Wie schauts bei euch momentan aus? Lauft ihr oder seid ihr ins Wasser geflüchtet?
Wir sind jetzt recht regelmäßig wieder unterwegs, wenigstens so dreimal die Woche aber das Wetter machts nicht leicht. Mehr als 20 - 30 Minuten ist für die Hunde nicht machbar, heut morgen wars so eine ätzende Luftfeuchte, da hab ichs ganz gelassen. Für die Pelzis einfach zu arg und alleine mag ich nicht.. die zwei Hübschen müssen eh schon so oft auf mich warten. Dienstag waren wir erst um 23Uhr und eigentlich wars abgekühlt und auch nicht so hohe Luftfeuchtigkeit aber trotzdem hat Josy Zuhause eine halbe Stunde noch ziemlich gehechelt.
Einfach irgendwo doof. Sie wollen laufen- und ich auch aber viel kann man nicht. Selbst wenn wir vorher schwimmen waren- das machen wir täglich als Ersatzgassi, hält das nasse Fell nur höchstens 30 Minuten. Na irgendwann wirds wieder kühler, ich hoff nur ich bekomm dann immer noch so gut Luft. ![]()
Beiträge von nepolino
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Ich denke das Grundproblem ist auch gar nicht die stark reduzierte Aggressivität beim Retriever /Labbi, das Problem was durch diese züchterische Einmischung in normales Konfliktverhalten (was der Familienhund heutzutage aber nicht haben darf, da die Kinder ja an ihm rumzerren dürfen sollen) entsteht ist eben Stress für den Labbi/Retriever, welchen er durch dieses permanent infantile Gehabe zu kompensieren sucht. Und dann wirds auch noch als freundlich und nett angesehen, dabei ist es ein Hund der gar nicht weiß wohin mit seinem Frust. Wenn der dauerwedelnde Labbi dann doch mal zuhapst, weil eben doch irgendwo noch die Idee, wie dass geht, da ist, dann ohne große Vorwarnung und dann ist das wundern groß.
Und ja ich halte es wie Murmelchen. Ich meide Retriever und Labbis wo es nur geht. Dass istnicht persönlich zu nehmen aber ich hab zwei Hunde mit großer Individualdistanz, die beide eher unsicher sind und aus Unsicherheit aber eben nach vorne agieren und nicht unter sich machen. Zudem sind beide vorgeschichtlich bedingt nicht so super sicher in Hundekommunikation und wenn ihre zaghaften richtigen Kommunikationsversuche jedesmal ignoriert und torpediert werden, dann hab ich am Ende unsichere Hunde, die gar nicht mehr zu kommunizieren versuchen, sondern nur noch drauf hauen wollen und das ist Murks.
Der letzte Labbi dem sie freilaufend begegnet sind, mit den Besitzern hab ich auch grad richtig Freude. Denn meine haben gestoppt, gewarnt, ich hab gerufen aber da wars Labbi auch schon rangestürmt. Am Ende lags auf dem Rücken, hatte einen kleinen Kratzer, die Besitzerin einen blauen Fleck, weil sie zwischen gefasst hat und ich jetzt Spaß mit dem Ordnungsamt. Noch ein Grund mehr diese Hunde samt Besitzern zu meiden, denn der Hund wollte ja nur spielen, wie ich solch Bestien laufen lassen kann. Tja..
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Jaaa...
genau das meinte ich. Englischreiter "kontrollieren" ja gern jeden Schritt vom Pferd, da muss man umdenken. Wird aber und dann machts richtig Spaß. 
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Winki von uns auch gute Besserung der Oberschlafmütze mit der coolen Piratenklappe.

Maya die Kleine ist richtig hübsch.
Hast du dir was feines geangelt.
Viel Spaß bei der ersten Stunde, anfangs ist manches etwas Umstellung für Englischreiter aber wenn man grundsätzlich schon mal reiten kann, ist es eigentlich "nur" Hilfen reduzieren, das Pferd selbstständiger arbeiten lassen.Ich hab bei Decathlon nix rechtes gefunden, ich werd jetzt erstmal einen Leckerlibeutel von den Hunden kapern und schauen ob ich da ein paar Möhren drin deponieren kann, um sie mit ins Wasser zu nehmen. Ich glaube die Kleine braucht noch bisschen mehr Vertrauen ins schwimmen, dass sie weiter mit mir raus schwimmt. Hab vorgestern andere Badesrelle genommen, wo es steiler rechts und links rein geht, man das Pferd also bisschen austricksen kann und da war ein bisschen Unsicherheit zu merken. Na wenn nicht diesen Sommer, dann nächsten.

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@Flauschig oh ja dieses die Gesichtszüge entgleisen kenn ich von meinem Nepo auch noch.
Der war auch ein alter Straßenhaudegen und ich hab bis heute keinen Hund mehr so fein, so differenziert kommunizieren sehen. Aber Labbis.. die haben ihn völlig aus der Fassung gebracht.
Weil er diese von Josy kavaliermäßig fernhalten wollte (sie möchte keinen Kontakt) hat ers zwei, dreimal nett versucht. Später ist er schon auf Distanz mit Bürste auf sie zu und hat sie geblockt. Bei jedem Hund hätte ich gedacht gleich knallts aber da konnte ich mich auf ihn verlassen, der hat es trotzdem sauber gelöst, sodass ich und Josy in Ruhe gelassen wurden bis die Besitzer doch mal angeleint haben. Denn ein wütender, knurrender auf Zehenspitzen trappelnder Hund mit riesen Bürste macht eben doch Eindruck.
Aber wirklich echt traurig, dass nix anderes verstanden wird. -
Dieses nicht mehr kommunizieren können und keine Distanz einhalten ist für andere Hunde ein arges Problem. Die typischen Labbis und Retriever, die null Individualdistanz respektieren machen einem das Leben arg schwer. Das schlimme ist, wie ihr schreibt, dass es als normal angesehen wird und die Besitzer überhaupt nicht verstehen, warum man diese Hunde verzweifelt versucht zu blocken, weil sonst liegen sie auf dem Kreuz und dass gibt erst Geschrei.
Wie der doch nur freundlich sein wollende Labbi so missverstanden wird.. aber eigentlich ja, können sie einem nur leid tun. -
Tag acht, Lettland und Estland
Der Morgen begann mit einem Frühstück direkt am Fluss. Mit frischem Brot und Marmelade und zauberhafter Aussicht.

Auf der anderen Flusseite wollten wir noch eine kleine Wanderung unternehmen, eh wir weiter gen Estland fahren. Bleiernde Müdigkeit vom Abendausflug steckte noch in den Knochen. Der Rucksack war ganz schön schwer gewesen durch die Melone und die Strecke doch länger als gedacht und wir wegen der drohenden Dunkelheit im Wald eher gewalkt als gewandert. Kurzum- ich wurde zu alt für sowas.

Als wir am anvisierten Parkplatz das Auto abstellten und die ersten Schritte gelaufen waren, da war die Müdigkeit schlagartig weg. Noch so eine herrliche Stelle.
Eine rote Höhle im Sandstein, aus der eine Quelle sprudelte. Ein Lette füllte grad seinen Wasserkanister und fragte mich ob ich deutsch spräche. Ich bejahte lächelnd, wahrscheinlich hatte er gehört, wie ich mit den Hunden geschimpft hatte, die sich im Schnüffelrausch mal wieder an einem Grashalm festgedockt hatten. Total süß und nett erklärte er mir, die richtigen Worte suchend, dass zu der Quelle viele Menschen aus nah und fern kommen, um Wasser zu holen, da das Wasser so gut sei und bat mich, doch auch etwas mitzunehmen. Dass passte ja hervorragend, meine Vorräte waren halb leer. Ich bedankte mich ganz besonders und wir wünschten uns einen schönen Tag.Wir folgten dem Pfad bis zu einem weiteren Rastplatz, wo man auch wieder mit Auto hin durfte und der an Schönheit unserem Nachtlager in nix nach stand. Aber auch Anlegestellen und eine Hütte für Kanuwanderer standen bereit. Und dass alles kostenfrei. Ein gastfreundliches Land, was seine schöne Natur versucht für alle erlebbar zu machen, wie auch Litauen und Estland und Skandinavien.
Auf unserem Weg nach Estland lag ein weiterer Höhlenkomplex quasi auf dem Weg, wo wir noch anhalten wollten. So wanderten wir zum Auto zurück, ich füllte unsere Wasservorräte auf und weiter gings. Diese Höhlen sollten irgendwie zwischen Straupe und Legurda sein. Nach einer zweiten Runde auf der Schotterpiste fand ich die Zufahrt. Einem Labbi, der zum dortigen Bauernhof gehörte, musste ich erstmal vom Auto forttragen, er wollte die Hunde begucken. Die waren natürlich nicht erfreut.
Ein fremder Hund so dicht. Ich guckte kurz nach dem Weg und holte die zwei Wachhunde dann nach. Es gibt dort Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Hof oder auf einer Wiese am Fluss bieten sie Zeltlager an. Mit Höhlenerkundungen inklusive. Klingt gut. Dass gefällt Kindern gewiss.Die Höhlen waren frei zugänglich, in Deutschland undenkbar. Leider hatte ich die Stirnlampe im Auto gelassen. So konnte ich nicht weit hinein. Die Hunde dagegen weigerten sich. Josy kam jeweils bis zum Eingang mit, Rouven wartete sogar ein Stück davor. Tolle Wachhunde.
Klar hätten sie andere Menschen davon abgehalten zu mir in die Höhle zu kommen aber hätte mich ein Höhlentroll angegriffen, hätte ich alt ausgesehen. 
Super süß und auch bei uns undenkbar - die zweite Höhle war direkt am Flussbett und da es drinnen natürlich nass war und auch um vermutlich zu den Sandsteinfelsen ein Stück weiter flussaufwärts waten zu können, gab es zwei Gummistiefelbäume. Gummistiefel in allen Farben und Größen frei verfügbar.
Ich war so frei und stapfte damit in die Höhle, soweit das Licht ausreichte. Herrlich. Keine Müdigkeit mehr, nur noch bloße Glückseligkeit und Forscherdrang. Beschwingt wanderten wir alsbald zum Auto zurück, nächster Stopp, Rastplatz am Meer. Die lettische "Autobahn" geht ein ganzes Stück an der Ostsee lang und es gibt dort natürlich auch Rastplätze. Am Strand. Absolut cool.
Dort wurde Mittag verputzt um die letzten zwei Stunden gen Estland zu absolvieren. Michael Endes "die unendliche Geschichte" begleitete mich als Hörbuch.Trotz dessen, dass das Haus meiner Freundin keine wirkliche Adresse hatte, fand ich es promt. Also fast. Ich rauschte erst vorbei, dachte "Stopp! Auto und Haus hast du auf Bildern schon gesehen" , setzte zurück und war richtig. Von vielstimmigem Hundegekläffe begleitet, begrüßten wir uns. Erstmal gab es Tee und ein bisschen Geschnacke, bevor wir zu einem Spaziergang mit den Hunden aufbrachen.
Der Keila Juga Wasserfall war der Start. Erreichbar über eine Hängebrücke und wenn man wollte (und wir wollten
) konnte man ins Flussbett klettern und sich unter den Fall stellen. Nix abgesperrt, keine Verbote, wer meinte auf den rutschigen Felsen umher wandern zu wollen, der durfte das gerne tun. Welch sympathisches Land. Eigenverantwortung.
Vom Wasserfall konnte man dem Fluss bis zur Ostsee folgen, wo wir noch ein Stück am Strand entlang wanderten, eh wir durch den Wald zurück gingen. Die Hunde prollten sich anfangs alle ein bisschen an, Fronten waren dann geklärt und Jungspund Ravel und Rouven durften schließlich noch gemeinsam laufen. Beziehungsweise der Kleine lief und tobte und Rouven wollte nicht recht von Josys und meinem Rockzipfel weg. Sonst der große Ritter und allein.
Typisch Mann.. Alle gemeinsam offline wäre nicht so eine gute Idee gewesen, sechs verkappte Jäger frei gelassen..wir hatten die Thermoskanne nicht mit. 
Den Abend verbrachten wir mit Hunde kuscheln und erzählen, Fähre buchen und Abendessen. Und duschen! Ach war eine Dusche etwas himmlisches.. Dann galt es schon wieder Abschied nehmen, am nächsten Morgen brach sie zu einem Rennen mit ihrer Hundebande auf und Josy, Rouven und ich blieben allein im Waldhaus zurück.
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Die Norm, so mein Empfinden, sind einfach Hunde, die immer lieb zu allen und jedem sind, die sich freuen wenn sie ungefragt angetatscht werden und nie niemals nicht mal ne Lefze heben. Meine sind nicht so. Und damit die oft mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Meinung, dürften sie nicht auf die Straße.
Ich finde die Anlagen, die meine Mixe (Schäferhundmix und einmal vermutlich HSH/Jagdmix, da kommen einige spannende Anlagen zusammen.
) mitbringen nicht furchtbar anstrengend, sie waren zwar Überraschungseier aber ich mag Überraschungen
, nur die lieben Mitmenschen sind oftmals schwer zu ertragen. Da werden andere Hunde trotz Bitte es nicht zu tun, ran gelassen oder völlig entsetzt geguckt, wenn der Versuch den Hund unbemerkt anzufassen darin endet, dass man aufs netteste angeknurrt wird.
Und dann ist man natürlich nicht selbst schuld.. -
Nur ein bisschen, Kormorankacke ist ziemlich hartnäckig.

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Tag sieben, Abschied von Litauen..
Die Nacht wollte schon kurz nach vier enden. Plötzlich war ich wach und hätte loswandern können. Grundsätzlich kein Problem aber es war noch ziemlich dunkel- obwohl schon der Morgen dämmerte.. Nix desto Trotz, ich wollte in Nida Brötchen beuten am Morgen und wir hatten doch etwas Fahrt heute vor uns, da ist etwas mehr Schlaf wahrscheinlich nicht verkehrt. Also nochmal eingekuschelt, Hundis getätschelt und tatsächlich noch bis halb acht geschlafen.
Über die Leuchtturmroute sind wir nach Nida gewandelt. Groß genießen war nicht, im Leuchtturmwald waren die Mücken in apokalyptischem Ausmaß unterwegs, stehen bleiben bedeute, dass sie einen sofort in einer riesen Wolke angriffen.
Brötchen fanden wir nicht aber noch ein paar ruhige Minuten auf einer Bank, mit Blick aufs Haff und die Dünen. Ruhig nahm ich Abschied und plante verschiedene nächste Ziele mit dem Navi durch. Eigentlich war Kolka geplant gewesen aber in diesem Moment reizte mich der Gauja Nationalpark. Also dorthin. 
Frühstück also ohne Brötchen verspeist, Auto startklar gemacht und los gings. Die Rückfahrt mit der Fähre brauchten wir nicht bezahlen, anscheinend ist hin und zurück automatisch drin. Ist ja auch irgendwie sinnvoll, wer rauf will, muss irgendwann auch wieder runter von der Insel und so braucht man nicht doppelt anstehen.
Mit Radio im Ohr ging es quer durchs Land, es war immer noch ein bisschen, wie Zeit stehen geblieben. Dörfer, wo nicht Haus an Haus steht, sondern jedes Haus noch Scheune oder Scheunen hat plus etwas Land, viele einzelne Gehöfte, Außenlage, wie man in Deutschland sagt und dazwischen kleinere und größere Felder. Da die Geschwindigkeit auf den Straßen nicht so hoch ist, ist es ein entspanntes Reisen, wo man noch Zeit zum entdecken und genießen hat.
Erst wollte ich noch in Riga halten aber dann wären wir zu spät für eine Abendwanderung im Gaujatal angekommen. So fuhren wir nur durch und stoppten kurz bei Mc Donalds zum Toilettenbesuch und was essen. Halb sieben waren wir dann auf der anvisierten Stelle auf der Landkarte und lustigerweise war dass auch ein ausgewiesener Rastplatz.
Mitten im Wald, 4km Schotterpiste von Cesis aus und in einem zauberhaften Licht nach einem Wolkenbruch vom feinsten, mit dem wir bei Einfahrt in den Nationalpark begrüßt worden waren.
Ein wildromantischer, noch völlig natürlicher Fluss, dieses spezielle Licht nach Gewittern und dampfende Erde. Und ein Parkplatz direkt am Fluss. Wie hatten wir so viel Glück verdient? Sprachlos und gleichzeitig aufgeregt und glücklich wie ein Kind vorm Weihnachtsbaum, stand ich da und staunte. Die Hunde wuselten ein bisschen hin und her und planschten im Fluss.Eine Wanderung war Pflicht, keine Frage. Und da es bis 23Uhr mindestens hell sein würde, auch kein Problem. Ein Stück den Fluss hinauf und dann sollte der Weg gen Cesis führen, etwas frisches Obst oder Gemüse und vielleicht leckere Brötchen kaufen und die Burg dort sehen. So der Plan.
Dass wir bei dieser Wanderung auf eine Attraktion des Parks, die roten Sandsteinklippen, stoßen würden, wussten wir nicht und setzte dem Glück und der Dankbarkeit die Krone auf. Das war ähnlich wie die Kreidefelsen in Rügen, nur in rot und nicht am Meer sondern an einer schönen Flusslandschaft. Diesen Fluss mit Kanu erkunden muss traumhaft sein. Ewig lange konnten wir nicht staunen, die Mücken.
So ging es gen Cesis, durch die schöne Waldlandschaft. Mischwald, mit viel Nadelanteil, in Deutschland kenn ich keine vergleichbaren Ecken.Cesis ist ein niedliches Städtchen, mit einem alten Stadtkern, einem schönen Park und eben der traumhaften Natur rundherum. Sicher kein schlechter Platz zum leben.
Mit Einkauf auf dem Rücken wanderten wir wieder zum Rastplatz, schon freuend auf die Melone im Gepäck. Punkt 23Uhr waren wir wieder da und es war zwar die Sonne unter gegangen aber wirklich dunkel nicht. Die Mücken waren ebenfalls noch wach, so verschanzten wir uns dann doch bald im Auto. Müde aber glücklich schlief ich ein.
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