Ein amüsanter Abend mit diesem Fred... Wirklich.
Fly lässt ein Ballönchen platzen, erklärt (sich) nicht wirklich, sondern schmettert ein paar Statements. Entnehmen kann man diesen nicht wirklich was. Auf die vielfältigen Fragen, WIE denn ein "haltungsorientierter Hund" auf alle Fälle hinzubekommen sei - nix.
Nun ja. Ist auch müßig.
Zum einen bin ich froh, aus einem ebensolchen Hund in 2-jähriger, harter Arbeit (hart für mich) einen selbstbewussten, denkenden, entscheidungsfähigen Hund zu machen, der nicht mehr ausschließlich "nach innen orientiert" ist. Seither hat das Mädel deutlich an Lebensqualität gewonnen - und ich auch.
"Halterorientiert" und "nach innen gerichtet" sind für meine Begriffe sowieso 2 Paar Stiefel. Erklärung von Fly dazu - keine.
Halterorientiert ist für mich ein gut erzogener Hund, der sich bspw. abrufen lässt, obwohl da drüben jetzt was Spannenderes auftaucht. Der ansonsten aber durchaus eigene Ideen HAT und auch verfolgt, lösungsorientiert arbeitet, ohne dass ich irgendwelche Anweisungen geben muss.
Ein nach innen gerichteter Hund hat für mich automatisch was Spaßfreies, nahezu Authistisches. Denn ein solcher kommuniziert nicht mit der Außenwelt und ist von mir abhängig.
Wer einen wie beschrieben funktionierenden Hund als das Größte empfindet, leidet in meinen Augen unter Kontrollzwang. Der Hinweis darauf, dass es bei "Rudel"haltung (Anm.: Viele Hunde sind noch lange kein Rudel, es sei denn, sie wären miteinander verwandt) nicht anders geht, weil viel zu gefährlich, sollte sich nur so viele Hunde zumuten, wie er auch händeln kann.
Und da rede ich ganz gewiss nicht von Herrn Stahl. Der hat völlig andere Prioritäten als die Mutti mit Kindern, Mann, Haushalt und Hunden, die vielleicht auch noch ein bisschen Hundesport betreibt.
Was mir noch auffiel:
Ingrid2 schrieb:
Zitat
eigentlich habe ICH bei AL gelernt...... ups
Ich finde es schade, dass man sich anscheinend schon dafür schämt, bei AL gelernt zu haben.
Man mag zu CvR stehen wie man will. Ich schätze nach wie vor die breite Basis, auf der die Ausbildung begründet ist. Zudem: Jene Auszubildende, die halbwegs selbstbewusst durchs Leben gehen, lernen dort vor allem, selbstständig zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden - UND individuell mit Hunden zu arbeiten. Dass das nicht bei allen Auszubildenden hängen bleibt, liegt zum Großteil an ihnen selbst.
Ich jedenfalls bin - wie Quebec-Gaby und Nicky - glücklich mit meinen Hirnträgern, die gelegentlich auch mal was mit mir ausdiskutieren. Auf diese Weise hinterfrage ich mich dann auch schon mal, ob das, was ich da eben veranstalten will, WIRKLICH sinnvoll ist. Da meine Hunde durchaus in der Lage sind, kritische Situationen ohne irgendwelche Anweisungen zu meistern, kann der Weg, selbstständiges Denken und Handeln in Hunden zu fördern, nicht ganz falsch sein.
cazcarra