Tag zehn begann mit dem Wissen "heut nur ca 25km, heut nur Schlafsachen einsammeln"- also alles was ruhiger. Dazu wieder viele Seen und Sonne- es versprach also ein toller Tag zu werden. Meinen Füssen ging es recht gut- Radfahren hilft gegen vom Laufen verkrampfte Beine- mein Freund hatte immer noch mit der Sehne zu kämpfen.
Während der Logistiker im Team seinen logistischen Tätigkeiten nachging, kümmerten die Wuffs und ich uns um die Pferdis. Leider hab ich den Morgen ganz vergessen Bilder zu machen. Anschließend alle Sachen nach draußen getragen- direkt neben dem Putzplatz gab es eine tolle Terrasse. Dort haben wir erstmal im Sonnenschein gefrühstückt- mit frischen Brötchen die unsere Gastgeber aus dem Ort geholt hatten. Sagte ich schon das wir von lieben Menschen umzingelt waren? Grins.. Herrlicher kann ein Tag gar nicht beginnen.
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Nach dem Aufsatteln und Aufpacken ging’s, die mir schon aus der Dunkelheit bekannte, Pflasterstrasse gen Biesenthal. Biesenthal galt es zu durchqueren um weiter der Seen Route folgen zu können.
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Leider hatte es am See nichts für die Pferdchen zu fressen gegeben, deswegen verbrachten wir auf dieser Wiese in Wandlitz unsere Hauptpause. Vorher war es warm, jetzt wurd´s kühl…
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Dorfkirche Stolzenhagen- vom Stolzenhagener See gibt es leider keine Bilder, der Uferbereich war komplett im Besitz von Privatleuten. Glück hatten wir doppelt in diesem Ort. Beim Fischer gab es leckeres Softeis und weil ich fragte auch einen Eimer Wasser für die Pferdchen- an den See waren wir ja nicht dran gekommen. Glück zwei- der Dorfkonsum hatte eigentlich schon zu als wir vorbei kamen, doch weil ich so traurig auf das Öffnungszeitenschild geguckt hatte und mit Rucksack und Hundis wohl auffiel, wurden die Pforten extra geöffnet und gefragt ob wir denn noch was brauchen würden. Ja klar! Paar Dinge für´s Abendbrot eingesammelt, dafür galt es (natürlich) Auskunft zu erteilen woher, wohin und so weiter…
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bevor sich beide weiter der Grassuche widmen. Haben Ihnen dann noch Heu gebracht, Kraftfutter gab es wieder erst vor dem Schlafen gehen. Im Prinzip hätten wir wieder neben den Zweien geschlafen, doch uns wurde so im Gespräch mit unseren Gastgebern über die Hürden/ Schwierigkeiten, schönen Dinge und Planungsfehler der Reise angeboten doch das Reiterstübchen zu nutzen. Ein grosser Fehler war nämlich gewesen zu glauben abends Zelt aufstellen und morgens wieder abbauen ginge im Handumdrehen. Aufbauen ging wirklich schnell- doch das auspacken, Luftmatratze etc, morgens abbauen und alles wieder einpacken- ordentlich! kostete erheblich Zeit. Geschätzt sparten wir so grade morgens mindestens eine Stunde. Abends mindestens eine halbe. So nahmen wir das Angebot gerne an. Trotz, dass es nur ein kleiner Hof war, war eine Duche und eine Küche vorhanden- so sparten wir nochmals Zeit, weil wir keinen Kocher auspacken mussten und auch unser Geschirr verpackt lassen konnten.
Ja Nepo kann zweimal im Jahr ein Giftzwerg sein. Da ist sie sein Mädchen und nur seins.
Königlich meine Zicke?? Naja... Ich glaub den Eindruck kann sie unter Umständen tatsächlich erwecken, wenn sie meint alles im Griff zu haben und Chef im Ring zu sein... Da neigen schüchternere Hundecharaktere dazu sie anzuhimmeln und ihr zu folgen.
Yulli auch für kleine Eigenbrothunde macht sich gemeinsam zelten toll- das ist richtige Therapie. Hihi... Wir sollten das geschickt vermarkten und geführte Touren anbieten.
Heut abend- so denn Internet will- gibt's wieder eine Fortsetzung.
Nutzen kannst du jeden Gurt, in PO steht nur das ein Panikhaken Pflicht ist und das Leine ausgezogen nicht länger als 2/2,50m sein darf. Meine Canileine ist eh nur 1,80m, das reicht locker und so komm ich nicht in Schwierigkeiten. ;-)
Bin zum Beispiel mit einem ähnlichen Modell von Manmat bei der Bundessiegerprüfung gestartet, nur halt mit Panikhaken, hat keiner was gesagt und da achten sie sehr genau auf Einhaltung der PO. Ich mein auch den Uwe Radant da im Einsatz gesehen zu haben.
Wegen Scheuern- nein. Richtig eingestellt scheuert nichts. Rinski ist mit ihrem Radant und ich mit dem Manmat Halbmarathon gelaufen- kein Scheuerstellchen. :-)
ich bibber jetzt schon......was mach ich denn wenn du schreibst: nun sind wir wieder zu hause.....
eine Stiftung gründen, die unserern Lebensunterhalt finanziert und weitere Reisen???
Mit den Wuffs ist es denk ich schon so- a) Zusammensein den ganzen Tag verbindet, viel gemeinsam unternehmen schafft eine gute Basis und b) bin ich eh der Überzeugung ein ausgelasteter Hund ist per se ein friedlicherer Hund und c) gemeinsam "arbeiten" find ich auch wichtig- bei uns ist das neben Reitbegleithund sein, im THS und durch den Zughundesport gegeben. Klar macht Auslastung und Arbeit noch keine Angst und Unsicherheit weg, doch da ist der Halter gefragt, indem er den Hund entsprechend händelt, im Zweifel ihm genug Sicherheitsabstand zu den bösen Dingen verschafft und ihm Sicherheit gibt. Josy ist auf den fremden Höfen immer erstmal hoch aufgeregt gewesen- "wer will mich fressen? wen soll ich zuerst fressen- so prophylaktisch..? wie soll ich das alles einsortieren?"
Für sie als kleinen Kontrollfreak, der gern weiss was gleich passiert, als Hund der gern sein Rudel beschützt und sehr unsicher ist im Prinzip ein absoluter Alpttraum so eine Reise, weil ja nichts kalkulierbar. Und doch war sie nach paar Tagen entspannter- ist es jetzt noch, hat sich einfach an uns gehalten und z.B. in Biesenthal gabs neben dem furchtbaren Schwein auch zwei Hofhunde, die jedesmal wenn wir uns übern Hof bewegt haben gekläfft haben und angerannt kamen.
Als wir auf den Hof kamen hab ich Madame auch erstmal an der Leine gehalten (wie überall), angebunden und sie alles angucken lassen- erstmal "brummmm....brummmmm!!" irgendwann beruhigt sie sich dann, weil sie merkt es ist alles gar nicht sooo wild und da hab ich sie dann laufen lassen. Hat nachher die Kläffer völlig ignoriert und so ganz cool als "ach die haben ja nur Schiss" eingeordnet.
Ach ja- mit Kaltblüter hätt es an der Bahn wirklich schwierig werden können, obwohl Cognac hat auch nur durchgepasst, weil die Füsse lang genug waren. grins...
Leider diesml nicht, das Kissen rief gestern lautstark. Hab grad die restlichen Bilder von Tag 10 fertig sortiert, weil bei uns regnets Katzen, Hunde und allerlei mehr- da hab ich mich noch nicht raus getraut...
Zitat
Wo schlaft ihr denn dann zum Rennen? Nicht das du mir erfrierst?!? Soll ich decken mitbringen...nicht das du so aus dem Zelt kommst...
Oh über das Problem hab ich auch schon gegrübelt- gibts da keine Blockhütten zu mieten?? So mit tollem Ofen? Dann steh ich morgens nämlich so am Start :feuer: Zelt... Ich glaub das überleb ich nicht...
alles eine Frage der Geduld und Hartnäckigkeit lemming. Doch der Große ist tendenziell schon ein Pferd was allein sehr viel Umsicht beweist, nicht dazu neigt blind in Panik zu verfallen- ein sehr souveräner Herdenchef eben, der sich aber ungern auf der Nase tanzen oder was sagen lässt- sprich Kooperation/ Entgegenkommen in gewissen Situationen und gegenseitiger Respekt und er macht fast alles für seinen Menschen. Dafür und für seinen Mut und seine Zähigkeit hat er auch wirklich Orden verdient Amare, da hast du recht. Die Kleine aber auch, an dem Tag hat man beiden so zwischendrin schon angemerkt, das sie etwas müde waren- das auf und ab sind sie ja auch nicht so gewohnt, doch ein liebes, aufmunterndes Wort und Streicheln zwischendrin und es war alles super.
Yulli ich geb dir völlig recht- Oktober und Zelten, da brauch ich einen Ofen im Zelt. Trotz zwei Hunden und Mann- ich komm als Eiszapfen raus. Schon während der Wanderung (im August!) bin ich mit Jogginghose, zwei paar dicken Strümpfen, T- Shirt und Wollpulli schlafen gegangen- und hab trotzdem noch den Schlafsack bis über die Ohren zugezogen. Liepnitzsee gehts übrigens im nächsten Teil lang- da hätt ich mir am liebsten eine Blockhütte hingestellt und wär geblieben- soooo toll der See!!! *schmelz*
Mondwoelfin- ein "Wanderpartner gesucht" Thread fehlt hier noch- findest du nicht auch???
Ach nu übertreib nicht. heimlich still und leise trainierst du mit Lizzy doch für Olympia und würdest uns theoretisch in Grund und Boden laufen. Aber nächstes Jahr läufst du mit uns ja die Schorfheidestrecke, da freu ich mich schon drauf.
Amare jetzt wo du das mit den Kirchen erwähnst ... Das sind bestimmt gar keine Kirchen! geheime Kommandostationen von :dracula: ... Sollen nur harmlos wirken um die Opfer anzulocken...
Ach ja- ich finde grün steht dir ausgezeichnet. Und Mitwanderer- du weisst ja so weit weg wohnen wir nicht.
Na denn gehts man direkt weiter. danket dem Mistwetter bei mir.
Tag 9 sollte wieder eine lange Etappe werden, gute 38km auf der ursprünglichen Route. Deswegen haben wir in Höhe Kruge den Seenweg verlassen- mit Wehmut, denn die eigentliche Strecke wäre bestimmt toll gewesen. So haben wir jedoch mindestens 5km eingespart- die wir in einer extra Runde wieder verpuffen ließen. Da wir an diesem Tag auch wieder komplett laufen wollten- Vorsicht ist die Mutter des Ponys, einen Tag wollten wir der Kleinen noch geben- eine völlig richtige Entscheidung. Nachdem ich gestern Abend ja völlig bewegungsunfähig war, war morgens alles wieder gut- Voltaren und netten Pillen sei Dank.
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Fehlen tut unsere Extrarunde um den Mittelsee, insgesamt waren es also wieder rund 37km- wusstest ihr das die Füße völlig verkrampfen können? So irgendwann? Da hilft nur massieren.
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Das Morgenlicht ist immer wieder schön- hinter den Pferdchen sieht man den großen Apfelbaum, von dem auch an diesem Morgen ein paar Früchte ins Frühstück wanderten. Entgegen der Strategie von gestern Abend- alles Gepäck mit Schubkarre vom Stall bis zum Zeltstandplatz, hab ich einfach Pferdis geputzt, gesattelt und bin mit beiden direkt zum Zelt gestapft. Dort haben wir aufgeladen (und waren natürlich die Attraktion des Zeltplatzmorgens) und sind gen Saloon marschiert- wehe die würden mir frische Frühstückssemmeln verweigern!
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Nachdem ich Brötchen frisch und duftend im Saloon erstanden hatte, alle Rechnungen bezahlt waren, waren wir wieder im Wald zu finden- immer auf der Jagd nach dem blauen Punkt auf weißem Grund. Anmerken muss ich ja, dass Campingplatz heutzutage echt teuer ist… Für das, was ich für uns und die Hunde bezahlt habe- wir waren ja wirklich nur paar Stunden da- bekäme ich mit bissl gucken sonst ganzes Ferienzimmer. Deswegen würd ich glaub ich beim „ohne Pferdwandern“ eher nach sowas schauen, spart ja Menge Zeit und Gepäck.
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Wuffs hatten sehr gut geschlafen, ganz abgesehen davon, dass Nepo eh leicht bergiges Gelände liebt. Hatte ja schon in Wesendahl mit einem riesengroßen, parkähnlichen Grundstück geliebäugelt (gab sogar eine Schaukel!), wo dran stand „zu verkaufen“… Ach ja diese Ecke wäre was für uns. Nur muss ich dann gut 80km zur Arbeit fahren. Lottogewinner werden, dann wäre das Problem gelöst. *grins*
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Immer weiter ging es- wir wähnten uns richtig… und waren verzückt über die tolle Landschaft. So nach gut einer Stunde standen wir wieder am Campingplatz... Uns bewog die Frage „was haben wir falsch gemacht?? Rechts war immer See (hatten den Mittelsee einmal umrundet) links immer „Berghang“ und keine Abzweigung war ausgeschildert. Mein GPS hatte sich klassisch ausgeklinkt, das arbeitete morgens ungern. Also zurück und nach Abzweigung suchen… Kurz nach dem Malerblick laut Karte. Mal schauen.
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Diese Treppen hatten wir wohl wahr genommen aber da kein Wegweiser hinauf wies in unseren morgendlichen Träumereien mit keiner Silbe dran gedacht das dies UNSER!! Weg sein könnte… Ziemlich weit ben gabs an einem Baumstamm die entsprechende Markierung. Da rauf??? Oh je… Hatte ich erwähnt dass wir zwei Spatpferde dabei hatten?
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Das Pony es packt war ich mir ziemlich sicher, doch unserem Großen fallen Steigungen und Gefälle inzwischen merklich schwer. Durch seine Größe eh nicht das trittsicherste Pferd, läuft er sehr unsicher und oft steige ich auch schon ab und führe ihn. Jetzt sollte er sich mit dem Gepäck ausbalancieren- und hat das wirklich so super gemacht! Ich hätte ihn knutschen können und hab mich innerlich etliche Male vor ihm verneigt. Schritt für Schritt, mit viel Bedacht und super konzentriert- ach war ich stolz auf ihn.
Männel hatte vorher erkundet wie es „oben“ aussah und gemeint es ginge auf der Bergkuppe weiter- Fakt war, es ging über eine Draisinenstrecke und auf der anderen Seite wieder einen ähnlichen Weg runter… Bis dahin war ich an diesem Morgen sehr entspannt und hatte auch unsere ca. 5km Rundreise gelassen genommen… Nach dem Abstieg (auch den meisterten beide Pferde bravourös, wir witzelten derweil was von Alpenüberquerung um uns abzulenken) stand ich leicht zittrig am Fuße des Berges und wünschte mir Baldriantee herbei.
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Erwähnte ich schon die immer wieder quer liegenden Bäume? Dieser ging grad noch von der Höhe. Kurz danach 3 kleinere Bäume, in ca 1,60 Höhe die theoretisch wegzuheben gewesen wären. Auf der rechten Wegseite aber schon so stark im Unterholz verwuchert das praktisch nicht dran zu denken war. Rechts als Wucher, links steiler Hang. Krabbeln können unsere Pferde ja leider nicht… Lösung lautete: Einer hebt an soweit mgl- Pony durch das war noch einfach. Pony grasen lassen. Cognac ran geführt, einer hob hoch- reichte nicht. Mist! Stehen lassen das Hottel und zu zweit hoch gehoben. Kurz geschnalzt und angetickt- setzt sich unser Held in Bewegung. Als ein Ast an seinen Taschen hing, blieb er stehen und wartete. Wir diesen Ast drüber gehoben und vorsichtig zockelte er weiter- echt toll! Dieser Morgen hatte es in sich...
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Nachfrühstücksschlaf… Hihi.. Sehr zu empfehlen. Es war mit Abstand das schönste Frühstück auf der Reise. Frische Brötchen, frischer Tee, Marmelade- alles war da, dazu diese traumhafte Landschaft, die Hunde und immer wieder Pferdenasen, die lustig in die Hütte rüffelten.
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Feste Absicht hier endlich baden zu gehen- a…kalt das Wasser und sobald ich mit den Füssen drin war, kamen lauter kleine Fischis und knabberten mich an. Da siegte Schweinehund.
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Männers wieder in einem schönen Licht. Die zwei waren sehr lustig an diesem Tag. Männel hat immer Angst das sein Pferdi stürzt- nicht ganz von der Hand zu weisen, manchmal ist Cognac auch ein Trottel vorm Herren. Doch wenn´s drauf ankommt passt er schon auf- wie bei den Treppen heute.
Heute siegte das Gluckengen über die Vernunft im Mann und so hörten Nessi und ich immer wieder von hinten Sätze wie diese nach vorne hallen…. „Cognac pass auf ein Loch!“ „Cognac eine Wurzel!“ „Cognac eine Pfütze“ „Nu geh doch mal rüber!“ „Nu pass doch mal auf!“ „Du Esel!“ – letztere Sätze dann wenn sich Cognac mal wieder in seiner speziellen Art einen Spaß aus Herrchens Überfürsorge gemacht hatte, indem er ihn –der sich gegen Cognac stemmte um ihn zu „stabilisieren“ – sanft von sich wegschubste, vorauf sein Herrchen jemand gebraucht hätte, der ihn „stabilisiert“. Grins. Etliche Male trat mein Schatz deswegen in Löcher und einmal wäre er bald in einer großen Pfütze gelandet. Endeffekt war: Abends ging´s ihm wie mir gestern, nur das er Tage mit der Sehnenüberreizung zu kämpfen hatte. Dezente Ratschläge meinerseits Cognac doch einfach selbst den Weg suchen zu lassen wurden rigoros abgelehnt.
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Gut eineinhalb Stunden später- nochmal kurz rasten und Weg durch Melchow einprägen. Langsam gingen wir auf dem Zahnfleisch, Nacht war kurz gewesen, die Strecke gestern und heute anspruchsvoll, da half auch die tolle Landschaft nicht mehr drüber weg. Es lagen aber noch gut 1,5 Stunden vor uns.
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Männers nochmal mit Josy.
Kurz danach kamen wir im Ziel an. Hottis bekamen wieder eine schöne große Koppel, zwar ohne sonderlich viel Gras, doch eine große Karre Heu nahmen sie auch dankbar an. Wir konnten in einem Gästezimmer nächtigen und hatten heut wieder eine Dusche nur für uns! Herrlich! Mit warmen Wasser! Mit Entsetzen stellte ich fest, dass es bis zu meinem Arbeitskollegen 3,5km waren- wir sprachen ja schon von Relationen. Ich war sicher keine 3,5m mehr laufen zu können. Warum ich da hin wollte? Sachen tauschen.
Hatte vor meinem Urlaub eine Reisetasche gepackt mit sauberen Handtüchern, T-Shirts etc und vor allem Hundefutter für eine weitere Woche. Diese Tasche hatte ich meinem Arbeitskollegen mitgegeben. Also galt es heute Abend noch zu tauschen. Dreckiges Zeug alles in Wanderrucksack und losgeschlichen. Wissend mein Ende war nah… Als ich so vom Hof wackeln wollte erblickte ich ein Fahrrad- kein Licht aber es sah fahrtüchtig aus. Gefragt ob ich es mal haben dürfte und juchu! Ja! Mit neuen Lebensgeistern versehen sauste ich in stockfinsterer Nacht über eine Kopfsteinpflasterallee- mit einer Hand den Lenker umklammert, mit der anderen meine Taschenlampe. So ging das Tauschen doch recht flott über die Bühne und ich bekam im Ort doch tatsächlich noch Döner die ich triumphierend gen Nachtlager schleppte.
Als ich mit den Wuffs nochmal Pferdis füttern ging hatten wir eine lustige Begegnung auf der Stallgasse mit dem Hofschwein- zack waren die zwei Helden wieder im Zimmer. Sowas… Eingeschlafen bin ich wieder direkt in dem Moment wo ich lag, Wuffs ratzten eh schon und mein Freund war glaub ich auch direkt weg. Nächste Tag sollte wieder was kürzer werden und Pony wieder normal einsetzbar. Das gab Hoffnung.