Quintus ist nahezu blind (PRA, also nicht behandelbar), bei guten Lichtverhältnissen sieht er aktuell noch etwas Umrisse. Bei ihm verläuft die Erkrankung sehr langsam, er hatte also Zeit sich auf die Erblindung einzustellen.
Man merkt ihm fast nichts an. Manchmal läuft er gegen eine offene Schranktür oder den Putzeimer wenn sowas unerwartet im Weg ist. Aber sonst bewegt er sich völlig frei, brettert mit Murphy zum Zaun (er weiss genau wo er bremsen muss) um da die Welle zumachen, läuft im Wald frei, trifft andere Hunde, geht in den See, .................
Selbst beim Pilzesuchen querfeldein im Wald hat er keinerlei Probleme, er ist sehr gut orientiert und bewegt sich sehr sicher, ist noch nie gegen einen Baum gelaufen.
In der Stadt hat er ein Geschirr an damit ich ihn ein bischen lenken kann da er sich bei den vielen Gerüchen und Geräuschen nicht so gut orientieren kann. Aber auch hier merken Fremde ihm nichts an, er wirkt überhaupt nicht unsicher.
Auch wenn wir bei Freunden zu Besuch sind ist das gar kein Problem. Anfangs geht er etwas langsamer und wenn er weiss wo alles steht rennt er auch mit den anderen Hunden raus wenn da was interessantes vorgeht.
Trotz seiner Behinderung hat er das Zepter fest in den Pfoten, ist immer noch der Boss.
Ich kenne aber auch einen blinden Hund der sehr unsicher geworden ist. Er traut sich keine Treppen mehr zu laufen und geht draussen unsicheren Schrittes im Schneckentempo. Im Haus und Garten kennt er sich aus, da bewegt er sich frei (bis auf die Treppe).
Ob dein Hund mit seiner Behinderung zurecht kommt wird dir niemand vorhersagen können, das wirst du auf euch zukommen lassen müssen.
Ich würde auf jeden Fall den Spezialisten mal zu den Möglichkeiten befragen und ,wenn du das Gefühl hast das dein Hund in seiner Lebensqualität eingeschränkt ist, über eine evt. OP nachdenken.