Beiträge von Trace

    Irgendwie finde ich den unterschwellig vorwurfsvollen Ton hier ziemlich übel. :verzweifelt: Es gibt halt Situationen, auf die man nicht vorbereitet war. Davon stirbt auch keiner. Ich kenne einen Hund, mit dem nie spazieren gegangen wird, der hat vllt alle zwei Wochen mal Auslauf, wie viel das dann ist, weiß ich nicht. Finde ich einfach nur furchtbar, weil es da wirklich die Regel ist. Aber in so einem Fall, wo es temporär so ist? Ganz ehrlich? Es wird jeder überleben.

    Ich weiß nicht, was ich machen würde. Ich habe aber auch nur einen zarten 4kg- Hund, mit der ich auch mit gebrochenem Arm spazieren gehen könnte. Zwar dann etwas lauter, weil mir eine Hand fehlen würde zum Ablenken, aber es würde gehen. Ansonsten würde mein Freund gehen, aber auch nicht drei Wochen lang jeden Tag.

    Kimi gebe ich auch nicht jedem mit. Außerhalb der Familie gibt es genau eine Person, die sie mal mitgenommen hat. Und Kimi würde das auch nicht mitmachen, die geht heim. Und wenn sie an der Leine ist, bleibt sie da stehen und zeigt, dass sie heim will. Von so einem Spaziergang hat auch keiner was, auch wenn man die 4kg locker mitschleifen könnte. Aber für was?

    Zur Ausgangsfrage: Kimi wäre im Haus wohl recht nervig, würde sich ständig selbst bespaßen, indem sie mit Spielzeug knurrend durch die Gegend rennt. Im Garten wäre sie aufgedreht, würde rennen, rennen, rennen, aber wohl kontrollierbar bleiben. Mit Kopfarbeit etc. wäre diese Zeit mit ihr sicher zu überbrücken. Was mir da mehr Sorgen machen würde, ist tatsächlich der Muskelabbau. Da hat sie dann schnell wieder vermehrte Probleme mit ihrer PL, allein deshalb ist ausreichender Auslauf wichtig für sie.

    edit: Vllt wäre es wirklich eine Überlegung wert, mit jemandem zusammen zu gehen?


    Ich freue mich jetzt mal auf das Treffen mit @Trace vielleicht verliebe ich mich ja in Pudel und klau ihren :flucht:

    @datKleene das ist genau meine Befürchtung, eigentlich würde ich schon gerne nochmal so einen Flummihund haben - sind Pudel denn häufig so ruhig?

    Zu dem Markierten: Flummi ist genau die Bezeichnung für Zwergpudel. Das wirst du an Kimi definitiv sehen. :D

    Und zu Ersterem: Niemals nie nicht wird Kimi geklaut! *mit dem Zeigefinger wedel* Die würdest du eh freiwillig wieder zurück geben. :D

    Wir wollten uns doch eh nächste Woche mal treffen, dann kannst du noch einen Zwergpudel kennen lernen. xD

    An Kimi sieht man zum Teil, welche negativen Aspekte beim Zwergpudel durchkommen können, wenn so viele Sachen beim Aufwachsen schief gehen, wie es bei ihr der Fall war. Sie ist sehr reaktiv, reagiert unglaublich fein und schnell auf Umweltreize und neigt dann wirklich zum Kläffen. Wir arbeiten daran, seit sie bei mir ist, aber so ganz im Griff haben wir bzw. hat sie sich da immer noch nicht.

    Ansonsten ist sie eigentlich genau das, was du möchtest - sie liebt das Tricksen (wirklich, sie lebt dafür), sie macht alles mit, sei es Inlinern, Longboarden, Fahrrad fahren, Joggen, Wandern, Walken... sie läuft neben mir her, als hätte sie nie etwas anderes getan, auch wenn wir das nie geübt hatten. Sie hat gut kontrollierbaren Jagdtrieb (bzw. geht generell wenn überhaupt nur auf Sicht hinterher und dann auch nur 200m), ist zu allem freundlich, verträglich mit anderen Hunden, man kann sie überall mitnehmen (wobei da wieder ihre nervöse Ader rauskommt, aber ich denke, wenn ich sie als Welpe schon gehabt hätte, wäre das auch was anderes - sie ist aber auch in der Lage, sich in einer Wirtschaft mitten in den Weg zu legen und zu schlafen).

    Und sie ist unkaputtbar. Wir waren am Sonntag 10km wandern, unsere anderen beiden Hunde waren zufrieden und fertig mit der Welt, legten sich hin und haben geschlafen. Kimi lag vor mir, um auch bloß nicht zu verpassen, wenn ich aufstehe und wir evtl. noch was machen könnten. Immer mit dem Blick "Und was machen wir jetzt?"

    Wenn aber mal wenig Action ist, kommt sie damit auch gut klar. Okay, dann ist sie im Haus etwas aufgedrehter und auch beim Spaziergang geht sie dann mal auf eine große Wiese allein flitzen, aber sie würde nie auf die Idee kommen, irgendwas zu zerlegen oder so. Dann legt sie sich eben hin und verschläft den Tag.

    Sie ist dadurch auch schon entspannter geworden und läuft mir nicht mehr so oft hinterher. Sie bleibt jetzt eher mal liegen, auch wenn ich runter gehe, bleibt sie eher oben. Nicht immer, aber immer öfter.

    Nach dem Umzug in die neue Wohnung wird es halt ähnlich sein: Wir ziehen bei Verwandten meines Freundes ein, das heißt, im Haus ist fast immer jemand. Kimi wird, auch wenn ich nicht da bin, trotzdem noch die anderen Menschen hören/wahrnehmen. Wobei es auch da sein kann, dass natürlich mal niemand im Haus ist. Aber ich denke nicht, dass das dann einen so großen Unterschied machen wird. Daher können wir das hier auch schon relativ gut üben, weil die Situation ja ganz ähnlich ist.

    Wann hast du denn angefangen, auch nachmittags allein zu lassen und für wie lange dann?

    Ich habe auch aktuell den Eindruck, sie ist eher "genervt" davon, dass ich weg bin und weniger verunsichert.

    Seit zwei, drei Wochen ca. üben wir das jetzt so. Die 14 min heute waren schon das bisher Längste.

    Mein Ziel ist es ehrlich gesagt auch nicht, dass Kimi die ganze Zeit schläft, wenn sie allein ist. Das ist bei ihr zu hoch gesteckt. Vllt wird sie das irgendwann tun, aber Hauptsache ist erstmal, dass sie ruhig bleibt und nicht gestresst reagiert. Und wie gesagt, das tut sie wirklich gar nicht, sie guckt halt einfach. Sie bleibt auch ruhig, wenn ich wieder im Zimmer bin.

    Aber dann vertraue ich einfach mal auf mein Gefühl und übe das so weiter. =)

    Ich war heute 14min aus dem Zimmer - meist bin ich dann solange im Bad oder mach irgendwas in der Küche.

    Nach etwa 2min war ich nochmal ganz kurz im Zimmer, um zu gucken, was Kimi macht. Sie lag im Körbchen und hat geschlafen bzw. gedöst. Nach den 14min stand sie aber wieder vor der Tür. Sie ist dann aber absolut ruhig, null gestresst oder so, aber sie wartet halt.

    Wie würdet ihr das jetzt weiter aufbauen? Eher nochmal runterschrauben in der Hoffnung, sie bleibt die ganze Zeit liegen? Ich für mich finde es eigentlich ok, wenn sie sich vor die Tür stellt um zu warten, solange sie dabei ruhig bleibt (und das tut sie definitiv). Wenn ich wieder rein komme, legt sie sich auch direkt wieder hin. Das würde sie nicht machen, wenn sie gestresst wäre.