Beiträge von cazcarra

    Das ist jetzt irgendwie auch schnippisch, findst nicht, Kathrin?

    Und ja: Wer eine genaue Vorgehensweise für ein x-beliebiges Problem eines Individuums, das lediglich in groben Zügen und im I-Net dargestellt wird, liefert, ist nicht ernst zu nehmen. Es gibt viel zu viele Details, die nicht offensichtlich mit dem Problem zu tun haben müssen... Das kann nur in die Hose gehen.

    Deshalb gebe ich Tipps im Internet auch immer nur mit Bauchweh und dem Hinweis darauf, dass das beste Mittel der Wahl ist, da jemanden draufschauen zu lassen, der seine Arbeit versteht.

    Und ja: Die Frage darf man stellen - wozu dann ein solches Forum? Gute Frage. Über die Jahre hat sich das DF überspitzt gesagt zu einem Auffangort von Hilferuf-Freds entwickelt.

    Z. B. der 897. HH, der mit einem "Hilfe, mein Welpte beißt"-Fred aufschlägt und natürlich beißt dieser Welpe völlig anders und aus anderen Gründen als bei allen 896 HH vorher, weshalb auch über die Suche keine passende Hilfe in anderen Freds gefunden werden konnte.
    Und dergleichen mehr.

    Dann die andere Seite, wo in ungezählten Freds über irgendwelche Methoden diskutiert werden soll und letztlich nur zum 723. Mal dieselben Unflätigkeiten ausgetauscht werden. Von wenigen konstruktiven Beiträgen mal abgesehen.

    Es lähmt. Es ist ärgerlich. Es ist unnötig. Und es ist nutzlos.

    Und deshalb bin ich dann mal weg.

    cazcarra

    Zitat

    Ich verstehe schon was fly hier eigentlich wissen will.. Jeder Trainer (oder jedes System..nennt es wie ihr wollt), hat doch ein Grundgerüst. Sei es massiv grenzen setzen, Hunde passiv machen, durch clickern ggf. Brücken aufbauen usw. usf.

    Ich glaube Fly will genau das wissen. Wie geht man theoretisch bei einem Hund vor der Verhalten xyz zeigt. Natürlich ist jeder Hund und natürlich ist auch jedes Hund-Mensch-Gespann anders! Trotzdem gibt es doch eine Art Weg, die ein Trainer geht. Wozu sonst bei gewissen Leuten etwas lernen? Wozu überhaupt ein Forum indem man bei Problemen antwortet? Der Hund zeigt irgendein verhalten und allein durch die Anzahl der User hier wird es nun verschiedene Wege geben, wie man daran arbeitet. Deswegen kann man doch schreiben, wie man nun theoretisch nach dem Modell von AL arbeiten würde!?

    Auch wenn ich sicher nicht immer mit Fly einer Meinung bin, schätze ich sie nicht so ein, dass sie es sofort versucht umzusetzen, wenn man hier "seinen" Weg beschreiben würde..

    Das ist mir sehr wohl bewusst.
    Aber mit welcher Grundhaltung oder Einstellung zum Hund bei u. a. AL gearbeitet wird, ist doch weiß Gott schon x Mal durchdiskutiert worden.

    Und bitte schön, wenn es denn noch genauer und auf diesen "hypothetischen" oder wie auch immer gearteten Fall ausgerichtet sein soll:

    Hier KÖNNTE man z. B. mit Changing the Association arbeiten - eventuell. Da ich nicht weiß, wo das Prob herkommt, wie der Hund insgesamt gestrickt ist usw. usf., kann ich nur schreiben KÖNNTE.
    Sprich Distanzarbeit.

    ABER: Der Terminus Distanzarbeit erklärt nicht die einzelnen Arbeitsschritte. Und das ist auch müßig, die sehen bei jedem Hund ein klein wenig anders aus. Ob ich dabei nun unbedingt mit Leckerchen arbeiten muss, ob stimmlich gelobt wird, ob ich irgendwas anderes beachten muss... woher soll ich das wissen? Es gibt auch in der Distanzarbeit gefühlte 1000 Wege, um (positiv) zum Ziel zu kommen.

    Jedenfalls ist eines Fakt: Wenn ich ein "Aggro"-Problem habe, komme ich mit "Aggro"-Training garantiert nirgends hin. Jedenfalls nicht dauerhaft.

    Natürlich funktionieren "härtere" Methoden - und auch die ganz harten. Aber: Zu welchem Preis? Und sind die so erzielten Erfolge von Dauer? Oder öffnet das an anderer Stelle u. U. ein neues Problem (das dann keiner auf die Ursache zurückführt, sondern als wirkliches NEUES Problem sieht, statt als das, was es ist: Eine Folge der früheren Maßnahmen)?

    So könnten wir hier endlos weitermachen.

    cazcarra

    Was du anscheinend nicht zu verstehen scheinst: Man löst als ernstzunehmender Trainer auch nicht mal eben hypothetische Fälle, weil es - je nach "sich vorgestelltem" Individuum 1000 Dinge in Betracht zu ziehen gäbe. Selbst für einen hypothetischen Fall geizt du mit Informationen. Da müsste dann schon eine ausführliche Story her (ähnlich einer Anamnese).

    Hinzu kommt:
    Selbst Lösungsvorschläge zu hypothetischen Fällen werden nur zu gern von unbedarften HH, die mit einem Problem ins Forum kommen, u.U. mal eben umgesetzt. Und wundern sich dann ggf., dass das so gar nicht "funktioniert". Weil es einfach für diesen Hund, für diesen Menschen, für dieses Team oder wie auch immer nicht passt. Das kann der unbedarfte HH aber nicht wissen.

    Himmel, ist das alles denn soooooo kompliziert und unverständlich?

    Ich hab jetzt wirklich nur die 1. und letzte Fredseite gelesen. Das "DAZWISCHEN" kann ich mir lebhaft vorstellen.

    Ich spar mir das und klinke mich hier aus. Meine Zeit ist weiß Gott zu schade, um sie mit solchem Hin und Her und Rauf und Runter zu vergeuden.

    Wer was wissen will, kann sich ja gern bei mir persönlich melden.

    cazcarra

    Zitat

    Das könnt ich wohl machen La Bella.
    Aber ich denk die AL Trainer können mir auch so sagen wo der weitere Ansätz wäre.

    Hallo fly,

    ich hab nun eben nur diese ersten Postings im Fred gelesen - sorry. Hatte ein 2-tägiges Seminar und deshalb war ich überhaupt nicht im Netz.

    Und zu deiner Aussage oben:

    NEIN. Kann er/sie nicht!
    Denn dazu fehlen
    a) Informationen (jede Menge)
    b) persönliches Kennenlernen des Hundes
    c) persönliches Kennenlernen der Menschen

    Punkt.

    WIE an der von dir geschilderten Problematik gearbeitet werden kann, kann ich dir dann nach einem 2-4-stündigen Erstgespräch sagen.

    Über das Netz? No way. Völliger Schwachsinn, das zu versuchen. Ich nehme meinen Job ernst und der Blick in die Glaskugel vom Wahrsager ist hier nicht gefragt.

    Ich weiß ja nicht, wie ihr euch das alle immer vorstellt. Plan X für dieses und jenes Problem und der Fall ist gelöst. So schön einfach.

    Es ist und bleibt eine Frage des Individuums bzw. der beteiligten Individuen.

    Die restlichen 8 Seiten les ich mir evtl. morgen durch.

    LG
    cazcarra

    Videos? Jo, hab ich.

    Aber mal ehrlich: Die sind strunzlangweilig :D

    Wenn ich bspw. mit einem (angst-)aggressiven Hund (vor Menschen) arbeite und ein Video mache, wie er lernt, mit Menschen umzugehen und diesen Hund (der 7 Leute ins KH geschickt hat) mit einem fremden Menschen begleitend zunächst im Begegnungstraining und später dann im Freilauf filme, ist es für den Betrachter zum Gähnen. Da "passiert" einfach nix, was Otto-Normal-HH sich jetzt so an Action vorstellt. Die Arbeit als solche ist völlig unauffällig...

    Wer will DAS sehen? Kein Schwein. Das ist da, wo die Luzy abgeht, natürlich anders.

    Ob es deswegen GUT ist, ist eine ganz andere Frage...

    LG
    cazcarra

    Danke, Nicky, kann ich mir viel Tipperei sparen.

    Fly - dank dir für deinen ausführlichen Bericht!

    Ich gebe allerdings zu: Ich stolpere über "er vergöttert CvR" bzw. AL...

    HST ist von CvR so weit weg wie Hamburg von München. Ich wage zu bezweifeln, dass er CvRs Arbeit wirklich gründlich kennt.

    Dennoch hat mir dein Bericht einen besseren Einblick gegeben. Nämlich den, dass ICH HST nicht traue. Wie hier schon beschrieben: Die Außendarstellung bspw. im Netz vermittelt mir alles mögliche, nur kein gutes Bauchgefühl.

    Zur Vervollständigung sei noch angefügt: Ja, ich habe bei AL gelernt und die Ausbildung abgeschlossen. Ich bin von den Ansätzen auch vollständig überzeugt, "vergöttere" aber sicher nicht CvR oder AL. Es ist wie überall im richtigen Leben. Jeder Mensch ist anders und muss SEINEN Weg finden. Dazu schaue ich durchaus über den Tellerand und besuche Seminare oder Vorträge u. a. auch von Referenten, die definitiv nicht "auf meiner Linie" liegen. Es gibt allerdings durchaus solche, die ich mir komplett schenke... So viel Zeit und Geld kann und mag ich dafür gar nicht einsetzen - da find ich genug Material an anderen Orten drüber.

    LG
    cazcarra

    Zitat

    Wenn er so positiv arbeitet, wieso hat er dann in einem anderen Forum geschrieben, der Hund müsse wissen, dass der Hundehalter ihn jederzeit töten könnte... (mal ganz unabhängig davon, wie er dem Hund das zeigen möchte).

    Also ich komme auch ohne diese angebliche Grundlage aus. Mir ist wichtig, dass mein Hund das Gegenteil weiß: nämlich dass er sich bei mir vollkommen sicher fühlen kann.

    Genau so!

    LG
    cazcarra