Genau. Irgendwas hat immer frei und Urlaub verhindert. Und nach 12, 13, 14 Stunden ohne Pause, wo man gesagt hat jetzt ist Feierabend, musste man sich noch als faules A..loch beschimpfen lassen. ![]()
Beiträge von nepolino
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So sieht es aus. Einsatzbereitschaft wird belohnt? Naja.. Meine Erfahrungen sehen da auch anders aus. Und allen die hier so ganz galant auf "die Kündigung wäre nicht wirksam" pochen... Recht haben und bekommen und vor allem wann sind leider doch ziemlich verschiedene paar Schuhe.
Wenn ich alle Überstunden die ich allein in meinen ersten vier Arbeitsjahren geleistet habe vergütet bekäme- ui da könnte ich mir problemlos ein nagelneues Wohnmobil leisten. Oder oder oder.. Bekomme ich aber nicht. Weil nichts mit geben und nehmen. Arbeitsgericht hat Überstunden übrigens nicht mal angezweifelt aber ich hätte mir jede Stunde schriftlich anweisen lassen müssen. Gute Idee wenn kein Chef da aber Arbeit fertig werden muss weil noch viele hungrige Mäuler zu stopfen.

Ja man will selbst noch in Spiegel gucken können aber sich für den Profit anderer kaputt zu machen nein. Und über Jahre an die 80 Stunden jede Woche arbeiten ohne Urlaub, mit maximal zwei freien Tagen im Monat geht irgendwann an die Substanz. Geben und Nehmen funktioniert meiner Erfahrung nach leider selten, zumindest wenn es um Geld und Profit und Zielzahlen geht. Aber ich bin doch froh zu lesen, dass es tatsächlich nette Arbeitgeber gibt. Stellt grad mein Vertrauen in die Menschheit wieder etwas her.

Und vielleicht wenn ich mir mal wieder einen Arbeitgeber suchen sollte, dann erwisch ich ja eventuell auch so einen. Es soll ja auch Menschen geben die entgegen aller Wahrscheinlichkeit im Lotto gewinnen. Aber bis dahin bleib ich mein eigener Chef und bestimme selbst wann ich eine Pause brauche.
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Eine wirklich interessante Diskussion.

Also ich fass mal für mich zusammen... als Arbeitnehmer hab ich unter allen Umständen meine vertraglichen Pflichten zu erfüllen. Moralisch darüber hinaus auch zu erscheinen wenn ich psychisch oder eben physisch krank bin- egal ob jetzt wegen Hund oder anderem. Wenn ich wünsche nicht zu erscheinen habe ich eine Vertretung zu organisieren. Korrekt?
Wenn Gevatter Tod vor mir steht natürlich auch. "Ja also Moment, ich muss erst noch meinen Nachfolger einarbeiten, komm doch bitte in vier Wochen wieder. " Welch lustig Arbeitswelt.
Und da wundert man sich über gebournoutete Menschen, wenn nicht nur der Leistungsdruck in den Firmen enorm nach oben geht sondern auch die Menschen selbst sich null Fehltage gestatten, da sie ja unersetzbar sind. 
Also ich möchte lieber ins Paralleluniversum. Da wo es nette Arbeitgeber gibt, wo keine unterzogenen Tutnixe sind, wo alle Menschen nett zueinander sind usw.

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Ich denk das ist im Eingangspost vielleicht etwas unklar rüber gekommen. Ich hab es jedenfalls so verstanden, was ich tun würde wenn der Hund schwer krank ist.
Wirkliche Notfälle eben. Vielleicht war Durchfall da ein etwas unglückliches Beispiel- obwohl richtig heftiger Durchfall auch lebensbedrohlich sein kann.Und da ist es eben wirklich eine Frage was für einen Arbeitgeber man hat. Weiß man von vornherein, dass für den Arbeitgeber nur Pflichterfüllung zählt, dann hab ich aus den Posts gelesen, dann geht eben der Hund vor und man ist krank. Ist der Arbeitgeber verständnisvoll und kulant, würde jeder Überstunden oder frei nehmen. Soll also der Arbeitnehmer mit dem unkulanten Arbeitgeber seinen Hund im schlimmsten Fall sterben lassen? Mmhh. Na zumindest war er dann ehrlich. Oder er bleibt daheim, bekommt die Kündigung und hey hat danach ganz viel Zeit sich um den Hund zu kümmern.

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Was mich hier auch etwas irritiert ist, dass bei einigen durchscheint "wegen Hund krank (egal ob mit oder ohne Schein" ist unmöglich. Aus dem Munde von Hundehaltern verwundert mich das sehr. Also ich kann ja nur für mich sprechen aber wenn mir im schlimmsten Fall der Hund verstorben ist, dann bin ich für zwei Tage erstmal definitiv nicht zu viel zu gebrauchen.
Aber klar, Arbeit geht ja vor, also Leiche in Sack getan und fröhlich pfeifend auf zur Arbeit. Wenn eben keine Vertretung, kein Urlaub möglich. Ehrlich und jetzt ohne Ironie- für mich wäre das kein Grund für Urlaub nehmen. Ich bin dann psychisch definitiv nicht in der Lage zu arbeiten, also ganz klassisch arbeitsunfähig. Ob es nun angemessen ist "nur" (so haben es meine Arbeitgeber gerne mit spöttischem Unterton formuliert) um ein Tier so zu trauern, ich denke diese Entscheidung steht nur mir persönlich zu.
Ich möchte nicht in einem Flugzeug sitzen dessen Pilot keine Vertretung gefunden hat und dessen Hund daheim grad an einer Magendrehung krepiert. Ich möchte nicht von einem Arzt operiert werden, dem sein Hund im Morgengrauen qualvoll verstorben ist. Ich möchte auch nicht, dass die Kassirerin im Supermarkt mit verquollenen Augen und krank vor Sorge weil ihr Hund am Vortag vom Auto angefahren wurde, sich durch den Tag schleppt, nur weil der Arbeitgeber ihre Hundehaltung nicht mit tragen möchte.
Ich denke warum jemand ausfällt, ob das kranke Kind nun wichtiger als die im sterben liegende Mutter oder der Hund in einer lebensbedrohlichen Situation sind, diese Gewichtung würde ich mir als Arbeitgeber nicht anmaßen. Ich glaube diese Haltung "nur nicht ausfallen, immer pflichtbewusst sein" ist auch typisch deutsch.
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Mmh. Wenn mein letzter Arbeitgeber so verständnisvoll gewesen wäre hätte ich auch gerne in Notfällen Urlaub, Überstunden usw genommen. Hab ich da aber gefragt ob ich später weil...wurde ich nur verspottet, dass es ja wohl nur ein Tier wäre, was ich mich so anstelle. Urlaub spontan ging nicht, musste mindestens vier Wochen vorher beantragt werden und Überstunden abbummeln ebenso. Was tut man also wenn Pferd mit schwerer Kolik in Klinik muss? Wenn Hund mal grad auf dem Morgenspaziergang ein Reh vor die Nase gehupft ist und erstmal verschollen? Seelenruhig zur Arbeit fahren? Mal aus der anderen Seite betrachtet.

Natürlich ist es nicht korrekt dann krank zu machen aber das setzt auch einen einigermaßen verständnisvollen Arbeitgeber voraus. -
mmh... also wenn ich lese "nicht vor anderthalb Jahren" usw, dann frage ich mich immer, ob die Hunde auch nicht toben dürfen, keine Spielis holen oder oder...
Ich denke ein gleichmäßiges ruhiges joggen ist für einen Junghund für die Knochen weniger belastend als stoppen, springen, drehen und kullern. Die Herausforderung besteht eher darin, ihm die Sache schmackhaft zu machen. Denn konzentriert mitlaufen ist kopfmäßig erstmal anstrengend. Daher anfangs kleine Intervalle ja, denn ich glaube von der Kondition hängt jeder Junghund einen Laufanfänger ab.

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Ich benutze mal den Thread, braucht es keinen neuen.

Meine Herausforderung ist ähnlich gelagert. Wuffs meinen alles was sich um "ihr" Auto herum bewegt muss zwingend verbellt werden. Beim fahren keine Probleme, an Ampeln etc reicht im Zweifel ein deutliches "Ruhe!"
Aaabber.. wenn ich das Auto mit den Bestien parke und mich mal anderweitig außer Sichtweite beschäftige, dann...
Komm ich zurück liegen beide friedlich und schlafen. Wir? Niemals. Als ob ich das bellen nicht kennen würde. 
Im alten Auto hatte ich irgendwann eine Box gebaut, damit wars auch tatsächlich besser. Im neuen oder bzw Übergangsauto ist das kompliziert. Ist nur ein kleiner und zwei große Wuffs. Und irgendwie hoff ich ja, dass sich dieses "Problem" nicht nur durch Management lösen lässt sondern vielleicht bekomme ich ihnen ja auch logisch erklärt "wartet bis sie die Tür aufgebrochen haben und dann dürft ihr..." Oder so ähnlich. Auf jeden Fall nicht alles kommentieren was sich im gefühlten zehn Meilen Habitus bewegt.
Also kurzum- ist es möglich Revierterroristen beizubringen Ruhe zu bewahren auch wenn ich nicht da bin ums zu unterbinden oder sollte ich die Energie dafür lieber in die Frage "wie bau ich das Auto blickdicht um?" investieren? Mir ist nichts eingefallen, ich beneide nur immer die Menschen deren Wuffs seelenruhig im Auto liegen und die keinen Mucks sagen. Tja und frage mich halt, wie machen die das bloß?
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Es ist auch einfach schön weil man Hundi damit mal bisschen flotter laufen lassen kann und man hat beide Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich mein Pferde sind nun mal recht zeitintensiv und ich zb. könnt es gar nicht leisten Hunde und Pferde separat zu bespassen.
Wenn sich alles eingepegelt hat - Hund, Pferd, du- ist es auch nicht "stressiger" als bei normalem Spaziergang. Bei mir sogar im Gegenteil. Josy ist total fixiert auf ihre Pferde. Sind Hunde/ Rehe also so ganz knapp außerhalb des Grenzbereichs wo ich normal absichern würde, dann reicht es mit Pferd an/wegzutraben und schon ist die Umwelt schnuppe.
Und ja hey ich hab es mir wirklich angewöhnt mich über solche Situationen ala "will nur spielen usw" aufzuregen. Zum einen merkt Josy dass ja, also hat sie ja Recht mit ihrer Aufregung, Frauchen ist ja auch auf 180
und zum zweiten wirds ja dadurch nicht besser. Im Zweifel pack ich Schäferchen im Geschirr und trage es knurrend und brummend mit. Die braucht danach eh einen Moment zum runter fahren. Das werde ich nicht mehr ändern, manches ist eben Management. Ist ja nun nicht jeder Hund perfekt. 
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Ich hab mit meiner Josy einen Hund der eher inkompatibel mit anderen Hunden ist. Lassen sie ihr genug Raum und sie in Ruhe alles ok sonst gibt's was auf die Mütze.

Natürlich nicht in meinem Sinn, also steig ich halt auch ab, lein an und wenn wir vorbei sind wieder ab. Gar kein Drama. Pöbeln wird eben dadurch unterbunden, dass ich Hundedame links und Pferde rechts und falls sie trotzdem auf Gedanken kommt schieb ich sie mit dem Fuß wieder in ihre Position und es gibt eine kurze Ansage.
Für mich problematisch sind eher die freilaufenden Tutnixe der anderen Reiter. Brettern in uns rein und ich kann sehen wie ich Pferde (bin meist mit Handpferd unterwegs) und ausrastenden Hund sortiert bekomme. Aber naja alles ne Frage der inneren Ruhe sag ich immer.

Von daher seh ich bei euch wenig Probleme, sei einfach noch umsichtiger als sonst und dann passt das schon.