Beiträge von Trace

    Ich hatte (und habe teilweise noch) ein ähnliches Problem mit meiner Hündin. Das Anbellen von allem Möglichen wurde mit der Zeit besser, aber speziell bei der Sichtung von anderen Hunden hatte ich keine Chance mehr, auf sie einzuwirken.

    Unser aktueller Trainingsweg sieht so aus: Sieht sie einen anderen Hund, klicke ich sofort und drehe mich dann um, gehe zwei, drei Schritte in die andere Richtung und wende mich dann wieder zum anderen Hund, also in unsere ursprüngliche Richtung, um. Dann gehen wir wieder einige Schritte, bleibt sie ruhig, klicke ich wieder, drehe mich wieder um, zwei, drei Schritte zurück. Nach jedem Klick gibts natürlich Leckerli. So machen wir das dann immer weiter, bis wir den Hund passieren konnten.
    Fängt sie einmal an zu bellen, habe ich immer schlechte Karten, da noch einzuwirken. Dann drehe ich mich um und gehe so lange in die andere Richtung, bis sie wieder ruhig und "bei mir" ist.

    Das klingt nach furchtbar viel Rückwärts laufen - ist es aber gar nicht. Bei uns funktioniert das sehr, sehr gut und seitdem hat sie kaum noch mal einen anderen Hund angebellt. Vor einigen Wochen noch unvorstellbar, jetzt Realität.

    Ich denke, dieser Weg wäre für euch vielleicht auch ein denkbarer - denn wenn er dann "nur" eine Amsel beobachtet, kannst du ihn ja auch durchaus dafür belohnen. Immerhin zeigt er dir so, dass er etwas sieht und rennt nicht gleich los, das könnte durchaus auch für später evtl. nötiges Anti-Jagd-Training eine Grundlage werden.

    Das Schöne daran ist, dass er nur für positives Verhalten gelobt und somit bestärkt wird - das stärkt das Selbstbewusstsein natürlich auch ungemein und gruselige Sachen werden meist schnell halb so schlimm.

    Wir reihen uns auch mal hier ein. =)
    Heute haben wir wieder Training, ich bin mal gespannt, wie Kimi sich heute schlägt. Letztes Mal hatten wir direkt einen Parcours Klasse 1, bis auf die doppelte Kehrtwende lief das aber auch wirklich gut. =)

    Jetzt im Nachhinein betrachtet wäre eine Krankenversicherung für Kimi sicher nicht schlecht gewesen. Seit letztem Jahr hat sie eine Pankreasinsuffizienz und braucht seitdem täglich Tabletten. Insgesamt sind es aktuell drei verschiedene Tabletten am Tag, da kommt über den Monat schon was zusammen. Durch ihr geringes Gewicht geht das alles noch.
    Sie ist aber generell so ein Glückskind, dass sich die Daumenkralle fast abreißt (natürlich sonntags) und solche lustigen Sachen macht. Allerdings bringt mir diese Betrachtung heute nun auch nichts mehr, denn einen bereits chronisch kranken Hund wird kaum eine Versicherung nehmen und, selbst wenn doch, wäre es dann teurer als normalerweise.

    Es ist halt immer die Frage, was für einen Hund man hat. Einen komplett gesunden Hund komplett zu versichern wäre mir zu teuer, aber mein Hund war bis vor der Erkrankung halt auch komplett gesund und jetzt eben nicht mehr. Es ist wie so vieles einfach die Entscheidung des Besitzers, aber lohnen kann sich das u.U. schnell.

    Ich hab mal eine Frage ganz am Rande: können sich Deprivationsschäden irgendwann wieder "geben", also dass der Hund irgendwann keine Probleme mehr zeigt oder sind das solche Veränderungen im Gehirn, die sich auch nicht groß mehr verändern?

    Huhu!
    Kann mir jemand einen Verein/Landesgruppe/Sonstiges in der Wetterau nennen/empfehlen? Ideal wäre alles bis etwa 30km rund um Nidda, etwas mehr wäre auch ok. Da es um einen Retriever geht, wäre auch alles in Richtung Club, Verein o.Ä. in dieser Richtung denkbar. =)