Beiträge von Trace

    Wie viel und lang habt ihr euch auf den Hund vorbereitet und informeirt ?

    Mehrere Jahre, genau weiß ich es nicht mehr.

    Woher ist er/sie ?

    Kimi habe ich aus dritter Hand von privat übernommen, Elliot ist vom VDH-Züchter

    Warum genau diese Rasse bzw. Mischling ?

    Bei Kimi, also dem ersten Pudel, war es eher Zufall. Ich habe mich zu der Zeit noch sehr auf die meist geschönten Rassebeschreibungen verlassen und ein intelligenter Hund, der jeden Quatsch mitmacht und nicht haart, klang eben einfach gut. Bei Elliot habe ich sehr lange überlegt, welche Rasse als Zweithund einziehen soll und bin letztlich einfach immer wieder beim Pudel hängen geblieben.

    Hättet ihr auch eine ganz andere Rasse genommen ?

    Bei Kimi mit Sicherheit, ja. Bei Elliot hatte es seinen Grund, warum ich gegen andere Rassen doch immer wieder Argumente gefunden habe, beim Pudel aber nicht.

    Wolltet ihr Welpen oder älteren hund ?

    Bei Kimi wollte ich einen älteren Hund, bei Elliot einen Welpen.

    Warum habt ihr euch einen Hund gekauft ?

    Weil ich einen Hund wollte, solange ich denken kann. Der zweite Hund zog ein, weil mir schon vorm ersten Hund klar war, dass es nicht lange bei "nur" einem bleiben würde. Ich liebe es, unter Hunden zu sein und wollte schon immer gern mehrere.

    Was hattet ihr für Ziele mit hund (zB Agility) ?

    Ich wollte ursprünglich mit beiden Agility machen. Machen wir auch eher, aber sehr nebenbei und nicht konkret als richtigen Sport.

    Nach dem kauf:

    Habt ihr den Wunschhund bekommen ?

    Definitiv!

    Wie lief tag 1 ?

    Bei Kimi: Nachdem wir Zuhause angekommen sind, waren wir noch eine kurze Runde spazieren und sind dann ins Haus. Fressen fand sie blöd, aber sobald wir uns hingesetzt haben, war sie ruhig.

    Bei Elliot: Die Fahrt über war er ruhig, Zuhause hat er dann erst Kimi kennengelernt und fand sie gleich spannend. Geschlafen hat er nicht, obwohl ihm im Sitzen die Augen zugefallen sind. Das war.. anstrengend.

    Was war euer größtes Problem ?

    Bei Kimi das Alleinbleiben (wussten wir aber vorher, dass das kommen würde), Elliot hat ewig gebraucht, um stubenrein zu werden. Das größte Problem war aber, dass er eine Zeit lang ernsthaft versucht hat, Kimi zu mobben.

    Was ist euer aktuell größtes Problem ?

    Die zwei sind echte Leinenpöbler.

    Habt ihr es euch/leichter schwerer vorgestellt ?

    Ich habe es mir leichter vorgestellt, weniger aufreibend.

    Käme ein weiterer Hund in Frage ?

    Für mich ja, für meinen Verlobten aktuell eher nicht, leider.

    Heute auf der Abendrunde, wir treffen einen Pudel-Mix. Da die Dame ihren Hund nicht bei sich behalten hat, hab ich Elliot auch abgeleint, der dann zum anderen hin ist.

    Frauchen vom Mix dann "Die Mama war auch ein Königspudel, das müssen die doch riechen!". :ugly: Aha.

    Nachdem sie feststellte, dass ihr Hund ein kastrierter und mein Hund ein intakter Rüde ist und anmerkte, dass das Stress geben könnte: "Aber na ja, das sind ja Pudel. Die sind ja sozialisiert!" :ugly: Doppel-Aha.

    Wir verabschieden uns mal von hier. :winken:Zwar werde ich noch immer mal still mitlesen, aber ich habe seit ein paar Monaten tatsächlich nichts mehr beizutragen. Elliot ist ca. seit seinem zweiten Geburtstag einfach nur noch toll. Mein Fokus hat sich zwar auch verändert, aber insgesamt ist er einfach super brav und zuverlässig geworden. Es gibt keine Baustellen mehr, er ist einfach nur super. :cuinlove::herzen1:

    Ein Welpe zu einem nervösen oder unsicheren Hund geht in 99 % der Fälle nicht gut.

    Zwar habe ich keine Collies, aber so ziemlich diese Mischung aus zwei Hunden. Meine Ersthündin ist mit anderen Hunden unsicher bis ängstlich und löst das mit Kläffen. Dazu kam dann mein Rüde, Kleinpudel, also durchaus das Potential, auch unsicher und nervös zu werden.

    Er ist viel gelassener, als sie es jemals sein wird. Er war der entspannteste Welpe aus dem Wurf (deswegen haben wir ihn auch genommen) und er hat kein einziges ihrer Probleme "übernommen". Das einzige Problem ist, dass jetzt beide kläffen, wenn sie andere Hunde sehen, aber das ist für mich auch kein wirkliches Problem. Klar, nervig, aber mehr auch nicht. Im Kontakt mit Fremdhunden ist er sehr sicher, weiß immer, wie er sich zu benehmen hat und schirmt sie auch gut von anderen ab, wenn es mal sein muss.

    Natürlich kann das auch anders laufen und ich habe von Anfang an auf so manches sehr bewusst geachtet und den Daumen drauf gehabt. Aber es muss nicht immer schief gehen, es kann auch sehr sehr gut klappen. Meine Hündin profitiert nur von meinem Rüden und er hat sich ihre Unsicherheit oder Ängstlichkeit in keinster Weise angeeignet.

    Irgendwie muss ich mich mal irgendwo ausheulen.

    Ich bin ja zwischen meinem 9. und 21. Lebensjahr immer geritten, zum Schluss auch recht oft, also mehrmals die Woche. Irgendwann kam es zum Streit mit der Stallbesitzerin, meine geliebte RB wurde verkauft und ich hab mir geschworen, bevor ich mir kein eigenes Pferd kaufen kann, reite ich nicht mehr. Für mich ist es der Horror, eine RB zu haben und die wird dann weggegeben, was mir leider mehrfach passiert ist.

    Nach Jahren ohne regelmäßigen Pferdekontakt fehlt mir das so arg, dass es schon an körperliche Schmerzen grenzt, wenn ich an den Umgang mit Pferden nur denke. Es fehlt mir einfach unglaublich.

    Jetzt überlege ich wieder hin und her - ein Pferd könnte ich mir leisten. Dafür müsste ich Vollzeit arbeiten (derzeit 80%). Und dann frage ich mich, ob ich das dann schaffe mit Hunden und Pferd und irgendwann auch Kind. Finanziell ist das ja durchaus auch eine große Nummer...

    Dann überlege ich wieder, mir doch erstmal wieder eine RB zu suchen, aber ich hab echt Angst, dass dann wieder alles von vorne losgeht. :fear:

    Hat jemand einen Ansatz, wie sich das lösen lässt?

    Kimi ist 7. Als kleinem Hund sind ihr hoffentlich noch mindestens zehn Jahre (oder 20 oder 30.....) vergönnt. Aber man weiß natürlich nie, was kommt.

    Ein Leben ohne Kimi erscheint mir so unerträglich, dass ich jetzt schon kaum Luft bekomme, wenn ich darüber nachdenke. Und doch wird es irgendwann kommen.

    Unter anderem aus dem Grund ist auch ein Zweithund eingezogen - damit ich dann nicht komplett ohne Hund dastehe.

    So unerträglich mir ein Leben ohne Kimi erscheint, ich glaube ein Leben ganz ohne Hund wäre noch unerträglicher. Elliot wird dann, wenn alles gut geht, auf jeden Fall noch da sein und ich vermute, dass zu ihm dann wieder ein zweiter Hund kommen wird.

    Ich kann mich da aber irgendwie gar nicht festlegen. Aktuell denke ich, dass ich ganz ohne Hund einfach nicht leben kann (natürlich im übertragenen Sinne. Man „kann“ natürlich viel), aber vllt wird der Schmerz über den Verlust auch so schlimm, dass ich das nicht nochmal will. Ich weiß es nicht.

    Kimi hieß schon Kimi bzw heißt auf dem Papier Kim. Das habe ich dann auch behalten und Kim bedeutet ja „die Kriegerin“, von daher passt es auch einfach super zu ihr.

    Elliot heißt auf dem Papier Dream Dancer, das fand ich einfach schön und außerdem ist er ein Träumer und hat selbst für einen Pudel einen wahnsinnig schönen, tänzelnden Gang, daher passt das auch zu ihm gut.

    Elliot habe ich gehört als jemand über den Film Elliot der Drache sprach. Den Namen fand ich gut, ich wollte einen, den man nicht überall ständig hört und der schön klingt. Außerdem bedeutet Elliot „Geschenk der Sonne“ und damit war es dann klar. Mir ist die Bedeutung der Namen schon auch wichtig. Und ein Geschenk der Sonne konnten wir gerade zu diesem Zeitpunkt wirklich brauchen.