Konflikt dabei ist halt einfach: Der Hund ist quietschlebendig, glücklich und so lebensfroh, dass es mir einfach nicht richtig erscheint. Aber man möchte auch nicht mit einer shizophrenen Zeitbombe unter einem Dach leben, die in 9/10 Fällen super zu handlen ist, aber man in dem einen Fall Angst haben muss... Aber liegt es nun an der Erziehung oder an seinen Krankheiten? Wird er senil? :schockiert: Ich bin für jeden Hinweis, der uns in die richtige Richtung bringen könnte, dankbar :gott:

    Ich verbleibe einfach mal mit tierischen Grüßen und der Hoffnung auf gute Ratschläge und wünsche euch einen schönen Abend :)

    edit: Oh, ist etwas lang geworden :X Falls zu lang, bitte einfach Bescheid geben oder selber kürzen.