Beiträge von cazcarra

    Oh ja - auch Schmerzzustände verursachen Stress. Und da dein Hund noch nie wirklich stubenrein war, würde ich mal annehmen, dass Schmerzzustände bei ihm ebenfalls ein (Dauer-)Thema sein könnten.

    Nichtsdestotrotz - auch wenn es schwer fällt: Versuche, dich selbst runterzufahren. Er kann definitiv nichts dafür. Bewusstes Pinkeln oder Trotzpinkeln gibt es nicht. Wenn er vor deinen Augen pinkelt, hat er vermutlich schon ein mulmiges Gefühl, weil du eben auch gestresst reagierst.

    Versuche, es ihm leichter zu machen.

    Und ja - es gibt sog. THPs, die ihr Geld nicht wert sind... Es gibt aber auch extrem Gute. Schreibst du mal deine PLZ hier rein? Vielleicht kennt jemand einen wirklich guten THP.

    cazcarra

    Ich bin kein TA - deshalb kann ich nur hoffen, dass diese alle Möglichkeiten (und Unmöglichkeiten) in Betracht ziehen.

    Ansonsten bleibt definitiv psychischer Stress aufgrund der Erkrankung - und aufgrund deines wachsenden Stresses. Stimmungsübertragung sollte man nicht unterschätzen.

    Wie schwer es ist, mit solch einer Situation NICHT irgendwann in Stress zu geraten, ist mir bewusst.

    Dennoch: Ich würde den Hund dringend einem wirklich guten THP vorstellen, um ihm evtl. zusätzlich (sobald die Befunde vollständig sind) auch von anderer Seite zu unterstützen. Mit entsprechenden homöopathischen Mitteln und ggf. Bachblüten ist da durchaus viel zu erreichen.

    cazcarra

    Zu "dumm" ist er sicher nicht. Mir erscheint der Hund gehandicapt.

    Und es wird gut sein, wenn du sämtliche Untersuchungsergebnisse erst einmal vorliegen hast. Dann kann man weitersehen.

    Hunde mit organischen Erkrankungen von früh auf sind in ihrer Entwicklung häufig eingeschränkt. Reaktionen wie "verbal ermahnen" helfen da nicht wirklich weiter. Vor allem nicht, da der Hund, wie du ihn beschreibst, eh schon an sich eher unterwürfig und darauf aus ist, alles richtig zu machen.

    Offensichtlich gelingt es ihm hier nicht und das führt zu dem Schluss, dass er es nicht KANN.

    Auch für Inkontinenz kann es verschiedene Ursachen haben, die m.E. ebenso abgeklärt gehören.

    cazcarra

    Bibi,

    ich arbeite fast ausschließlich mit "Problemhunden" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt).

    8 von 10 Hunden, die zu mir ins Training kommen, werden mir als "aggressiv gegenüber anderen Hunden und/oder Menschen" vorgestellt.

    Und weißt du, was sich rausstellt? Von diesen 8 Hunden sind minimum 7 ANGSTaggressiv.

    Nicht mehr, nicht weniger.

    Wobei die Gründe für die Angst ebenso vielfältig sind wie die Lebenserfahrungen der Hunde.

    Und ich bin keinem HH böse, dass er seinen Hund als "gemeingefährlich aggressiv" ansieht - sie wissen es einfach nicht besser. Denn sie können nicht "von außen" draufschauen - und haben sich meist mit der hundlichen Kommunikation nicht großartig beschäftigt.

    Aber völlig unabhängig davon: Ich setze weder bei angstaggressiven noch anderweitig aggressiven Hunden (Letztere haben i.d.R. gesundheitliche Probleme) Halti, Schellen oder sonstwas ein. Punkt.

    Die Gefahr, dass HH, wenn er allein ist, Blödsinn baut, ist entscheiden zu groß. Da kann ich erklären, zeigen und machen was ich will. Der Druck, den sich die HH oft selbst machen, geht nach hinten los, sobald sie irgendein "Hilfsmittel" in die Hand bekommen.

    Abgesehen davon ist es auch gar nicht nötig.

    cazcarra

    Zitat

    Ja, MK und Halti schließen sich nicht aus.

    Wären aber nicht meine Wahl.
    Die Schellen bei Aggressionen gegen andere Hunde sollen ein Abbrechen des falschen Verhaltens bewirken.
    Und sobald der Hund richtiges Verhalten zeigt, wird er gelobt.
    Dies geht in Verbindung mit MK und auch im Freilauf.
    Dafür sind aber sehr gutes Timing, sehr gute Beobachtung und souveräne Hunde von Nöten.

    Gruß
    Bibi

    Und lernt der Hund dabei, soziales Verhalten und keine seine (Angst-)Aggression abbauen (die es in der Regel nämlich ist)?

    Nein.

    cazcarra

    Zitat

    Ich glaube wenn Hunde auch nur halb so viele tiefsinnige Gedanken, philosophische ansätze und ethische Überlegungen anstellen würden wir ihnen manchmal unterstellt wird, dann hätten wir all die Probleme nicht mehr, diese uns körperlich doch meist ebenbürtigen bis überlegenen Raubtiere hätten uns schon längst aus dem Weg geräumt. :hust:

    Mit dem guten Gewissen, dass sie der Welt einen Gefallen tun...

    LG
    cazcarra

    Der Artikel von Ute B.-B. verdient es, GENAU gelesen zu werden.

    Des Weiteren kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass immer noch ganz viele HH unterwegs sind, die ein Halti einsetzen und das war es im Großen und Ganzen.

    Das Problem ist damit nicht (dauerhaft) gelöst.

    Mal unabhängig davon, wie viele HH Haltis unsachgemäß einsetzen, ganz zu schweigen davon, wie viele HT offensichtlich nicht in der Lage sind, einen sachgemäßen Einsatz zu vermitteln.

    Man kann es mit der Angst zu tun bekommen...

    Hauptsache, das Problem des HALTERS ist kurzfristig gelöst. So kann es einem vorkommen.

    cazcarra