Beiträge von cazcarra

    Vielleicht bin ich ja dämlich, aber ich habe die Überschrift des Freds im Hinblick auf "Erziehungsmethoden" verstanden und nicht auf Schadensbegrenzung.

    Wenn ihr euch jetzt über Schadensbegrenzung unterhalten wollt - bitte - von mir aus.

    Ich persönlich händel das dann so, dass ich mit meinen Hunden tausche. Allerdings haben sie das Tauschen auch gelernt. Wenn eure Hunde das nicht gelernt haben, wird euch nicht viel anderes übrig bleiben, als ihm die Beute abzunehmen. Und da gibt es dann kein "sanft", sondern ein: Hund einfangen, festhalten, Beute abnehmen. Finde ich zwar nicht prickelnd, aber wenn es nicht anders geht?

    Was wollt ihr? Anhand der Form, wie ich zur Schadensbegrenzung rate, die Erziehungsmethode von Wattebauschwerfern nach AL festlegen?

    Sorry, falscher Ansatz.

    cazcarra

    Da mag ich mich auch anschließen.

    Du hast nur ein Stadium vergessen, naijra: Manchmal, ab und an, mag die Leitung auch besetzt sein :smile: Da hilft dann eine gute Portion Humor einerseits und die Überprüfung der eigenen Konsequenz andererseits.

    LG
    cazcarra

    @ Maanu - was soll die Frage? Die Katze ist den Baum rauf. In diesem Moment kann ich nicht ERZIEHEN. In diesem Moment kann ich höchstens Schadensbegrenzung betreiben (damit Hund nicht auf den gegarten Geflügelknochen rumkaut und sich womöglich nen Splitter einfängt).
    Zudem würde ich empfehlen, eine Zeitung zu nehmen, diese aufzurollen und mir auf den Schädel zu schlagen, weil ich die Situation möglich gemacht habe. Punkt.

    Dingsda
    Ich glaub dir, dass du das nicht als "hahaha-Beitrag" gemeint hast. Das ist auch ein Problem der blöden Sorte. Da ich deine Hunde nicht kenne, kann ich nur Vermutungen anstellen, warum die beiden das machen. Meine Vermutung geht dahin, dass die beiden sich gegenseitig "anstiften" bzw. hochschaukeln. Gemeinsam sind wir stark. Das führt wiederum zu der Vermutung, dass einer der beiden (oder beide) eine gewisse Unsicherheit hat. Souveräne Hunde haben das nicht nötig.

    Deshalb würde ich dir - auf die Entfernung - raten, mit beiden Hunden einzeln an ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen Hunden zu arbeiten. Auch und zunächst im Freilauf. Wenn du dazu was wissen möchtest, schreib mir ne mail. Das würde hier sonst abendfüllend werden.

    Aber ganz ehrlich: Um dir einen ganz sicheren Rat geben zu können, müsste ich euch kennen. Deshalb absolut ohne Gewähr.

    LG
    cazcarra

    Zitat

    vs.


    Das widerspricht sich doch..
    Und warum genau clickst du nicht ins Fixieren?

    VG, Anna

    Das widerspricht sich überhaupt nicht.

    Ein Beispiel: Hund pöbelt andere Hunde an, weil er bereits zwei Mal böse vermöbelt wurde. Hund hat gelernt, andere Hunde sind blöd. Möchte ich, dass Hund lernt, andere Hunde sind nicht notwendigerweise blöd und beißen mich, brauche ich a) Figurantenhunde, die totsicher nicht blöken und pöbeln und b) suche ich die entsprechende Distanz, in der der Trainingshund noch KEIN Problem hat beim Anblick des anderen. Von da ab kann ich mich voranarbeiten, indem ich ihn für das Ruhigbleiben bestätige. Je nach Hund lässt sich die Distanz recht flott abbauen, dabei muss gewährleistet sein, dass das Gegenüber völlig cool bleibt. Trainingshund lernt dabei u.a., dass andere Hunde eben nicht nach seinem Leben trachten und zudem, dass ruhiges, entspanntes Verhalten lohnend ist.

    Das ist definitiv die Kurzdarstellung, sonst schreib ich hier noch ne halbe Stunde. Doch so beginnt letztlich eine Assoziationsveränderung. Durch gute Erfahrungen mit dem reinen Anblick anderer Hunde. Weiter geht es dann im Verlauf des Trainings mit Annäherung. Auch Parallelspaziergänge gehören dazu und vieles mehr.

    Warum ich ins Fixieren nicht reinclicker? Wieso sollte ich? Wenn Hund fixiert, ist er bereits angespannt - das belohne ich ganz sicher nicht. Gucken ist allemal erlaubt und vor allem erwünscht. Fixieren allerdings definitiv nicht.

    Was das Huhn angeht...

    Eigentlich relativ einfach... Wenn Hund noch nicht gelernt hat, das Huhn auf dem Teller oder in der Pfanne zu lassen, gebe ich ihm die Gelegenheit nicht, es zu klauen.
    Und arbeite daran, dass er nicht mehr klaut. Und hier kommt es darauf an, in welchen Situationen er klaut. Nur, wenn ich den Raum verlasse? Oder auch, wenn ich im Raum bin, aber nicht neben dem Huhn stehe? Und und und...

    Da hilft in den meisten Fällen ein Alternativverhalten. Was Leckeres steht auf dem Tisch und sobald Hund sich hinlegt, statt neben dem Tisch zu stehen und zu spannen, gibt es eine Belohnung. Geht die Nase allerdings Richtung Teller, wird die Hand als Stoppsignale eingesetzt. Dazu muss ich den Hund nicht berühren, der Hund versteht aber dieses eindeutige Signal. An meiner Hand kommt er nicht vorbei. 3, 4 oder auch mal 5 oder 6 Wiederholungen und er hat das Prinzip kapiert. Hinlegen ist besser als gar kein Lob. Es darf übrigens auch mal ein klares, verbales und knackiges "Nein" sein, wenn Hund so gar nicht nachlässt. Aber das glaubt ja wieder keiner, wenn er das von nem Wattebauschler liest... :D

    cazcarra

    Ach du liebe Güte...

    Ich bin jetzt bis zur 5. Seite gekommen - und das reicht eigentlich auch.

    Da ich ja eine von den "laschen AL-Wattebauschwerferinnen" bin, nur mal so viel zu dem, was meinereine gelernt hat.

    Ignorieren? Manches, wenn auch wenig.

    ABlenken? Never ever. Je nach Problem - entweder umlenken (in ein Alternativverhalten) oder die Assoziation des Hundes verändern. Was letztlich bedeutet, dass ich ihn so lange loben/bestätigen muss, wie er das gewünschte Verhalten zeigt und ganz sicher nicht in ein Fixieren reinclickern. Das wiederum bedeutet, dass HH (angeleitet von HT) eine entsprechende Distanz zu wählen hat, wo Hund das noch kann, von der aus man sich voranarbeitet. Alles kein Hexenwerk, scheitert aber zu gerne a) an der Ungeduld mancher Halter, die viel zu schnelle Distanzverringerungen machen, b) an der Unfähigkeit mancher (AL)-HT, dem Halter im Vorfeld das notwendige Basiswissen über Lernverhalten etc. zu vermitteln, c) an der Unlust mancher HH, selber mitdenken und arbeiten zu müssen (z.B. IMMER konsequent sein, IMMER dieselben Regeln beibehalten usw. usf.), da es ja so viel einfacher scheint, mal eben "per Knopfdruck" oder Leinenruck etwas zu erreichen. Kurzfristig ist das leider richtig - was hinten bei rauskommt, landet dann irgendwann, wenn Hund und HH Glück haben, doch wieder bei einem GUTEN HT.

    Grundsätzliches: Wie hier schon irgendwo schön beschrieben wurde - gewaltfrei heißt nicht planlos, regellos, konsequenzlos. Das aber heißt für den HH AGIEREN statt REAGIEREN. Aber auch hier sind manche HH wieder - wie soll ich sagen? - unmotiviert? Faul? Was auch immer.

    Mein Training läuft darauf hinaus, den HH mit seinem Hund schnellstmöglich, aber in dem Tempo, wie es für Hund und Halter gangbar ist, zur Alltagstauglichkeit zu führen. Zudem den HH soweit anzuleiten, dass er selbstständig mit seinem Hund trainieren und arbeiten kann und nicht jahrelang am Trainer kleben muss.

    Wer als HH die "schnelle" Lösung ohne Eigenarbeit sucht wird mit AL nicht glücklich. Und wer als HT z.B. bei der AL-Ausbildung nicht richtig zugehört und mitgearbeitet hat oder in irgendeinem Wolkenkuckucksheim verharrt, weil ihm das Wort "gewaltfrei" rosarote Bläschen ins Gehirn zaubert, wird nie und nach keiner "Methode" ein guter Trainer werden.

    cazcarra

    Ein amüsanter Abend mit diesem Fred... Wirklich.

    Fly lässt ein Ballönchen platzen, erklärt (sich) nicht wirklich, sondern schmettert ein paar Statements. Entnehmen kann man diesen nicht wirklich was. Auf die vielfältigen Fragen, WIE denn ein "haltungsorientierter Hund" auf alle Fälle hinzubekommen sei - nix.

    Nun ja. Ist auch müßig.

    Zum einen bin ich froh, aus einem ebensolchen Hund in 2-jähriger, harter Arbeit (hart für mich) einen selbstbewussten, denkenden, entscheidungsfähigen Hund zu machen, der nicht mehr ausschließlich "nach innen orientiert" ist. Seither hat das Mädel deutlich an Lebensqualität gewonnen - und ich auch.

    "Halterorientiert" und "nach innen gerichtet" sind für meine Begriffe sowieso 2 Paar Stiefel. Erklärung von Fly dazu - keine.

    Halterorientiert ist für mich ein gut erzogener Hund, der sich bspw. abrufen lässt, obwohl da drüben jetzt was Spannenderes auftaucht. Der ansonsten aber durchaus eigene Ideen HAT und auch verfolgt, lösungsorientiert arbeitet, ohne dass ich irgendwelche Anweisungen geben muss.

    Ein nach innen gerichteter Hund hat für mich automatisch was Spaßfreies, nahezu Authistisches. Denn ein solcher kommuniziert nicht mit der Außenwelt und ist von mir abhängig.

    Wer einen wie beschrieben funktionierenden Hund als das Größte empfindet, leidet in meinen Augen unter Kontrollzwang. Der Hinweis darauf, dass es bei "Rudel"haltung (Anm.: Viele Hunde sind noch lange kein Rudel, es sei denn, sie wären miteinander verwandt) nicht anders geht, weil viel zu gefährlich, sollte sich nur so viele Hunde zumuten, wie er auch händeln kann.

    Und da rede ich ganz gewiss nicht von Herrn Stahl. Der hat völlig andere Prioritäten als die Mutti mit Kindern, Mann, Haushalt und Hunden, die vielleicht auch noch ein bisschen Hundesport betreibt.

    Was mir noch auffiel:
    Ingrid2 schrieb:

    Zitat

    eigentlich habe ICH bei AL gelernt...... ups

    Ich finde es schade, dass man sich anscheinend schon dafür schämt, bei AL gelernt zu haben.

    Man mag zu CvR stehen wie man will. Ich schätze nach wie vor die breite Basis, auf der die Ausbildung begründet ist. Zudem: Jene Auszubildende, die halbwegs selbstbewusst durchs Leben gehen, lernen dort vor allem, selbstständig zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden - UND individuell mit Hunden zu arbeiten. Dass das nicht bei allen Auszubildenden hängen bleibt, liegt zum Großteil an ihnen selbst.

    Ich jedenfalls bin - wie Quebec-Gaby und Nicky - glücklich mit meinen Hirnträgern, die gelegentlich auch mal was mit mir ausdiskutieren. Auf diese Weise hinterfrage ich mich dann auch schon mal, ob das, was ich da eben veranstalten will, WIRKLICH sinnvoll ist. Da meine Hunde durchaus in der Lage sind, kritische Situationen ohne irgendwelche Anweisungen zu meistern, kann der Weg, selbstständiges Denken und Handeln in Hunden zu fördern, nicht ganz falsch sein.

    cazcarra

    Hätt ich wetten mögen... :roll:

    Die Anführungszeichen sind schon mal gut, die du verwendest.
    Mir persönlich jedenfalls sagt die Art und Weise, wie Diensthunde leider auch heute noch zumeist ausgebildet werden, nicht zu. Aber das muss jeder selber wissen.

    Dass Lola bei der Arbeit auf dem Platz kein Problem hat, ist nicht ungewöhnlich. Ihr Problem wurde dabei auch nicht bearbeitet. Sie hat eben gelernt, dass man auf dem Platz auf Frauchen konzentriert ist. Draußen, wie du selber schreibst, sieht die Sache anders aus. Das ist es, was sie noch lernen muss. Und ob das in diesem Zusammenhang sinnvoll ist, wage ich persönlich zu bezweifeln (siehe Stress-Thema insgesamt).

    LG
    cazcarra

    Wenn es DIE geführte Wanderung mit HT ist, an die ich denke, würde ich da im Traum nicht dran teilnehmen. Das liegt aber sicher nicht daran, wie deine Hündin drauf ist (was ich nicht als problematisch in dem Sinne ansehe, da man daran gut arbeiten kann), sondern an diesem speziellen HT. Bei dem, an den ich denke, werden noch die guten alten Theorien von 1884 - hübsch modern verpackt, versteht sich - vertreten und auch entsprechend umgesetzt. Das wünsch ich mir für keinen Hund.

    Aber um auf deine Frage zurückzukommen:

    Die Sozialverträglichkeit, die bei solchen Veranstaltungen üblicherweise gefordert wird, umschließt eben Verträglichkeit mit anderen Hunden und Menschen. Wenn sie sich also einen ausguckt, um zu mobben, weil der Stresspegel zu hoch ist in solchen Situationen, dann tust du ihr und euch keinen Gefallen mit solch einem Urlaub.

    An diesem Stressproblem würde ich lieber gemächlich und sukzessive arbeiten und nicht unter einem Dauerstress - der nicht nur durch die Wanderungen in der Gruppe zustande kommt, sondern auch durch ungewohnte Umgebung, Situationen usw. usf.

    LG
    cazcarra

    Das ist nicht schön.

    Allerdings hab ich eine Frage:

    Habt ihr irgendwelche der vorgeschlagenen Untersuchungen machen lassen? Wisst ihr jetzt wirklich Genaueres?

    Zumindest mal den Kot auf sämtliche Parasiten und Bakterien und Pilze untersuchen lassen, das würde ich schon tun.

    LG
    cazcarra